Dreizehnlinden – die Geschichte eines Stücks von Tirol in Südbrasilien

1933, angetrieben von der schlechten wirtschaftlichen Lage nach dem Ersten Weltkrieg, wanderte der damalige österreichische Minister für Landwirtschaft, Andres Thaler, zusammen mit einigen österreichischen Familien nach Südbrasilien aus – auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen.

Von Edgar Schülter

Südbrasilien hatte wenigsten eines gemeinsam mit Europa – die klimatischen Bedingungen ähnelten sich sehr. Die Winter sind immer frisch mit Temperaturen zwischen -3 bis +18ºC und es gibt die vier Jahreszeiten, ganz anders als zum Beispiel im so tropisch warmen Rio de Janeiro. Es waren für viele europäische Auswanderer die idealen Zustände für eine „Kolonisierung“, insbesondere auch wegen der Landwirtschaft. So auch für unsere Tiroler Auswanderer aber auch aus Vorarlberg, Oberösterreich, Kärnten – und selbst aus Wien gingen Menschen ebendahin.

In diesen Kolonien hielten die Österreicher eng zusammen und bewahrten so ihre Gewohnheiten und Kultur. Das kennzeichnete die Stadt tiefgreifend in der Erhaltung seiner Tiroler Eigenschaften. Hinzu kamen später eine beträchtliche Anzahl von Südtirolern, die auch italienisch sprachen.

Die Tiroler Kultur wird im Dialekt der typischen Architektur der Stadt (Alpen-Stil), der traditionellen Küche und von Folkloregruppen mit Tanz und Gesang erhalten. Sie wecken das Interesse der brasilianischen und europäischen Besucher und sind somit in Südbrasilien zur einer Touristenattraktion geworden. Die Verbindung zwischen der brasilianischen Nation und die stolze Bewahrung der kulturellen Wurzeln hat sich im Laufe der Jahrzehnte zur einer starken Freundschaft entwickelt. Es wird heute noch deutsch mit Dialekt gesprochen und in den italienischen Gebieten spricht man den Dialekt aus Venetien.

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Das Tiroler Fest

Das Tiroler Fest findet jedes Jahr am 13. Oktober statt, welches auch der Jahrestag der Gemeinde ist. Diese Veranstaltung die früher 2 bis 3 Tage dauerte, ist mittlerweile auf eine Dauer von 9 Tagen angewachsen. Es ist daher ein beliebtes Ziel für brasilianische und ausländische Touristen geworden. Das Programm der Veranstaltung beinhaltet Auftritte von Bands, Chören und folkloristischen Tänzen. Einer der Höhepunkte ist der sogenannte „Bierwagen“ bei den Männer und Frauen mit ihren Trachten kostenloses Bier verteilen.

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Das Handwerk hat auch eine starke Bedeutung in den Geschäften. Neben mehreren Sehenswürdigkeiten, bietet die Stadt auch eine reichhaltige Gastronomie an. Die Besucher können hier viel Komfort, guten Service und kulturelle Darbietungen finden. Dreizehnlinden ist eine typische österreichische Stadt und das mitten in Brasilien.

Die Stadt hat eine ständige österreichische Vertretung die von Montag bis Freitag zwischen 13:30 und 17:00 Uhr geöffnet ist.

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4 Kommentare

  1. Wo wir wohl hier in Zentraleuropa stehen würden, wenn unsere Kultur nicht seit über 70 Jahren (eigentlich schon bedeutend länger) bekämpft worden wäre … und immer mehr wird?

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