Die Fiat-Währungen befinden sich im Abwertungswettlauf. Im globalen Handels- und Währungskrieg gibt es andere Gewinner: Gold & Kryptos.

Von Marco Maier

Es gibt einen Spruch der besagt, dass Papiergeld immer wieder zu seinem inneren Wert zurückkehrt. Dieser liegt quasi bei Null. Zwar spielt das Papiergeld selbst heute nur noch eine untergeordnete Rolle und das digitale Buchgeld führt, doch auch da sieht es mit seinem „inneren Wert“ nicht besser aus. Dank der Giralgeldschöpfung und der Notenbanken ist es beliebig vermehrbar – kann also nach Gusto inflationiert werden.

Nun im Zuge von Handelskriegen, die vor allem von US-Präsident Donald Trump und dessen Administration losgetreten wurden, geht auch der Abwertungswettlauf los. Aus chinesischer Sicht heißt dies vereinfacht gesagt: „Wenn die Amerikaner auf unsere Waren zehn Prozent Zoll aufschlagen, senken wir eben den Wechselkurs des Yuan zum Dollar um zehn Prozent.“

Das konterkariert die Trump’schen Bemühungen natürlich, weshalb er der chinesischen Zentralbank vorwirft ein „Währungsmanipulator“ zu sein. Er hat damit zwar nicht unrecht, aber in Sachen Devauluierung des Dollars waren die Amerikaner oft genug auch nicht zimperlich. Doch das sei nur am Rande erwähnt. Wichtiger ist der Umstand, dass nicht nur China damit beginnt, den Außenwert der eigenen Währung zu drücken.

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Während die Briten mit einem fallenden Pfund-Kurs konfrontiert werden, der den Brexit-Turbulenzen geschuldet (und von der Bank of England eigentlich gar nicht gewollt) ist, versuchen auch die Japaner ihrer Exportindustrie mit einem weicheren Yen unter die Arme zu greifen. Immer mehr Länder werden dem Beispiel folgen, weil sie mit fallenden Exporterlösen zu kämpfen haben. Auch wenn das am Ende für alle Seiten negativ ist. Doch Gier frisst bekanntlich Hirn.

Und wer profitiert am meisten von diesen Entwicklungen? Ganz klar: Edelmetalle wie Gold und Silber, aber auch Kryptowährungen wie Bitcoin. Die jetzigen Aufwärtsbewegungen sind erst der Anfang. Je unsicherer die Lage auf den Welt- und Finanzmärkten wird, umso mehr flüchten die Anleger in solche „sicheren Häfen“.

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1 KOMMENTAR

  1. Was ist schon sicher, wenn es zum Crash kommt, denn der Staat kann im Ernstfall alle Mittel anwenden um seine eigene Haut zu retten bzw. andere zu schädigen, Immobilen können mit Zwangsanleihen besteuert werden, der Goldhandel kann als Zahlungsmittel untersagt werden, die Auf- oder Abwertung kann überall dort erfolgen, wo man noch Herr seiner eigenen Währung ist, Zölle oder Handelsbeschränkungen sind ebenfalls ein probates Mittel um den Handel zu stören, Gelddrucken ohne Sicherheiten ist auch eine Methodik um den Schein zu wahren und die Schuld auf andere zu schieben, Entwertung des Geldes durch Zinsmanipulationen oder Schwemmung des Geldes im Übermaß oder künstliche Knappheit, alles ist möglich und somit bleibt am Ende wie immer nur noch der Tauschhandel, der spätestens dann einsetzt, wenn alles andere nicht mehr funktioniert und das können wir Deutschen eigentlich doch sehr gut beurteilen, was es heißt, wenn die Finanzen in Turbulenzen geraten und wer dafür verantwortlich ist, ist doch völlig egal, das Ausmaß bestimmt dann den Lebensrythmus und das kann extrem schwierig werden und zu gewaltigen Verwerfungen führen, denn wer garnichts hat und nicht einmal tauschen kann, der ist ein armer Sack und nicht zu beneiden, wobei die Begleiterscheinungen auch nicht ohne sein können, auch dafür gibt es genügend Beispiele wíe dann die Not allerorts auftreten kann, bis hin zur persönlichen Beschädigung.

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