Schweden macht ernst mit der Anwendung der Gender-Ideologie. Sie stellt die letzte Konsequenz des Gleichheits-Wahns dar, indem sie die natürlichen Unterschiede der Geschlechter bis auf physisch nicht wegzudiskutierende Einzelheiten leugnet und die übrigen, real vorhandenen auf den Einfluß der Gesellschaft zurückführt. Das heißt, einfach ausgedrückt: ein Mann zu sein oder eine Frau, ist nicht anderes als die Folge einer repressiven Erziehung.

Von Florian Stumfall

Weil man also bei der Erziehung ansetzen, muß, wenn man die Uniformität der Geschlechter endgültig vollziehen will, hat sich das Stockholmer Gymnasium Södra Latins darangemacht, Zeichen zu setzen. Angeblich sind es die Schüler selbst, die das Projekt vorantreiben. Sie dringen darauf, daß beim Chorgesang die Unterteilung in Männer- und Frauenstimmen aufgehoben wird; sie wollen ihre Schulbücher inquisitorisch prüfen, ob man darin „Geschlechterstereotypen“ finden kann; sie fordern eine dritte Abteilung von Duschen für solche Schüler, die sich nicht bei männlich oder weiblich einordnen können oder mögen, eine Idee übrigens, die schon in Berlin vollzogen worden ist; sie weigern sich, die Pronomina „er“ und „sie“ zu gebrauchen und haben anstelle ein neues, neutrales Wort erfunden. Schließlich werden die Anreden für die Eltern abgewandelt in „mappa“ und „pamma“. 

Wer derart den Unterschied der Geschlechter einebnen will, gerät folgerichtig sehr schnell in einen Konflikt mit der Hetero-Sexualität. Diese lebt nämlich vom Unterschied und dies seit bisher einigen hunderttausend Jahren. Damit ist es nun vorbei. Die Abweichung von der Norm wird zur Norm gemacht. Die Attraktion, die ein heterosexueller Mann bei einer Frau empfindet, wird in den Bereich eines abartigen Verhaltens geschoben, zumindest aber mit der Auflage eines Rechtfertigungs-Zwanges versehen. Systembedingte Mängel werden durch die Reproduktionsmedizin und ein liberalistisches Adoptionsrecht behoben. Willkommene Dienste leistet da den Kindern beispielsweise ein Bilderbuch, in dem zwei schwule männliche Giraffen ein Krokodil-Baby adoptieren. Da ist gleich noch ein höchst erwünschter Seitenhieb gegen den Rassismus mit dabei.

Auf viele Menschen in Deutschland, die keinesfalls die neuesten Errungenschaften des Modernismus versäumen wollen, üben Entwicklungen gerade in den nördlichen Ländern, angefangen von den Coffee-Shops in den Niederlanden bis eben zu den Gender-Triumphen in Schweden, einen unwiderstehlichen Reiz mit Sucht-Potential aus. Es kann daher nicht verwundern, daß beispielweise in dem grün-rot regierten Baden-Württemberg von führenden Pädagogen und der Politik ebenfalls Überlegungen angestellt werden, wie man die Kinder möglichst früh mit allen Varianten sexuellen Verhaltens und der Überzeugung vertraut machen kann, daß sie alle untereinander ethisch gleichwertig seien. Die Homosexualität spielt dabei nur die Rolle des Vorreiters, im Gefolge kommen Spielarten der härteren Kategorien, die allmählich bereits, unterstützt durch eine Koalition von Geschmacklosigkeit und Indiskretion, aus dem Schattenreich stillschweigender gesellschaftlicher Duldung ins grelle Licht der Gleichheit herausgezerrt werden.

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Und hier kommt unversehens Rußland ins Spiel. Schenkt man der allgemeinen Propaganda Glauben, so werden dort Homosexuelle verfolgt. Tatsächlich aber handelt es sich bei der entsprechenden Gesetzgebung um einen Artikel des Jugendschutzes, der es untersagt, vor Kindern eine einschlägige Propaganda zu treiben. Eben das wollen zahlreiche Eltern auch in Deutschland verhindern, ohne daß sie Putin dazu angehalten hätte. In Schweden ist das anders. Dort wird die Gender-Politik als einer der Gründe gepriesen, warum die Schweden so glückliche Leute sind.

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9 KOMMENTARE

  1. Ach ja, Schweden angeblich glückliche Leute?… hahaha, wieder so ein falscher Mythos den man in die Hirne kloppen will, der aber hinten und vorne nicht stimmt.

    Auf dem Happy Planet Index HPI liegt Schweden an 52. Stelle!
    http://www.happyplanetindex.org/countries/sweden

    Da zeigt sich doch das wahre Gesicht dieses zum Einheitsbrei gleichschalten wollendes befremdlichen Landes.

    Schaut übrigens mal nach, wo all die angeblich glücklich machenden industriell hochgezüchteten Länder liegen, z.B. Deutschland, England, etc…
    Und lasst euch überraschen, wer alles unglaublicherweise auf den ersten 10 Plätzen steht… es ist gerechtfertigt, denn es kommt auf das Leben und Leben lassen an, nicht das verkrampft-zwanghafte maßregeln.

    Glück ist nicht von materiellen Dingen abhängig, sondern von…
    (bitte ergänzen, wer versteht worum es geht) 🙂

  2. "Nein, wir legen nur großen Wert auf Meinungsfreiheit." 

    Sie können mit der Freiheit ja garnichts anfangen!  Alles was in diesem Artikel steht verlangt nämlich nur nach Unfreiheit und Ungleichheit. Diese ganze Seite verlangt im Übrigen nur nach Gesetze die nur Schwarz/Weiß-Malerei kennen.  Ist eine ganz gewöhnliche Rechts&Linksradikale Seite für Menschen die wohl zu schwach sind ein eigenes Leben zu entwickeln, und die mit der Freiheit und Verantwortung nicht klar kommen. Naja für engstirnige Spießer halt. Für Menschen die eine starke Hand benötigen, die sie führt. Egal wie, hauptsache es ist ein Führer da. 

  3. Richtigerweise müsste es heißen  "Die Attraktion, die ein heterosexueller Mann bei einer Frau empfinden KANN"  

    und um Kinder wirksam vor sexuellem Mißbrauch zu schützten, sollte man sie aus dem Einflussbereich heterosexueller Männer entziehen. Denn IdR sind diejenigen die Kinder mißhandeln Heterosexuell lebende Männer. Nicht Homosexuelle.  Wäre das russische doch wenigstens so konsequent zu ende gedacht und richtig angewandt wäre es das Anti-Sexualitätsgesetz auf die Mehrheit der Kinderschänder (Hetero-Männer) ausgeweitet worden. 

     

  4. Insgesamt gesehen ist der Artikel von Herrn Stumfall nur peinlich, eine Ansammlung von Behauptungen, die so gut wie nichts über die Realität aussagen, z.B. über die Situation in Schweden, und völlig unwissend daherkommt, so z.B. über das Gender-Konzept.

    Viel sagt es aber über den Autor selbst aus: Herr Stumfall braucht eigentlich nur irgendeinen Aufhänger, ein Stichwort und schon breitet er seine flachen Positionen aus, die hinlänglich bekannt sind, wenn man seinen Schriften folgt. 

    Und eine Website, die schon CONTRA im Titel hat, scheint aus der pupertären Gegenrede, die nur Anlässe braucht und inhaltlich schwächelt, nicht hinauszukommen.

  5. Wenn die typischen geschlechtlichen Merkmale angeblich nicht mehr existieren dann ist es nicht konsequent eine dritte Toilette oder Dusche o.ä. einzurichten.Wenn alle gleich sind dann reicht doch eine Toilette und eine Dusche für alle .

    Hinter dem Genderismus steckt nicht die Erkenntnis das wir alle gleich sind,denn das sind wir natürlich nicht .alle Menschen sind vielleicht gleichwertig aber nicht gleich.Gleich sind Menschen nur in Diktaturen.

    Die Genderideologie arbeitet wie alle faschistoiden Ideolgien mit Seperation.Soviele unterschiedliche Gruppierungen erzeugen die konträr zuenander stehen um die Gesamtheit unter Kontrolle zu behalten.

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