Keine Angst vor der “Delta-Variante”

Auch wenn die sogenannte Delta-Variante von Sars-CoV-2 genauso Geimpfte trifft, so zeigen die britischen Daten, dass sie kaum zu den Todesfällen beiträgt.

Von Marco Maier

Zwar zeigt es sich, dass die indische Mutation – inzwischen “Delta-Variante” genannt – laut britischen Daten offenbar vor gegen Sars-CoV-2 geimpften Personen keinen Halt macht, doch eine Panikmache dürfte unbegründet sein.

Die britischen Daten zeigen nämlich auch, dass die Fall-Sterblichkeitsrate (case fatality rate, CFR), die übrigens deutlich über der Infektions-Sterblichkeitsrate (infection fatality rate, IFR) liegt, im Vergleich zu den anderen Varianten deutlich niedriger zu sein scheint.

Politik und Medien üben sich jedoch in Panikmache und nutzen die angeblich höhere Übertragbarkeit als Grund, ihre gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen weiterhin aufrecht zu erhalten.

Würden sich die Leute jedoch tatsächlich die Daten ansehen, würden sie erkennen, dass die Delta-Variante tatsächlich weniger tödlich ist. Diese Schlagzeilen können nur aufgrund der absurden öffentlichen Wahrnehmung, dass Indien irgendwie schlimmer getroffen wurde als der Rest der Welt, an Fahrt gewinnen. In Wirklichkeit ist die Pro-Kopf-Todesrate in Indien ein Siebtel so hoch wie in den USA; es ist nur so, dass Indien die große Winterwelle später bekam, als die westlichen Länder weitgehend damit fertig waren, wodurch die Illusion entsteht, dass Indien irgendwie schlimmer gelitten hat.

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Damit Sie selbst sehen können, dass die Warnungen übertrieben sind, hier ein Ausschnitt aus den öffentlichen britischen Daten:

Die Delta-Variante hat eine deutlich niedrigere CFR.

Da die Briten großflächig und umfangreich testen, kommt man hier der Sache schon sehr nahe. Klar, ein positiver PCR-Test heißt (insbesondere bei hohen Ct-Werten) noch nicht viel und kann nicht mit einer tatsächlichen Infektion bzw. Erkrankung gleichgesetzt werden, doch die Zahlen sprechen für sich:

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Während 77,9 Prozent der positiv Getesteten die Alpha-Variante vorwiesen, hatten immerhin 21,1 Prozent Fragmente der Delta-Variante in ihren Rachenschleimhäuten. Allerdings hängen 99 Prozent der mit Covid-19 in Verbindung gebrachten Sterbefälle (4.252 von 4.295) mit der Alpha-Variante in Verbindung.

Oder um es ganz deutlich auszudrücken: An bzw. mit der Alpha-Variante starben demnach 1,9 bis 2,0 Prozent der positiv Getesteten innerhalb von 28 Tagen nach Feststellung des Vorhandenseins des Virus oder von Fragmenten dieses Virus. Bei der Delta-Variante liegt dieser Wert bei 0,2 bis 0,5 Prozent. Also im Rahmen einer ganz gewöhnlichen Grippe.

Mit anderen Worten: Delta ist buchstäblich die Grippe mit einer CFR, der mit ihr identisch ist. Das ist genau das, was jede Atemwegspandemie in der Geschichte getan hat: sich in eine übertragbarere und weniger virulente Form verwandelt, die die anderen Mutationen verdrängt, da man diese bekommt. Das hat nichts mit Masken, Lockdowns oder experimentellen Impfungen zu tun.

In dem Maße, in dem es wirklich übertragbarer ist, wird es weniger tödlich sein, wie es bei der Erkältung der Fall ist. In dem Maße, in dem es Gebiete gibt, die unter der Schwelle der Herdenimmunität liegen (zum Beispiel in Schottland und den nordwestlichen Teilen Großbritanniens), werden sie wahrscheinlich die Delta-Variante bekommen (bis etwas anderes sie verdrängt), aber die Todesfälle werden weiter zurückgehen.

Sie können ein fast perfektes umgekehrtes Verhältnis zwischen den Hospitalisierungsraten im April und Mai sehen, die abfielen, als die Delta-Variante der dominante Stamm des Virus in England wurde. In einigen Gebieten kann es von Zeit zu Zeit zu einer leichten Schwankung kommen, da sich die Herdenimmunität ausbreitet, unabhängig davon, welche Variante gerade im Umlauf ist. Die Sterblichkeitsrate liegt jedoch weit unter der einer Grippesaison und stellt keine Epidemie mehr dar.

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Was die Impfstoffe betrifft, so gibt es keine Beweise dafür, dass sie irgendwie einen besseren Schutz bieten als eine vorherige Infektion mit irgendeinem anderen Virusstamm, und auch die Delta-Variante rechtfertigt nicht den weiteren Einsatz dieser experimentellen Impfungen. Wenn überhaupt, dann zeigen die Daten aus Großbritannien, dass in dem Ausmaß, in dem es Todesfälle aufgrund der Delta-Variante gab, es mehr Todesfälle unter den bereits Geimpften gab, relativ zur Anzahl der bestätigten Fälle nach Impfstatus.

Die Delta-Variante scheint für Geimpfte gefährlicher zu sein.

Nochmals, die Zahlen sind durchweg niedrig und es gibt keinen Beweis, dass die Delta-Variante für irgendjemanden wirklich tödlich ist. Aber es gibt sicherlich keinen Beweis dafür, dass der Impfstoff irgendwie eine größere Notwendigkeit wegen dieser Variante ist. Indien selbst scheint eine Herdenimmunität erreicht zu haben – die WHO schätzt die Infektionsraten in den meisten Orten auf zwischen 60 und 75 Prozent – mit einem Siebtel der Todesrate von England, aber mit einem Viertel des Prozentsatzes der Menschen, die eine Dosis des Impfstoffs erhalten haben.

Die gute Nachricht ist also, dass jetzt, da die meisten Länder einen hohen Grad an Herdenimmunität erreicht haben, keine Gefahr mehr besteht, dass Krankenhäuser durch eine saisonale Zunahme in verschiedenen Gebieten überrannt werden, egal welche Variante. Die schlechte Nachricht ist, dass es nach Delta noch Epsilon und 19 weitere Buchstaben des griechischen Alphabets gibt, wodurch der Kreislauf aus Fehlinformation, Angst, Panik und Kontrolle weitergehen wird.

Lassen Sie sich von den Panikmachern nicht an der Nase herumführen. Die Daten zeigen doch eindeutig, dass man vor der Delta-Variante keine Angst haben muss.

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4 Kommentare

  1. Hier in GB ist das Hauptproblem das NHS. Das wird nämlich so mies gemanagt, das die Krankenhäuser selbst in ruhigen Jahren ständig an der Belastungsgrenze arbeiten. Und das, obwohl bis jetzt jede Regierung, egal ob Labour oder Tory, jedes Jahr das Budget des NHS um zusätzliche Milliarden erhöht hat. Für 2020/ 21 beträgt das Budget über 200 Milliarden Pfund.
    Vor der “Pandemie” kamen mehrmals pro Woche in den Wintermonaten die Meldungen, das das Ziel, Patienten innerhalb von 4! Stunden zu behandeln meist nur zu 85 bis 90% erreicht wurde.
    Jetzt, bedingt durch den Aufruf “Protect the NHS” seit Beginn der Lockdowns, sind viele Behandlungen und Operationen aufgeschoben worden, weshalb jetzt mehrere Millionen Menschen auf selbige warten.
    Interessanterweise hat sich die Delta-Variante meist in den Gegenden verbreitet, in denen die Impfbereitschaft sehr gering war und sie wurde dann für schärfere Einschränkungen genutzt.
    Die MSM, hier besonders die BBC, ballern aus allen Rohren rund um die Uhr, um die Panik aufrecht zu erhalten und die Menschen zum Impfen zu bewegen, was auch wunderbar funktioniert hat. So gut wie niemand informiert sich außerhalb der MSM.
    Immer noch werden positive Testergebnisse als “Fälle” berichtet und gezählt. Aber selbst die liegen bei 0,1% auf 100000.
    Der ehemalige Gesundheitsminister, Matt Hancock (musste zurücktreten, weil er während des Lockdowns mit einer Kollegin geknuddelt hatte), wurde durch Sajid Javid ersetzt. Ehemaliger Manager bei der Deutschen Bank und nach der Parlamentswahl 2019 zunächst Innenminister, dann Schatzkanzler. Jetzt also für die Gesundheit zuständig.

    1. Das ist hier auf den Philippinen nicht anders. Wir haben in General Santos rund 700.000 Einwohner (offiziell, wahrscheinlich mehr) und 700 “aktive Fälle” (also zumindest positiv getestet). Trotzdem sind die Krankenhäuser überlastet und Lokalpolitik und Medien machen das große Drama. Warum? Weil die Krankenhäuser schon in normalen Zeiten nicht gerade für ausreichend Kapazitäten bekannt sind.
      Was man auch nicht vergessen darf: die meisten privaten Medien sind von den Werbegeldern der Pharmaindustrie abhängig. Wer das Spiel nicht mitspielt, wird mit Liebes- also Geldentzug bestraft.

  2. “Lassen Sie sich von den Panikmachern nicht an der Nase herumführen. Die Daten zeigen doch eindeutig, dass man vor der Delta-Variante keine Angst haben muss.”

    Daten glaube ich sowieso nur wenn ich sie selbst gefälscht habe(abgesehen davon verstehe ich diese Tabellen nicht)
    Tja, und ZDF und ARD sagen da aber was ganz anderes!
    Das TV hat da doch viele seriöse Quellen und Fachleute aus der ganzen Welt. Die Nachrichtensprecher sehen auch immer ganz seriös aus. Wenn Sie von den vielen Toten der Pandemie sprechen, wirken Sie auch immer betroffen. Da ist ebend alles echt!
    Nicht so wie bei den Verschwörungstheoretikern, die uns mit ihren Lügen und ihrem Verhalten alle umbrigen wollen!
    Ein weiterer Beweis der Wahrheit von ARD und ZDF ist, dass so gut wie alle Medien das gleiche berichten. Also Spiegel, Bild und so.
    Die Lügner wollen uns weißmachen, dass die Regierenden die Menschen mit impfen umbringen bzw. reduzieren wollen.
    Warum sollten die so etwas vorhaben? Es gibt genug Ressorcen für alle 7 Milliarden Menschen auf der Welt. Bald hat jeder Chinese und jeder Afrikaner auch sein eigenes Auto!
    Oder etwa nicht?

    1. “Bald hat jeder Chinese und jeder Afrikaner auch sein eigenes Auto!”
      Aber bitte ein elektrisches. Und in Afrika dann auch von der EU bezahlt.
      Mit BLM-Aufkleber und in Regenbogenfarben lackiert. Wenn schon, denn schon.
      Wenn man sich diverse Videos von Afrikanern beim Versuch bereits bestehende Technologie zu kopieren anschaut, ist Afrika der Kontinent und Markt der Zukunft.
      Genug Kobold-Minen für Elektromotoren haben sie ja schon!

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