Biden will Trumps Venezuela-Regime-Change-Politik aufrechterhalten

Erwartungsgemäß wird sich auch unter einer Biden-Administration in Sachen aggressiver Außenpolitik der Vereinigten Staaten nicht viel ändern.

Von Redaktion

Die Biden-Administration hat gesagt, dass sie weiterhin den venezolanischen Oppositionsführer Juan Guaido formell als Präsident von Venezuela anerkennen wird, obwohl Nicolás Maduro eindeutig der eigentliche Führer des sozialistischen Landes ist.

Bidens Kandidat für das Amt des Außenministers, Anthony Blinken, sagte den Senatoren am Dienstag, dass Guaido der anerkannte Führer sein wird, eine Politik, die im Januar 2019 begann, als der Oppositionsführer sich auf Ermutigung Washingtons während der Versuche der Trump-Administration, einen Militär- und Volksaufstand gegen Maduro zu schüren, als „Interimspräsident“ und auch als „amtierender Präsident“ bezeichnete.

Während seiner Ausführungen deutete Blinken auch an, dass die neue Administration die Sanktionen aufrechterhalten wird. „Wir brauchen eine effektive Politik, die Venezuela zur Demokratie wiederherstellen kann, beginnend mit freien und fairen Wahlen,“ sagte er.

Er sagte, Biden werde versuchen, wirtschaftliche Strafmaßnahmen „effektiver anzuvisieren“, um Maduro dazu zu bringen, beiseite zu treten und Juan Guaido zu erlauben, seine Position einzunehmen, so Reuters.

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Blinkin sagte weiter, er glaubt, dass die USA nicht in Verhandlungen mit Maduro für das Ende der Sanktionen oder irgendeine Art von Erleichterung geben sollte, schwor aber stattdessen, dass Caracas „wirklich den Schmerz fühlen“ müsse.

Derzeit erhält die OPEC-Nation Hilfe vom Iran und Russland bei der Umgehung einer US-Öl- und Kraftstoffblockade. Die US-Sanktionen zielen darauf ab, den Export von Rohöl und den Import von Benzin für den Inlandsgebrauch zu verhindern (Venezuelas marode Raffinerien sind nicht in der Lage, genug Kraftstoff zu verarbeiten, um die Inlandsnachfrage zu decken).

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Während Guaido auch von über einem Dutzend US-Verbündeten als Präsident anerkannt wird, tut dies die Mehrheit der Länder – einschließlich des mächtigen Russland und China – nicht. Er behauptet seit langem, dass Maduros Wiederwahl 2018 „manipuliert“ war – etwas, das auch die USA behauptet haben.

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Ein Kommentar

  1. Das dürfte wohl keine Überraschung sein. Für die US-Eliten ist es nicht hinnehmbar, dass der Staat mit den größten nachgewiesenen Rohöl-Vorräten der Welt dauerhaft nicht unter der Kontrolle von US-Konzernen steht. Andererseits fließt ein Großteil der Gewinne indirekt doch in die USA, denn die sozialistischen Oligarchen des Landes investieren ihr Raubgut bevorzugt an der Wallstreet und in London, weshalb sie Sanktionen auch so empfindlich treffen. Dennoch ist aus Sicht der USA natürlich ein Marionetten-Regime nach neokolonialem Muster vorzuziehen. Um es stabil zu halten, sollten sie nur beim Prinzip Teile und Herrsche nicht zu sehr geizen, sonst wenden sich die Marionetten den geopolitischen Konkurrenten zu.

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