Mit Kurz wird alles besser?

Die ÖVP unter Sebastian Kurz verzeichnet neue Umfragehöhen. Doch wer kann diese ÖVP noch ernstnehmen?

Von Michael Steiner

Ganze 35 Prozent der Österreicher wollen laut neuesten Umfragen im Herbst die ÖVP wählen. Und das nur, weil Außenminister Sebastian Kurz die Partei übernommen hat. Eine Partei, die aufgrund ihrer Bünde- und Länderfürsten-Struktur eigentlich kaum regierungsfähig ist, jedoch seit 1987 ununterbrochen auf der Regierungsbank sitzt. Dreißig Jahre, in denen die Partei genügend Zeit gehabt hätte, etwas zum Besseren zu verändern.

Angesichts dessen, dass die Volkspartei nun seit insgesamt rund 30 Jahren immer mit in der Bundesregierung saß und es unwahrscheinlich ist, dass Kurz den Laden auf längere Zeit unter Kontrolle halten kann, ohne von Quertreibern aus diversen Bünden oder Länderorganisationen mit Sabotage rechnen zu müssen, weil sie sich nicht ausreichend vertreten sehen, sieht man schon, wie naiv die Österreicher eigentlich sein müssen.

Während die FPÖ beispielsweise im letzten Jahrzehnt (auch durch Abspaltungen wie dem BZÖ und der FPK) auch eine massive personelle Erneuerungskur durchmachte, ist dies bei der ÖVP (aber auch bei der SPÖ) nur bedingt der Fall. Dort dominieren weiterhin die "alten Hasen", die auch in den kommenden Jahren wohl kaum einen wirklichen politischen Wandel mitmachen werden.

Derzeit bemüht sich die ÖVP vor allem um eine Symbolpolitik in Sachen Migration bzw. Migrationskrise. Vollmundige Versprechen und Ankündigungen werden gemacht, um vor allem der FPÖ das Wasser abzugraben und einen Kanzler Strache zu verhindern. Dennoch ist davon auszugehen, dass es nach der Nationalratswahl zu einer Neuauflage der schwarz-blauen Koalition kommen wird, zumal beide Parteien zusammen unter Umständen sogar eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erhalten könnten. Vor allem dann, wenn die Neos aus dem Nationalrat fliegen und Peter Pilz mit seiner Liste den Grünen viele Stimmen kostet.

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Ob die ÖVP bei der Taktik von "blenden und täuschen" bleibt, oder ob hinter den ganzen Ankündigungen auch der Wille zur Umsetzung durchkommt, wird sich jedenfalls noch zeigen müssen. Die Wähler scheinen daran zu glauben. Auch wenn man davon ausgehen wird müssen, dass sie danach eine herbe Enttäuschung erleben. Wie so oft in der Politik.

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12 Kommentare

  1. jungs , kennt sich einer mit alkoholikern aus?

    die bürger sind wie alkoholiker, alles verleugnen, bis zum abwinken saufen, und erst wenn die leber platzt, kommt die einsicht.zu spät zwar, aber immerhin einsicht. ein guter spruch auf dem grabstein:

    er war einsichtig,doch hatte er nix mehr davon

    1.  

      Gestern war ich blau,

      auch heute war's recht mau.

      Morgen soll es trübe sein,

      da kauf ich mir 'ne Flasche Wein.

      Und wenn dann einfach nix mehr geht,

      die Fahne aus dem Munde weht.

  2. Wenn der Kurz sich angeblich mit Soros getroffen hat, da kann eigentlich nichts gutes dabei heraus kommen. Da können die Österreicher nur abwarten, aber dann ist es vielleicht zu spät !

  3. In einer verzweifelten Lage ergreift man jedes Ästchen, um nicht zu fallen.

    Allerdings bezweifle ich bei meinen Mitbürgern in Österreich, daß sie ihre fatale Lage tatsächlich erkennen und vielleicht nur dem Anreiz des scheinbar Neuem erliegen.

    Wer nicht stringent gegen die EU auftritt und sie als den meiner Meinung nach wahren Gegner einer halbwegs gesunden Gesellschaft ansieht, ist für mich persönlich als Politiker, der sich anmaßt, Österreich zu führen, disqualifiziert.

    Denn es handelt sich dann nicht mehr um Österreich, sondern eben um das politische Konstrukt für Konzerne und Banken namens EU, die nicht mit Europa ident ist!

    Ein gemeinsames Europa hat meines Erachtens mit der EU nichts gemein!

    Sie wurde undemokratisch implementiert und agiert als solche mit einem Alibiparlament, das den Namen zu Unrecht trägt.

    Denn ein Parlament, das der Massenmigration unwidersprochen zustimmt und gegenüber dem kulturellen Vefall Europas die Augen verschließt, oder sogar wissentlich mittut, hat meines Erachtens die Legitimation, die europäischen Bürger "demokratisch" zu vertreten, verspielt!

    Kurz ist nicht nur beim European Councel of foreign relations, das Soros nahesteht, sondern ein glühender EU Anhänger. Und damit für mich persönlich nicht wählbar!

    Ankündigungen vor der Wahl sind als das anzusehen, was sie sind. Wahlwerbung. Zu Beurteilung muß die Arbeit danach beurteilt werden, doch da kann es zu spät sein.

    Allerdings sind  für mich persönlich in miner Wahlentscheidung die SPÖ mit Kern, und die Grünen, keine Alternative. Denn ihre Ausrichtung bzgl. EU und Migration hat mich noch mehr schockiert!

    Zum Thema Parlamentarismus und Demokratie bzw. Vertretung der Bevölkerung und Rolle der Opposition empfehle ich folgenden Link!

    http://www.politaia.org/?p=335416

    1. Als die Mächtigen in Frankreich merkten, daß das Volk sie durchschauen könnte und LePen wählen wird, zauberten sie mit viel Geld über Nacht einen jungen "Volkstribun" aus dem Hut, einen neuen Sonnenkönig mit alter Politik !

      Als die Mächtigen in Österreich merkten, daß das Volk sie durchschauen könnte und Strache wählen wird, zauberten sie mit viel Geld über Nacht einen jungen "Volkstribun" aus dem Hut, einen neuen Kaiser mit alter Politik !

      Als die Mächtigen in Deutschland merkten, daß das Volk zu blöd ist, ihre Politik der Volksvernichtung zu durchschauen, brauchten sie noch nicht zum Zauberstab greifen !

      1. Sie haben´s erfasst!! Das einzige was zu hoffen bleibt ist die Möglichkeit, daß die künstlichen Tribunen mit der Macht anders umgehen werden als die derzeit Mächtigen es geplant haben und sich der Steuerung entziehen. Die Inthronisierung von Kurz ist jedenfalls eine sehr fadenscheinige Angelegenheit von einer Partei, der ÖVP, die neben der SPÖ  hauptverantwortlich ist für die in Österreich betriebene Zerstörungspolitik . Kurz soll nur ihre Pfründe retten mit Österreich hat das Parteigesindel nichts am Hut.

  4. Die Österreicher haben ihre Blendergranate. Wenn sie sich mit ihr zufrieden geben, dann sind sie wieder verschachert. Mei, sind unsere Leut doch bleed.

    Deswegen hat die NWO auch so einfaches Spiel.

  5. Der österreichische Außenminister scheint ein gewisses Naturtalent zu sein und könnte eventuell seine Partei, sollte er die Wahl gewinnen, verändern. Zumindest hat er in einigen wesentlichen europäischen Fragen im Sinne der Sicherheit einige Eckpfähle eingeschlagen und es wäre ihm auch bis zum Beweis des Gegenteils zuzutrauen, daß er die ÖVP im Sinne der konservativen Bürger verändert, auch gegen Widerstände innerhalb der Partei. Zusammen mit Strache ließe sich sicherlich ein erneutes Bündnis schließen und somit wären die Sozialisten in der Defensive, die ja wie bei uns in Deutschland, die Republik entgültig an die Wand fahren würden. Im Gegensatz zur Bundesregierung sind auch tatsächlich bürgerliche am Ruder zumindest von zwei Parteien, während es bei uns zwei bürgeliche Parteien zur Wahl stehen, die Schwarzen mit einer sozialistischen Kanzlerin an der Spitze und die Blauen, die sich als Bürgerpartei erst noch bewähren müssen. Somit ist uns Österreich einen kleinen Schritt voraus, aber was nicht ist kann ja bei uns auch noch werden . Warten wir`s ab.

  6. Mit Kurz wird alles besser?

    Wenn ja, sicherlich nicht für das Fussvolk. Heutzutage erblicken selten Robin Hoods und Che Cheguevaras das Licht der Welt…

  7. Man darf heute offewbar niemandem mehr trauen, auch nicht dem eigentlich sehr sympatischen Sebastian Kurz.

    George Soros höchstpersönlich soll ihn geworben haben, Mitglied beim ECFR zu werden.

    Das ECFR ist eine von Soros und 49 weiteren Kriminellen ins Leben gerufene Organisation, welche die Destabilisierung Europas durch die Flutung mit arabischen Wirtschaftsmigranten administriert.

    Quelle:
    http://www.ecfr.eu/council/members

    Suche nach GEORGE SOROS
    Suche nach SEBASTIAN KURZ

  8. Wenn man so jung ist wie Kurz will man vor allem Karriere machen!! Daher ist übertriebenes Vertrauen völlig fehl am Platz. Aber wieso überhaupt ein Risiko eingehen? Die FPÖ betreibt seit Jahrzehnten verläßliche Widerstandspolitik und das trotz des "cardon sanitair" den die Altparteien errichtet haben, was auch bedeutete, daß man keinen Zugang zu den Futtertrögen hatte und ganz im Gegenteil sogar Verfolgung zu gewärtigen war. Die Parlamentsarbeit der FPÖ ist schlagender Beweis, daß man in all den Jahrzehnten der Ausgrenzung nie vom politischen Kurs abgewichen ist. Es  spricht also absolut nichts dafür nunmehr eine von den zerstörerischen Altparteien zu wählen auch wenn sie nunmehr  knapp vor einer Wahl vorgeben freiheitliche Positionen zu vertreten.

    1. Nachtrag: Viele Positionen und Forderungen die Kurz in der Öffentlichkeit jetzt im Wahlkampf plaziert wurden von den Freiheitlichen wiederholt im Parlament als Anträge eingebracht und das seit Jahren, die alle von der ÖVP niedergestimmt wurden. Kurz ist stets Teil der Zerstörungspolitik gewesen und somit mitverantwortlich.

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