Warum es für Russland und Weißrussland nicht irrational ist, eine weitere „Operation Barbarossa“ zu fürchten

Der Plan der US-Regierung, Russland zu erobern, basiert auf dem Glauben an und dem grundlegenden Plan, eine „nukleare Vorherrschaft“ gegen Russland zu errichten – eine amerikanische Fähigkeit, einen Atomkrieg gegen Russland zu gewinnen und damit zu erobern, schreibt Eric Zuesse.

Russland und Weißrussland fürchten eine weitere Blitzinvasion – eine modernisierte Version der berüchtigten deutschen Operation Barbarossa – aber dieses Mal von der NATO (statt nur von Deutschland, wie 1940), und sie bereiten ihre Streitkräfte darauf vor.

Das Bulletin of the Atomic Scientists veröffentlichte am 1. März 2017 eine Studie, die so einleitet:

Das Modernisierungsprogramm der US-Nuklearstreitkräfte wurde in der Öffentlichkeit als Bemühung dargestellt, die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Sprengköpfe im US-Atomwaffenarsenal zu gewährleisten, und nicht, um deren militärische Fähigkeiten zu verbessern. In Wirklichkeit wurden im Rahmen dieses Programms jedoch revolutionäre neue Technologien implementiert, die die Zielgenauigkeit des US-Arsenals für ballistische Raketen erheblich steigern werden. Dieser Fähigkeitszuwachs ist erstaunlich – er steigert die gesamte Tötungskraft der bestehenden US-Raketenstreitkräfte um etwa das Dreifache – und schafft genau das, was man erwarten würde, wenn ein nuklear bewaffneter Staat die Fähigkeit hätte, einen Atomkrieg zu führen und zu gewinnen, indem er seine Gegner mit einem überraschenden Erstschlag entwaffnet.

Darüber hinaus basiert der Plan der US-Regierung, Russland zu erobern, auf dem Glauben an und dem grundlegenden Plan, eine „nukleare Vormachtstellung“ gegen Russland zu etablieren – eine amerikanische Fähigkeit, einen Atomkrieg gegen Russland zu gewinnen und es so zu erobern.

Dieses Konzept wurde in akademischen und regierungspolitischen Kreisen der USA respektabel, als 2006 praktisch gleichzeitig eine Kurz- und eine Langversion eines Artikels, der das Konzept eines nuklearen Blitz-Erstschlags befürwortete und den die beiden Co-Autoren des Artikels als „nukleare Vorrangstellung“ bezeichneten, in den beiden weltweit einflussreichsten Zeitschriften für internationale Angelegenheiten, Foreign Affairs vom Council on Foreign Relations und International Security von Harvard, veröffentlicht wurden. (Der CFR erhielt die populärere Kurzversion mit dem Titel „The Rise of U.S. Nuclear Primacy„, und Harvard erhielt die wissenschaftlichere Langversion mit dem Titel „The End of MAD?„).

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Eine Analyse von Eric Zuesse

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7 Kommentare

  1. Bei wem ist denn die deutsche Operation Barbarossa „berüchtigt“? Bei all denen, die es bedauern, daß die Bolschewisierung Deutschlands und Europas nicht schon 1914, 1918, 1923, 1932 und nicht zuletzt 1941 [geplanter Überfall Stalins auf Europa, 20.000 Panzer auf Stalins, 3.500 auf Hitlers Seite (weniger Panzer als 1968 beim Einmarsch in die CSSR)!] gelungen ist.
    Der von den satanischen Eliten in Berlin, London, Paris und Washington geplante Raub- und Eroberungskrieg einschließlich Völkermord ist mit Hitlers Präventivschlag nicht zu vergleichen.
    Wie schon bei den Kriegen gegen Irak, Jemen, Libyen und Syrien etc. dürfte es wohl in erster Linie darum gehen, ein Chaos zu verusachen und sich dann als Leichenfledderer zu betätigen. England und Frankreich bilden sich vielleicht ein, der große europäische Krieg würde am Rhein oder an der Kanalküste haltmachen!

    1. Darauf muss man wirklich erst einmal kommen, dass es sich mit „Barbarossa“ nur um die Auslösung eines Präventivkrieges Hitlers gehandelt hat, und er es mit nur 3500 Panzern schaffte so mal eben 20000 russische Panzer zu überrennen, um dann erst kurz vor Moskau von Stalin’s Truppen gestoppt zu werden.

      1. @Eckart
        Wie viele Panzer hatte die Wehrmacht denn nun wirklich?

        Man könnte ja aber auch einfach nur fragen, wo denn die russischen und die deutschen Truppen, im Verhältnis zum Grenzverlauf standen und was Clausewitz dazu sagte.

        1. Eine ältere Dame ließ sich mal vor einer großen Weltkarte zeigen wo Deutschland und Russland liegen. – Worauf sie sich bedankte und leise bemerkend fragte, ob das der Führer wüsste !

          Deine süffisante Frage nach den Panzern, musst du Hans S II. fragen – oder Clausewitz.

      2. Zu Beginn des 2. WK. war die Wehrmacht mittels einer neuartigen operativen Taktik in der Lage, die deutlich stärkere französiche Armee mühelos zu besiegen und in 3 Monaten die gesamte Friedensarmee Stalins, doppelt so groß wie die eigene, zu vernichten. Stalin war das bewußt, daher hat er den Pakt gesucht im Glauben nicht angegriffen zu werden.

        Über den Unfug von Hans S II muss man nicht nachdenken…. Man kan ja nicht ma lachen, nur wundern.

  2. Nun sind ja Überlegungen immer erlaubt, die Frage ist nur nach der Sinnhaftigkeit.

    Die Blitzkriege von damals sind heute allenfalls bei schwachen Gegnern möglich und wenn sie über keine Atomwaffen verfügen, ansonsten wäre es ein Selbstmordkommando oder die gegnerische Regierung packtiert mit dem Feind, so wie man bei uns derzeit einen nicht erklärten Krieg gegen die eigene Bevölkerung durchzieht um dieses Land entgültig aufzulösen und der EU als Gesamtheit zuzuführen, mit weniger Rechten und Duldung und Steuerrung durch die Okkupatoren im gemeinsamen Geiste.

    Rußland ist sich durchaus der ständigen Gefahr bewußt und sie haben wie alle anderen Länder nur eines zu verlieren, ihre Seele und ihr Land, so wie andere auch und das werden sie im Ernstfall verteidigen bis zum letzten Mann, wenn das überhaupt noch nötig ist, denn sie werden dann darauf aus sein, die Gegner mit ballistischen Waffen und Atomköpfen so zu schädigen, daß denen nach dem ersten Schlag die Lust vergeht, wenn sie diesem Chaos dann überhaupt noch entrinnen können.

    Das würde im übrigen alle betreffen, die sich an Rußland vergreifen wollen und solange die Waffentechnik anderer nicht wesentlich überlegen ist und auch auf Heimtücke und Schnelligkeit setzt, wird sich dieser Gedanke nicht durchsetzen lassen und es wäre besser die Finger wegzulassen, denn die Hauptstädte Europas wären zuerst pulverisiert und man darf die unterseeischen Kampfeinheiten nicht vergessen, die können überall losschlagen und auch den Ami gewaltig treffen, wenn sie nicht schon vorher eine auf die Mütze gekriegt haben.

    Alte Strategien mögen ja zum damaligen Zeitpunkt nützlich gewesen sein, heute ist das völlig anders und wenn man das so weiter denkt, dann könnte der Soldat im herkömmlichen Sinne bald auch entfallen und die Kriege finden ferngesteuert statt, was sicherlich ein höheres Risiko darstellt, aber im Falle von Nordkorea sieht man ja wie Abschreckung funktioniert, weil niemand so richtig weiß, welche Konsequenzen entstehen könnten, ansonsten wäre die schon lange weg vom Fenster.

    Rußland wäre aus heutiger Sicht allenfalls richtig gefährdet, wenn es in eine Zweifronten-Auseinandersetzung geraten würde, sollte sich der Westen mit China in dieser Frage einig sein, wobei sich diese Frage derzeit nicht stellt, weil man das geschickte Taktieren beobachten kann und außerdem sind sie nicht so auf Krawall gebürstet wie andere auf dieser Welt und was die Härte nach innen anbelangt, so ist das auch als Verteidigungsbemühung zu sehen, denn der Feind leistet auch dort schon lange Wühlarbeit und keine Regierung kann diesem Vorgehen zustimmen und das hat nichts mit Unterdrückung zu tun, das ist der Kampf um Selbsterhalt, auch wenn die Gegenseite immer wieder mit den gleichen Argumenten der Freiheit kommt und nun sollte man sich mal fragen, ob die bei uns umfänglich gegeben ist, dazu muß man kein Russenfreund sein um diese Frage leicht beantworten zu können, von den ganzen einseitigen Vertragsverletzungen der letzten Jahrzehnte abgesehen.

    1. Klare und sachliche Darstellung . Genau so würde es ablaufen, würde wieder jemand(kann nur die USA im Bunde mit NATO-Versallen sein) versuchen Russland kalt zu stellen .

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