Spratly Islands: “China wird die entsprechenden Gegenmaßnahmen einleiten”

China werde entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten, sollten die USA tatsächlich die Ankündigungen umsetzen und Kriegsschiffe sowie Kampfflugzeuge zu den Spratly Islands entsenden. US-Verteidigungsminister Carter beharrt jedoch darauf, dass die USA ihren Plan durchführen werden.

Von Marco Maier

Während US-Verteidigungsminister Ashton Carter bei einem Treffen mit dem australischen Außenminister in Boston bezüglich der Spratly Islands und dem Südchinesischen Meer sagte, dass die USA überall dorthin fahren und fliegen würden, wo dies "gemäß Völkerrecht erlaubt" sei, ist man in Peking über das US-Ansinnen nicht erfreut. Peking wies auf die unbestreitbare Souveränität Chinas bezüglich bestimmter Inseln im Südchinesischen Meer hin.

"Einige Länder lassen immer wieder ihre militärischen Muskeln im Südchinesischen Meer spielen “, sagte Hua Chunying, Sprecherin des Außenministeriums, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. "Dies ist der größte Faktor bei der Militarisierung des Südchinesischen Meeres. Wir hoffen, dass die betreffenden Länder aufhören, die Probleme im Südchinesischen Meer hochzuspielen und sich an ihr Versprechen halten, bei den territorialen Streitigkeiten keine Seite einzunehmen."

Die New York Times berichtete darüber, dass die USA ihre Verbündeten in Asien, inklusive der Philippinen, auf die Pläne von Militärpatroillen in der Nähe der Spratly Islands vorbereitete. Medienberichten zufolge sollen die Militärmissionen bereits am kommenden Wochenende eingeleitet werden.

"China wird die entsprechenden Gegenmaßnahmen einleiten", sagte Wu Shicun, Präsident des Nationalen Instituts für das Südchinesische Meer, zur Global Times. "Die konkreten Maßnahmen hängen davon ab, wie häufig die USA in den Luftraum oder die Gewässer in der Nähe der Inseln eindringen und welche Art von Flugzeugen und Schiffen sie schicken." Die ersten Maßnahmen wären demnach diplomatische und militärische Maßnahmen. Sollte dies nichts nützen, würde Peking auch nicht davor zurückschrecken, die US-Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge aktiv zu vertreiben.

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