Deutschland darf sich nicht in einen US-Krieg gegen China hineinziehen lassen

Washington arbeitet mit Hochdruck daran, einen militärischen Konflikt mit Peking zu schaffen. Vielleicht mit einer False-Flag-Operation für einen NATO-Bündnisfall?

Von Marco Maier

Man kann zu China stehen wie man will, doch ein militärischer Konflikt mit dem Reich der Mitte ist wahrscheinlich etwas, das jeder vernünftig denkende Mensch ablehnen muss. Dennoch versucht die aus dem Amt scheidende Trump-Administration offensichtlich mit allen erdenklichen Mitteln, einen Waffengang zu provozieren.

Der seit Jahren andauernde Handelskrieg ist für Peking nicht existenzgefährdend, wenngleich auch „nervig“. Denn für die Ruhe im eigenen Land braucht die Volksrepublik vor allem aufgrund der demographischen Verschiebungen den Kapitalzufluss von außen. Ärgerlicher ist für die chinesische Führung vielmehr der Versuch der Amerikaner, sie das „Gesicht verlieren“ zu lassen.

Man kann den Umgang Pekings mit den Uiguren oder den Tibetanern und anderen Minderheiten im Land durchaus kritisieren, doch gerade die Amerikaner, die ganze Landstriche kaputtbombardieren, blutige Regimewechsel in anderen Ländern umsetzen und im eigenen Land genügend Menschenrechtsprobleme haben, sind wahrscheinlich die Letzten, die sich über die Lage in der Volksrepublik echauffieren müssen.

Auch was Hongkong anbelangt, verhalten sich die Amerikaner (bzw. der Westen allgemein) sehr scheinheilig. Bis kurz vor der Unabhängigkeit von London war die ehemalige britische Kronkolonie ein Verwaltungsgebiet ohne einen Hauch von Demokratie. Wahlen gab es nicht. Peking hätte die Stadt einfach so in den Staatskörper integrieren können (was völkerrechtlich absolut gedeckt ist, da die Briten sich Hongkong völlig widerrechtlich aneigneten), doch mit dem Grundsatz „Ein Land, zwei Systeme“ versuchte die kommunistische Führung der Stadt mehr Freiheiten zu gewähren und so auch der Bevölkerung entgegenzukommen.

Loading...
Lesen Sie auch:  Kriegsgötter

In Bezug auf Taiwan muss gesagt werden, dass sowohl Peking als auch Taipeh jeweils für sich die Führung über Gesamtchina beanspruchen. Ein gewisser nationaler Chauvinismus ist den Regierungen beider Länder zu eigen. Doch Taiwan ist für Washington nur Kanonenfutter, ein „nützlicher Idiot“, um die eigenen außenpolitischen Ziele in der Region zu erreichen. Für entsprechende Unterstützung aus den Staaten lässt sich die taiwanesische Führung auch gerne vor den politischen Karren spannen.

Nicht zu vergessen, dass NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erst kürzlich versuchte das transatlantische Militärbündnis auf China einzuschwören und den Fokus vom nahen in den fernen Osten zu lenken. Dies geschah nicht ohne Grund. Und wenn es tatsächlich zu einem Angriff unter falscher Flagge kommt, den man den Chinesen in die Schuhe schiebt, dann wird es auch für Deutschland ernst.

Denn wenn die Arbeitslosigkeit wegen der Corona-Lockdowns erst einmal in die Höhe schnellt, weil die gesamte Wirtschaft und das Finanzsystem kollabiert, wird China als willkommener Sündenbock dienen. Auch wenn dies bedeutet, dass unter Umständen Russland auf der Seite Chinas mit in den Krieg zieht und Europa im schlimmsten Fall zu einer nuklear verseuchten Ruine wird.

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

3 Kommentare

  1. „…dass unter Umständen Russland auf der Seite Chinas mit in den Krieg zieht und Europa im schlimmsten Fall zu einer nuklear verseuchten Ruine wird.“

    Glauben Sie das wirklich Herr Maier? Sie mögen richtig damit liegen, dass die alten und neuen Falken in und um die US-Regierung als Ausweg aus dem final anstehenden Systemwechsel, wieder in der ersten Reihe sitzen wollen. Völlig falsch liegen Sie m.E. mit der Einschätzung, dass Russen und Chinesen ein gemeinsames Kriegsszenario mit den USA planen könnten und Europa zum Schlachtfeld machen.

    Merke: Die heutigen Weltraum gesteuerten Systeme lassen es nicht mehr zu, Kriege begrenzt zu führen. Das hat zur Folge, dass die Elite andere Wege gehen muss. Im vorliegenden Fall steht die neue Dreiteilung der Welt an, bei der gerade die Grenzen ausgelotet werden. Zum Opfer wird dabei die EU, was wir in ein paar Monaten auch klar erkennen werden. Übrigens; Trump wird Präsident bleiben, weil die Nomenklatura den begonnenen Friedensprozess im Nahen Osten unter Erneuerung des Geldsystems bereits begonnen hat. Warum wohl wurde extra ein Virus erfunden, um die Bevölkerungen einzuschläfern und unter Kontrolle zu bringen?

    1. Nun, sollten die Amerikaner China angreifen, wären „Präventivschläge“ gegen Russland durchaus möglich. Selbst wenn ein „heißer Krieg“ von den Eliten wahrscheinlich nicht bevorzugt wird (weil eben die nukleare Vernichtung droht), könnte auch „menschliches Versagen“ in einer aufgeheizten Atmosphäre zu einem Kriegsszenario führen, welches niemand von uns haben möchte.

      Was Trump anbelangt: Frau Griese hat einen neuen Artikel zu den Entwicklungen fertiggestellt, der durchaus sehr interessante Einblicke gibt. 🙂

    2. … Russen und Chinesen ein gemeinsames Kriegsszenario mit den USA planen…

      Die Russische Föderation und die Volksrepublik China haben – unabhängig voneinander – niemals einen Krieg mit den USA geplant. Es könnte nur sein, dass die einzige Möglichkeit zum Schutz die Rückzahlung wird – mit einer Münze, die einen grösseren Wert hat.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.