EU und IWF planen mit der Ukraine das „Modell Griechenland“

Das von der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika gedeckte Regime in Kiew unterzeichnete gestern einen Wirtschaftsvertrag, der den Weg in die totale Finanzdiktatur des IWF ebnet. Die Sparmaßnahmen und wirtschaftlichen "Reformen" werden die Ukraine ins Elend stürzen.

Der gestern unterzeichnete Vertrag zwischen der EU und der Ukraine basiert auf dem ursprünglich geplanten Assoziierungsabkommen, welches vom gestürzten Präsidenten Janukowytsch im vergangenen Herbst nicht unterzeichnet wurde. In Brüssel unterschrieben die demokratisch nicht legitimierten Vertreter aus Kiew einen Pakt, mit dem der Internationale Währungsfonds (IWF) dem wirtschaftlich und finanziell stark angeschlagenen Land umfangreiche Auflagen verordnen wird.

Darin heißt es, dass die ukrainische Regierung schnell ein ehrgeiziges Strukturreformprogramm verabschieden muss, welches auf dem Basismodell für Griechenland aufbaut. Was die Troika-Auflagen für Griechenland mit sich brachten, sieht man anhand der vielen Statistiken. Damit droht die Ukraine ebenfalls auf das Niveau eines Drittweltlandes herabzusinken, wenngleich das ökonomische Potential angesichts der vorhandenen Rohstoffe deutlich größer ist.

Doch vom Reichtum des Landes werden die Ukrainer nicht profitieren. Mit den "Reformen" werden ausländische Unternehmen zusammen mit diversen Oligarchen die Rohstoffe des Landes plündern, während immer mehr Menschen im ganzen Land in Armut und Elend versinken. Damit die Putschistenregierung, bestehend aus Ex-Bankern, Faschisten und Oligarchen, bei den geplanten Wahlen im Mai jedoch überhaupt noch eine Chance hat sich demokratisch zu legitimieren, sollen die Maßnahmen erst danach in Kraft treten. Deshalb versucht das aktuelle Regime die Ratifizierung der Wirtschaftsklauseln auch hinauszuzögern.

Für den interimistischen Premierminister Jazenjuk bedeutet dieser Vertrag die Verwirklichung des Strebens von Millionen Ukrainern, ein Teil der Europäischen Union sein zu wollen. Ein Teil jenes Europas, welches zunehmend einen "European Way of Life" in die Realität umsetzt, der aus einem konsequenten Korporatismus besteht. Eine Wirtschaftsdiktatur in der die Konzerne zum größten politischen Machtfaktor werden, dem sich die Interessen der Menschen unterzuordnen haben. Die knallharte Austeritätspolitik in Griechenland, Portugal und anderen Krisenländern sind hierbei die Vorboten des neuen Zeitalters, welches mit dem Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten endgültig auf Schiene gebracht werden soll.

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Sollten die Ukrainer den Maidan-Putschisten im Mai tatsächlich eine Regierungsmehrheit bescheren, werden sie sich bald in jenem Alptraum wiederfinden, den die Griechen und Portugiesen seit Jahren tagtäglich durchleben. Ob dies wirklich im Interesse jener Menschen ist, die den Versprechungen einer goldenen Zukunft in der Europäischen Union Glauben schenken, darf mehr als bezweifelt werden.

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