US-Diplomatin: “Fuck the EU”

In US-Diplomatenkreisen scheint die Europäische Union kein hohes Ansehen zu genießen. Insbesondere die US-Gesandte Victoria Nuland beweist hierbei wenig diplomatisches Geschick, und schließt eine Unterhaltung mit dem US-Botschafter in der Ukraine mit den Worten "Fuck the EU".

Wenn es um die Zukunft der Ukraine geht, scheinen die USA und die EU andere Prioritäten zu haben. Ein veröffentlichter Mitschnitt zwischen der US-Diplomatin Nuland und US-Botschafter Geoffrey Pyatt zeigt eine sehr aufgeregte Unterhaltung zwischen den beiden, in dem die EU scharf attackiert wird. Am Ende der Unterhaltung schließt Nuland mit den Worten "Fuck the EU" (im Video bei Minute 3:02). Brisant daran: In wenigen Tagen soll sich Nuland mit dem ukrainischen Präsidenten Janukowytsch treffen.


Victoria_Nuland_State_DepartmentFür Nuland ist klar, dass der politisch unerfahrene Vitali Klitschko keine wichtige Rolle in der Zukunft der Ukraine spielen wird. Die EU hingegen baut doch sehr auf den Boxweltmeister. Hinzu kommt, dass die USA das Thema Ukraine lieber auf UN-Ebene diskutieren wollen, anstatt das Feld Brüssel und Moskau zu überlassen.

Zwar wird die Echtheit des Videos vom US-State Departement nicht angezweifelt, jedoch wies Washington jegliche Vorwürfe der Ukraine zurück, die USA würden sich in die internen Angelegenheiten des Landes einmischen. Dabei sprechen die Interventionen des Westens Bände: Sowohl aus der EU wie aus den USA fließt Geld an die ukrainische Opposition. Diverse politische Vereinigungen aus dem Westen - wie zum Beispiel die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung - arbeiten schon länger mit antirussischen Gruppen zusammen.

 

 

Über Marco Maier
Freier Autor und Publizist, Mitherausgeber und Chefredakteur Wirtschaft beim Contra Magazin. Kontakt: [email protected]

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