Deutschland: Die große Insolvenzwelle kommt ab Oktober

Mit Oktober wird die erste große Insolvenzwelle in Deutschland anrollen, da die Unternehmen dann wieder in der Pflicht stehen. Das wird ein böses Erwachen geben.

Von Redaktion

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat angekündigt, dass zahlungsunfähige Unternehmen trotz der politisch verordneten Corona-Krise bereits ab Oktober wieder pflichtgemäß Insolvenz anmelden müssen. „Unternehmen, die nach dem Auslaufen der bisherigen Regelung Ende September akut zahlungsunfähig sind, sollen wieder verpflichtet sein, einen Insolvenzantrag zu stellen“, sagte Lambrecht der „Rheinischen Post“.

„Denn das erforderliche Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen braucht eine tragfähige Grundlage“, sagte Lambrecht. Dagegen will die Ministerin die Aussetzung der Antragspflicht bei einer Insolvenz für alle übrigen Unternehmen bis Ende März verlängern.

„Die Corona-Pandemie ist auch in wirtschaftlicher Hinsicht noch nicht ausgestanden. Die weiterhin bestehende Unsicherheit macht auch solchen Unternehmen zu schaffen, bei denen Chancen auf eine dauerhafte Sanierung bestehen“, sagte Lambrecht. „Unternehmen, die lediglich überschuldet, aber noch nicht zahlungsunfähig sind, sollen deshalb bis Ende März 2021 Zeit bekommen, um Sanierungs- und Refinanzierungsmöglichkeiten auszuschöpfen“, erklärte die SPD-Politikerin.

„Darüber hinaus sollen die betroffenen Unternehmen von der Möglichkeit einer präventiven Restrukturierung profitieren können, an der wir mit Hochdruck arbeiten.“ Sie setze sich für eine „zeitnahe Kabinettsbefassung“ der neuen Regelung ein.

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Doch infolge der ganzen Auflagen zum „Social Distancing“ und dergleichen verschlechtert sich die Lage vor allem in der Gastronomie, sowie vielen anderen Dienstleistungsberufen. Auch der produktive Sektor leidet in vielen Bereichen unter den globalen Auswirkungen der Lockdownmaßnahmen.

Das heißt: selbst neue Kredite zur „Überbrückung“ helfen den Unternehmen nicht wirklich, sondern verschlimmern die Lage schlussendlich nur, zumal hier ganze Insolvenzkaskaden (inkl. Zulieferbetriebe und unter Umständen auch Banken) vorbereitet werden. Die staatlich angeordnete Insolvenzverschleppung wird auf jeden Fall noch für ein böses Erwachen sorgen, da selbst an und für sich gesunde Unternehmen wegen ihrer Forderungen gegenüber längst schon insolventer Firmen in finanzielle Bedrängnis kommen werden.

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3 Kommentare

  1. Todsünde Internet: Wirklich satantisch, so Konrad Lorenz, aber wirkt sich die Indoktrinierung erst dann aus, wenn sie ganz große Menschenmengen, ganze Kontinente, ja vielleicht sogar die ganze Menschheit in einem einzigen bösen Irrglauben vereinigt. Eben diese Gefahr droht uns jetzt. (damals gab es erheblich weniger Medien und das Netz war ungeboren!)

    Die sind schwerhörig, deshalb sollten wir sie beim Wort nehmen und uns für einen harten Lockdown einsetzen. Das ist genau das, womit sie nicht rechnen!
    Dazu gehört allerdings eine gewisse Flexibilität, wie sie Gruppen leider meist nicht haben.

    Der Umgang mit der „Pandemie“ macht skeptisch, auch die Verlängerung der „Pandemie“ und die ständige Verschärfung der Gangart.

    Wenn alles verseucht ist, wieso werden Einkaufstempel zum Bummeln geöffnet?
    Wieso sollen die Kinder in verseuchten Schulen unterrichtet werden?
    Wieso sollen wir in verseuchten Bussen hin- und herfahren?

    Es sieht ja wohl eher so aus, daß wir uns an die Seuchenstimmung gewöhnen sollen, daß eine Gefahrenlage geschaffen worden ist, damit auf diesem Fundament ein Polizeistaat etabliert werden kann? Vielleicht war man aber auch nur das erste Opfer seine Hysterie?

    Nach Sachlage sind die Maßnahmen kein Seuchenschutz! Die Vorgehensweise ist schizophren: auf, zu, auf, zu, man muß annehmen, daß extra Ansteckungsherde geschaffen werden, damit die Presse in Alarmstimmung verharren kann und dann alle getestet und der Laden wieder geschlossen wird!

    Wir bringen das Schiff zum Kentern, indem wir ihnen die Gewöhnung aus der Hand schlagen. Wir fordern den totalen Lockdown!
    Die Presse hat sich so tief reingeritten, jetzt nehmen wir sie beim Wort: das Virus ist hochansteckend und tödlich, darum muß die gesamte Wirtschaft heruntergefahren werden bis auf die Lebensmittelversorgung.
    Das ist zwingend, die Kinder dürfen NICHT zur Schule gehen, um mit „Maske“ in „verseuchten“ Klassenräumen zu sitzen! Das ist menschenverachtend!

  2. „Denn das erforderliche Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen braucht eine tragfähige Grundlage“, sagte Lambrecht.
    Zuerst einmal unangebrachterweise hott rufen, dann wieder hüü. Ewiges Hinbiegen, Signale aus einer Trottelregierung.

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