71 Prozent der Franzosen sagen: “Das Boot ist voll”

Eine neue Umfrage hat ergeben, dass 71 Prozent der Franzosen der Meinung sind, das Land habe genug Einwanderung gehabt und könne nicht noch mehr verkraften.

Von Redaktion

Das Fraternity Barometer 2021, ein gemeinsames Projekt des Meinungsforschungsinstituts Ifop und des Labo de la Fraternité, fand heraus, dass fast drei Viertel der Befragten keine weitere Einwanderung wünschen, während eine klare Mehrheit von 64 Prozent sagte, dass Frankreich wegen der Terrorgefahr keine Flüchtlinge mehr aufnehmen sollte.

Frankreich hat zahlreiche Terroranschläge erlitten, die von Dschihadisten verübt wurden, die als “Flüchtlinge” ins Land gelassen wurden, einschließlich der Mehrheit der Terroristen des Pariser Massakers.

Auch der “moderate” Michel Barnier, der als EU-Chefverhandler für den Brexit agierte, forderte bereits ein Totalverbot für jegliche Einwanderung in die EU für die kommenden drei bis fünf Jahre ein. Wobei dieser weiterhin für die Aufnahme von Flüchtlingen ist.

Vielleicht spiegelt das das Doppeldenken wider, die die Ansichten der Menschen über die Migration immer noch plagt: Obwohl 74 Prozent anerkannten, dass “Vielfalt” Probleme und Konflikte in der Gesellschaft schafft, sagten 85 Prozent der Befragten immer noch, sie sei eine “gute Sache”.

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Dennoch werden die Umfrageergebnisse eine befriedigende Lektüre für die populistische Kandidatin des Rassemblement National, Marine Le Pen, sein, die bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr wahrscheinlich erneut gegen Emmanuel Macron antreten wird.

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass 60 Prozent der Militärs und Polizisten in einer hypothetischen zweiten Runde für Le Pen und nicht für Macron stimmen würden.

Die Umfrageergebnisse kommen inmitten einer nationalen Kontroverse in Frankreich, die durch zwei Briefe (siehe hier) ausgelöst wurde, die sowohl von pensionierten als auch von aktiven Militärangehörigen geschrieben wurden.

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Sie warnten, dass das Land auf einen “Bürgerkrieg” zusteuere, wenn Präsident Macron sich nicht mit der “Desintegration” Frankreichs befasse, die durch Islamisten und die “Anti-Rassismus”-Bewegung verursacht werde. Eine Warnung, die von der Mehrheit der Franzosen mitgetragen wird.

“Wenn ein Bürgerkrieg ausbricht, wird das Militär die Ordnung auf seinem Boden aufrechterhalten, weil es darum gebeten wird”, hieß es in dem zweiten Brief.

Ein dritter Brief, geschrieben von 93 ehemaligen Polizisten, warnte ebenfalls, dass das Land am Rande einer weit verbreiteten sozialen Unordnung steht.

Offenbar wächst die gesellschaftliche Unruhe in Frankreich immer weiter an – und die (ehemaligen) Staatsdiener sind jene, die sich nun laut bemerkbar machen.

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2 Kommentare

  1. Bei uns sagen noch welche, es geht uns besser. Gemessen am Jemen, Gruinard Island und am Bikini Atoll haben sie sicher Recht.

  2. 80% der Bevölkerung in DE sagen es kann noch mehr herein, selbst wenn dabei die eigene Mutter drauf geht. So schön kann die BRiD sein, an Veblödung kaum zu toppen. Ringsherum krempelt die Welt sich um aber wir machen nicht mit, denn wir machen alles richtig. Den Rest erledigt die Impfung, vielleicht kann man dann mit den übrigen 20% eine neue vernünftige Zukunft aufbauen.

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