Pazifik: Gemeinsames Manöver Russlands und Chinas gestartet

Die Marine von Russland und China starten heute ihr bislang größtes gemeinsames Manöver, welches unter dem Namen „Joint Sea 2015 II“ stattfindet. Es ist ein weiteres Zeichen gegen die US-Aktivitäten in diesem Raum und die Remilitarisierung Japans.

Von Marco Maier

Gemeinsame U-Boot-Übungen und Anlandemanöver vor der Küste Wladiwostoks sollen den Hauptablauf der gemeinsamen Operation von russischen und chinesischen Marineeinheiten im Japanischen Meer bestimmen. Bis zum 28. August sind demnach 20 Kriegsschiffe im Einsatz, um die Zusammenarbeit beider Seestreitkräfte zu optimieren.

Das Manöver „Joint Sea 2015 II“ ist damit schon die zweite große Übung beider Großmächte in dieser Region. Vor allem die expansiven Bemühungen der USA und deren Alliierten sollen so gekontert werden. Es ist ein deutliches Zeichen Moskaus und Pekings, dass man notfalls gemeinsam gegen feindliche Aktivitiäten Washingtons agieren wird.

Angesichts der Remilitarisierung Japans, deren nationalistische Regierung dem US-Wunsch nach mehr internationaler militärischer Aktivität nachkommt, ist diese Übung ebenso ein Wink nach Tokio. Die Beziehungen zwischen Japan auf der einen Seite, sowie Russland und China auf der anderen Seite, sind seit dem 20. Jahrhundert belastet. Auch gibt es nach wie vor territoriale Dispute zwischen diesen Ländern.

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2 Kommentare

  1. Bei der Aggression der USA muss man derartige Aktionen Russlands und Chinas als friedenerhaltende Maßnahmen betrachten. Ohne Abschreckung geht es nicht.

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