Meuthen soll in die CDU

Demontiert Meuthen die AfD? Vielleicht wäre er in der CDU besser aufgehoben. Es zeigen sich auch Unterschiede in Ost und West.

Von Hans-Jürgen Klose

Was wir im Augenblick erleben ist die Demütigung großer Teile der ostdeutschen Bevölkerung in der Politik. Dass die AfD in den neuen Bundesländern fast überall zu den beiden stärksten Parteien gehört blendet man hier geflissentlich aus. Immer offener wird da eine Denkweise unterdrückt deren Zentrum Patriotismus ist.

Ich glaube wir sind das einzige Land in dem Patriotismus etwas für den Verfassungsschutz ist. Wenn Amerikaner mit der Hand auf dem Herzen die Nationalhymne singen fragt man sich hier, wo die Ordner und die Polizei bleiben, um die Versammlung aufzulösen. Oder sind die USA vielleicht gar nicht demokratisch?

Wie ist es in Russland? Kein Russe scheut sich öffentlich sich als Patrioten zu bezeichnen. Lange Tradition hat dort ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen lassen das auch an der ukrainischen Grenze nicht Halt macht.

Meuthen sollte vielleicht besser in die CDU wechseln, wenn er nicht in der Lage ist sich zu dem zu bekennen, was einmal als eine Alternative zu den etablierten Parteien gedacht war. Wenn so weiter gemacht wird, werden sich in nicht allzu ferner Zukunft die neuen Bundesländer von Restdeutschland abspalten.

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Wenn die Presse inzwischen vorgibt wer als Demokrat zu gelten hat und wer Faschist oder Neonazi ist, sollten wir uns Gedanken über unser Pressewesen machen. Das hat alles nichts mehr mit Berichterstattung zu tun, noch nicht einmal mit subtiler Beeinflussung sondern mit Pressediktatur. Meuthen ist eingeknickt, hat also an der Spitze der Partei nichts mehr verloren. Der Verfassungsschutz sollte sich zu schade für solch undemokratisches Vorgehen sein. Aber deshalb wurde sein Vorgänger ja ausgetauscht.

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Nach 100 Jahren Demokratie wissen die Deutschen noch immer nicht was sie wollen.

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4 Kommentare

  1. Es wäre illusorisch zu glauben, diese Spaltattacken von Meuthen kämen rein zufällig, und sind ihm allein zuzuschreiben. Gehe fest davon aus, dass interessierte “Manager” dem den entsprechenden Auftrag in’s Pflichtenheft diktiert haben. Im Osten hatte die AfD bei den letzten LT-Wahlen Anteile von 30-40%, klar, dass dann der Spaltkeil neu angesetzt werden muss. Die derzeitig abflauende Zustimmung auch im Osten? Eben durch den Murks und die Irrlichterei des Meuthen stark bedingt! Raus mit dem Sabotageteam aus der AfD!

    1. In Österreich gab es bei der FPÖ zwei solche Spaltungsmaßnahmen, nachdem die Partei “zu stark” wurde. Zuerst der Parteitag von Knittelfeld (und die Gründung des BZÖ danach) und dann der “Ibiza-Skandal”. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

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