Pleitewelle: 2021 droht tausenden Unternehmen das Aus

Wegen Ausnahmeregelungen zur Anmeldung von Insolvenzen wird es bereits im ersten Quartal 2021 zu einer massiven Pleitewelle in Deutschland kommen.

Von Michael Steiner

Deutschlands wirtschaftliche Lockdown-Opfer stehen schon fest. Es sind vor allem Servicebetriebe, aber auch im Automombilsektor und im Maschinenbau sieht es schlecht aus. Das weiß man auch in der Bundespolitik.

Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion von CDU/CSU, Carsten Linnemann, geht von einer Pleitewelle in Deutschland zu Beginn des neuen Jahres aus. “Die droht nicht nur, die wird kommen”, sagte er in der “Bild”-Sendung “Die richtigen Fragen”.

Die Tatsache, dass es in diesem Jahr in Deutschland weniger Pleiten als 2019 ohne Corona gebe, hänge damit zusammen, dass zahlungsunfähige oder überschuldete Firmen bis Ende 2020 von der Pflicht zur Insolvenzanmeldung befreit seien. “Wir werden im ersten Quartal 6.000, 7.000, 8.000 Insolvenzen erleben, im Maschinenbau, im Automobilbereich, aber auch im Veranstaltungs- und Hotelbereich.”

Man müsse diese Wahrheit auch aussprechen. Das Land sei stark genug, dies zu überstehen, so der CDU-Politiker. Dabei sorgt die “staatlich legalisierte Insolvenzverschleppung”, wie man es durchaus nennen darf, für eine Verschärfung der Lage. Immerhin häufen sich so bei eigentlich zahlungsunfähigen Unternehmen noch mehr Schulden bei Lieferanten an, die schlussendlich auch diese in die Insolvenz schlittern lassen können. Etwas, das durch rechtzeitige Anmeldungen der Zahlungsunfähigkeit verhindert werden könnte.

Loading...

Es zeigt sich aber auch, dass selbst der “Wirtschaftsflügel” der Union offenbar kein Interesse daran hat, die vielen kleinen und mittelständischen Betriebe in Deutschland zu schützen, sondern die zerstörerische Lockdownpolitik der eigenen Parteiführung bedenkenlos mitträgt.

Neuerscheinung: „Feindbild Putins Russland – Kalter Krieg 2.0“ – hier als Taschenbuch erhältlich, oder als PDF-Datei in unserem Download-Bereich.

Teilen Sie diesen Artikel:
Lesen Sie auch:  Schäuble: Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Ein Kommentar

  1. Man sei stark genug, die Pleitewelle zu überstehen, sagt so ein aalglatter Schwarzer und vergißt dabei die menschlichen Schicksalsschläge, die nun tausende von Firmen trifft und durch die falsche und rücksichtslose Politik begünstigt wurde.

    Während man die Großen, siehe eben erst einen Reisekonzern zusätzlich hochpäppelt, werden die Kleinen und Mittleren ohne Erbarmen zu Opfern gemacht und was das noch mit dem Wählerauftrag zu tun hat, entzieht sich jeder Vorstellung und der Verdacht liegt einfach nahe, daß sie alle aus dem Ruder gelaufen sind und machen was sie wollen, oder auf Geheiß fremder Interessen handeln, was noch schlimmer wäre und irgendwann mal im Chaos endet.

    Nun gabe es in der Geschichte der Bundesrepublik schon einige Rohrkrepierer in Politik und Wirtschaft, aber was zur Zeit abläuft ist ein völlig neues Merkmal und sieht eher nach Fremdbestimmung aus, als nach eigenen Überlegungen, wenn man davon überhaupt noch sprechen kann, aber so verkauft wird und es soll ja noch viele geben, die von der Qualität der Koalition überzeugt sind, was widerrum ein schlechtes Bild über die Urteilsfähigkeit der Gesellschaft abgibt, mit Ausnahme der Ostbürger, die eine feinere Antenne für sozialistische Umtriebe haben und zudem noch ihre Papenheimer kennen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.