Wagenknecht übt Kritik an Lobbyisten-Wissenschaftlern

Angebliche Experten entpuppen sich immer wieder als Lobbyisten, so Sahra Wagenknecht über Zweifel an Wissenschaftlern durch die Bevölkerung in der Corona-Debatte.

Von Michael Steiner

Bei den Corona-Protesten wird immer wieder auf die Einseitigkeit der von Politik und Mainstreammedien präsentierten Wissenschaftler hingewiesen. Ein wissenschaftlicher Diskurs in der Öffentlichkeit ist nicht erwünscht, weshalb ernsthafte Kritiker (unter anderem auch vom Merkel-Liebling Drosten) generell öffentlich der Lächerlichkeit preisgegeben werden.

Unterstützung erhalten die Kritiker dieser Praxis nun von der früheren Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht. „Das größte Problem ist, dass der Staat zu stark unter dem Einfluss bestimmter wirtschaftlicher Interessengruppen steht“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Das ist mit Demokratie und gemeinwohlorientierter Entscheidungsfindung nicht vereinbar.“ Wagenknecht fügte hinzu: „Wir brauchen zum Beispiel mehr unabhängige öffentliche Forschung. Dass viele Menschen Wissenschaftlern nicht mehr trauen, hängt ja auch damit zusammen, dass die Forschung zunehmend von Geldern der Industrie finanziert wird. Angebliche Experten entpuppen sich dann schnell als Lobbyisten.“

An den Universitäten müssten Professoren immer mehr Drittmittel einwerben, ihr Renommee werde mit dadurch bestimmt. „Aber hinter den Drittmitteln stehen kommerzielle Interessen“, so die Linken-Politikerin. Es sei überdies „ein Problem, dass selbst Mediziner des Robert-Koch-Instituts in Beratergremien von Pharma-Konzernen sitzen oder ihre Projekte von der Pharmabranche bezahlen lassen. Wenn der Staat seine Gelder kürzt, gehen die Privaten rein. Aber das erzeugt Abhängigkeiten.“

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Zudem müsse man bei den Protesten differenzieren und dürfe „nicht pauschal alle Demonstranten in die Nazi-Ecke stellen oder als Verschwörungstheoretiker beschimpfen.“ Das ist aber etwas, was die Vertreter der etablierten Parteien und der Mainstreammedien gerne tun, um die unerwünschten Proteste zu diskreditieren.

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4 Kommentare

  1. Waganknecht hat völlig recht, zieht aber nicht die richtigen Konsequenzen. Das grundsätzliche Problem ist die Anmaßung der Politiker, im Gesundheitssystem, in dem sie als Nicht-Fachleute völlig inkompetent sind, überhaupt verbindliche Entscheidungen zu treffen. https://fassadenkratzer.wordpress.com/2020/05/23/die-gesundheits-diktatur-des-staates-teil-des-demokratischen-systems/gl.:
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2020/05/23/die-gesundheits-diktatur-des-staates-teil-des-demokratischen-systems/

  2. Ich weiß nicht, welche Ausbildung Frau Wagenknecht hat und ob sie jemals produktiv gearbeitet hat. Aber es ist klar, daß sie vom technisch-wissenschaftlichem Arbeiten gar keine Ahnung hat.
    Es ist völlig klar, daß Unternehmen, welche Produkte für medizinisch-technischen Einsatz herstellen, Kontakt zu hochrangigen Ärzten suchen, um zu erfahren, ob ihr Produkt als nützlich oder als noch verbesserungsfähig angesehen wird. Dies zu diffamieren ist eine absolute Sauerei und zeigt eine unglaubliche Ignoranz.
    Nun, diese Frau hat bekanntlich auch die Gewaltübergriffe der neuen Rotfront – Antifa genannt – gegen den kurzzeitigen thüringischen Ministerpräsidenten und dessen Familie gelobt. Eine verachtenswerte Person!!!!!!

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