G20-Gipfel kostet deutsche Steuerzahler bis zu 185 Millionen Euro

Bis zu 185 Millionen Euro wird die Bundesregierung aufwenden müssen, um als Gastgeber den G20-Gipfel im nächsten Jahr zu veranstalten. Der G7-Gipfel letztes Jahr kostete knapp 113 Millionen Euro.

Von Redaktion/dts

Der G20-Gipfel 2017 wird die deutschen Steuerzahler bis zu 185 Millionen Euro kosten. Das geht aus einem Bericht des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, über den das "Handelsblatt" berichtet. Demnach hat die Bundesregierung "zur Deckung des Mehrbedarfe aus Anlass der G20-Präsidentschaft" im Haushaltsentwurf 2017 zusätzliche Mittel von "insgesamt rund 127 Millionen Euro veranschlagt", schreibt Finanz-Staatssekretär Jens Spahn (CDU).

Für einen eventuellen Mehrbedarf hat die Bundesregierung für "besonders eingebundene Ressorts zusätzlich 58 Millionen Euro veranschlagt". Der G20-Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer wird Anfang Juli 2017 in Hamburg stattfinden. Die Opposition kritisiert, die Bundesregierung betreibe mit ihrer Gastgeberrolle kurz vor den Bundestagswahlen vor allem Wahlkampf. "Mit 185 Millionen Euro lässt sich die Große Koalition ihre G20-Präsidentschaft ganz schön was kosten", sagte Grünen-Haushaltspolitiker Tobias Lindner.

Besonders für das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Bundesfinanzministerium sind wegen des G20-Gipfels zusätzliche Mittel im Haushalt eingeplant. Die Kosten des G20-Treffens dürften die des G7-Gipfels aus dem Vorjahr übersteigen. Im vergangenen Jahr hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Regierungschefs der G7-Staaten ins Luxushotel Schloss Elmau in Bayern eingeladen. Das umstrittene Treffen hat den deutschen Staat 112,64 Millionen Euro gekostet, nachdem zunächst 130 Millionen Euro veranschlagt worden waren.

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8 Kommentare

  1. Pöh, mir ham's doch ! Schnöder Mammon, raus damit !

    Ist eh nur Buchgeld ohne Wert, wenn's System crasht ham wir eh keine Schulden mehr.

    Schuldenschnitt für alle !!!

    Denn Eines ist ja wohl klar : falls die EU das überlebt, gehören Deutschlands Schulden auch allen anderen EU-Staaten. Die Nummer ist keine Einbahnstraße in die nur die Deutschen fahren würden. Auch dtsch. Schulden würden EU-weit sozialisiert.

    Dem Gipfel würde aber trotzdem noch ein Feuerwerk gut zu Gesicht stehen ! – das gehört sich doch so, bei erhabenen Anlässen !

    1. Die EU befindet sich seit 2008 im Schuldenwettbewerb. Den Regierenden vo Griechenland bis Spanien ist es doch längst klar, daß dem Euro ein Crash bevorsteht, aber man versucht, die Nettoeinzahler solange wie môglich an Bord zu halten. Je mehr Schulden ein Land macht, umso ärmer werden die Steuerzahler der anderen Länder ! Also Billionen sind doch nur noch Buchwerte, Sparbücher oder Guthaben von Privatpersonen also auch nur noch Luftnummern !

      Flüchte aus dem Euro, wer noch kann, in Sachwerte vor allem !

      1. … wobei ich zu Gold raten würde, das kann man mitnehmen, falls es mal eng werden sollte in der Heimat. Betongold ist bisschen unhandlich und sieht nach einem Krieg auch meistens geküsst aus.

  2. Was denn? Soll ich mich jetzt über 185 Mio. Euro aufregen. Soll das ein Witz sein. Unsere Facharbeiter kosten uns bis 2020 über 98 Mrd. Das ist eine Hausnummer. Da braucht mir jetzt niemand mit den paar Kröten kommen. Oder die Zinspolitik der EZB. Das hat den deutschen Sparer bis jetzt über 300Mrd. gekostet. Also lasst mal die 185.Mio ruhig stecken.

  3. G20 ist doch genauso ein Gequatsche wie G7. Nur heisse Luft. Da der Westen – federführend und richtungsweisend durch die USA – sowieso gegen alle anderen Staaten sein müssen, kann man sich die Knete sparen. Aber wir haben es ja. Wer so viel Geld alleine in der Ukraine, in der Türkei und sonst wo in der Welt verbrennt meistert auch das. Wir schaffen das! Hurra! Steuern rauf! Löhne runter!

  4. Das Geld kann auch ganz sinnlos verpulvert werden "Hauptsache die Deutschen haben es nicht"! Das ist bei den Grünen und allen linken Parteien Programm!

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