Ursula von der Leyen - Bild: Flickr / European People's Party CC BY-NC-ND 2.0

Die Bundesverteidigungsministerin verteidigt den Einsatz von externen Beratern. Man habe selbst nicht genügend Fachpersonal.

Von Michael Steiner

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) steht wegen der Berateraffäre unter starkem öffentlichen Druck. Nun verteidigt sie den Einsatz externer Fachkräfte wegen der Gefahren im Cyberraum. Die Streitkräfte stünden „wegen der Sicherheitslage unter einem besonders hohen Modernisierungsdruck“, schreibt von der Leyen in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“. Das gelte insbesondere für das Feld der Digitalisierung.

„Diesen Digitalisierungsschub haben wir nicht allein geschafft, und wir werden auch in Zukunft nicht alle Innovationssprünge alleine schaffen. Wir brauchen dazu wie jede andere Organisation oder Behörde externe Beratung und Unterstützung“, so die Ministerin. „Das Problem war nicht, dass, sondern wie wir diese externe Hilfe in Anspruch genommen haben. Es gab zu laxen Umgang mit Vergaberecht. Die Kritik nehme ich an.“ Immerhin hat sie auch ein Beratungsunternehmen engagiert, in dem einer ihrer Söhne eine leitende Position inne hat.

Man würde zwar auch an den Universitäten der Bundeswehr eigenes IT-Fachpersonal ausbilden, doch das reiche nicht aus. Zudem brauche dies einige Jahre. „Wir müssen jetzt die Netze härten, jetzt in Kryptotechnik und abhörsichere Kommunikationssysteme investieren, jetzt die Chancen Künstlicher Intelligenz für die Risikoanalyse in den Einsatzgebieten nutzen.“ Dabei gehe es um die Frage, „wie Deutschlands Militär in der Digitalisierung Schritt halten kann mit Gegnern und Partnern“.

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6 KOMMENTARE

  1. „Vetternwirtschaft“ ist ein fester Begriff. – Wie nennt man jedoch eine total hilflose Patin, die ihren eigenen Sohnematz als Chef vieler unfähiger Köche beruft, die einen ebenso desolaten Haufens beköstigen sollen.

    Als Außenstehender bekommt man allein schon bei dem Gedanken daran einen leichten Brechreiz.

    • Dieses Individum ist ein klassisches Auslaufexemplar aus der 68er Folge-Epoche. Es reicht nicht mal für dummschlau; funktioniert nur weil es es auf treudoof im Proletariat trifft.

  2. Ja haben sie überhaupt noch welche die was von den Streitkräften und der dazugehörigen Logistik etwas verstehen und diese Antwort kommt einer Kapitulation gleich und wäre vergleichbar mit einem Großunternehmen das sich auf Berater stützen muß, wenn es um die Herstellung- und Vermarktung gehen soll, wer das nicht kann sollte die Finger vom Geschäft lassen, sowohl bei der Armee, als auch im Unternehmertum, unabhängig von Vorgängen, die äußerst grenzwertig waren, das kommt noch zum gesamten Debakel hinzu, mal ganz von dem abgesehen, daß die gesamten Beratungsunternehmen eine Art Pseudofirmen darstellen die etwas vorgeben, was sie eigentlich oftmals selbst nicht können, aber ihren Kunden klarmachen wollen, daß es ohne sie nicht geht, so kann man sich auch durch den Winter bringen, indem man von der Schaffenskraft der anderen lebt um selbst daraus Vorteile zu erwirtschaften, garnicht so schlecht die Idee, doch überzeugt haben die wenigsten und immer wieder fallen sie auf diese Propheten herein, entweder zur eigenen Absicherung oder aus der Naivität heraus, weil selbst nicht besonders viel Hirnschmalz vorhanden ist.

  3. Nach eingehender Recherche läßt sich die stattliche Zahl von ca.250 Beratern verifizieren, die der inkompetenten Person behilflich waren, das Budget des Verteidigungshaushaltes in die richtigen Bahnen zu lenken. Ein wohl einmaliger Vorgang in der Geschichte eines skandalträchtigen Ministeriums. Das von der Leyen weiterhin ungerührt auf ihrem Stuhl sitzt, ist ebenso einmalig.

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