Russland am Knotenpunkt der Flüchtlingswege nach Europa

Russland versucht derzeit Libyen wieder zu stabilisieren, nachdem die NATO das Land ins Chaos stürzte. Das Land gilt als Knotenpunkt für die illegale Migration nach Europa.

Von Hans-Jürgen Klose

Libyen – welcher westliche Politiker blickt da noch durch? Dabei ist das afrikanische Land von zentraler politischer Bedeutung für Deutschland und ganz Europa. Man sollte doch meinen, dass sich irgendwann die Flüchtlingsströme nach Europa erschöpfen. Was zieht also all die Flüchtlinge – die ja angeblich vor Krieg fliehen – in das meist umkämpfte Land Afrikas, um sich dann von Privatorganisationen retten zu lassen? Wie kommen die überhaupt alle an Mittel und Wege die Überfahrt ins Auge zu fassen?

Russland hat die Hand auf Libyen gelegt. Nachdem der IS, der Stamm der Tuareg, die vom Westen geförderte Regierung Libyens und Libyens eigentlicher Machthaber Chalifa Haftar das Land in Schutt und Asche legen, hat Russland nun seit einiger Zeit die „Gruppe Wagner“ an Haftars Seite gestellt. Die „Gruppe Wagner“ ist eine offiziell private, in Wirklichkeit jedoch der „Hauptverwaltung des Generalstabs der Streitkräfte der Russischen Föderation“ unterstehende Eliteeinheit.

4.000 russische Söldner wirft die „Gruppe Wagner“ auf Seiten Haftars in den Kampf, um dort nachdem Gaddafi im Jahe 2011 „durch ungeklärte Umstände“ getötet wurde (und durch eine UN-Resolution gedeckt die USA, Kanada und Westeuropäer das Land mit Bomben zermürbten), um im Land endlich wieder eine Ordnung herzustellen.

Jeder Flüchtling der in Libyen ankommt um nach Europa weiter zu reisen weiß, dass ihm von einer der Kriegsparteien geholfen werden wird. Natürlich weiß er das, bevor er sich aus seiner Heimat auf den Weg macht. Das Flüchtlingsproblem lassen sich die Europäer einen Haufen Geld kosten – auf Umwegen kommt dieses Geld dann via NGOs zu den Schleppern,, die inzwischen daraus ein einträgliches Geschäftsmodell gemacht haben.

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Es glaube doch bitte keiner, dass sich auch nur ein Flüchtling aus dem Tschad auf den Weg zur Mittelmeerküste macht ohne zu wissen, wen er an Zielort in Libyen anzusprechen hat. Und so „fliehen“ dann die Refugees aus ihrer Heimat – wo sie ja angeblich vor Krieg fliehen – in das am meisten umkämpfte Gebiet in Afrika, um sich nach Europa übersetzen zu lassen.

Ich hatte im letzten Artikel darauf hingewiesen, dass es politisch sinnvoll ist mit Russland einen Modus Vivendi zu finden und das von den USA wieder eingeführte Feindbild Russland aufzugeben.

Neuerscheinung: „Feindbild Putins Russland – Kalter Krieg 2.0“ – hier als Taschenbuch erhältlich, oder als PDF-Datei in unserem Download-Bereich.

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