„Befreiung“ oder „Zusammenbruch“ ?

Deutschland und Korea haben durchaus eine ähnliche Geschichte. Wie geht es mit Nordkorea weiter?

Von Hans-Jürgen Klose

Wir haben eine Geschichte, die von der des säbelrasselnden Nordkorea gar nicht so verschieden ist. Wir sind uns als Musterschüler der USA allerdings nur selten uns dessen bewusst. Bis in die 60-iger Jahre sprach man in Deutschland vom Ende des 2. Weltkriegs als vom „Zusammenbruch“. Das war so bis uns verordnet wurde, dass das eine „Befreiung“ war – natürlich nur im westlichen Jargon. Ich glaube im Osten ist niemand auf die Idee gekommen, bei 3,4 gefallenen und 800.000 in Gefangenschaft umgekommenen deutschen Soldaten sowie 16 Millionen Ostvertriebenen von Befreiung zu sprechen. Aber hier sollte jetzt zunächst ein Punkt sein.

Stattessen sehen wir aus aktuellem Anlass nach Nordkorea. Um die Person des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un wurde schon viel gerätselt. Jetzt macht er eine Kampfansage an die USA – und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Vereinigten Staaten so angeschlagen sind wie noch nie. Auch in Korea vergisst man nicht so leicht die Geschichte des eigenen Landes.

Die USA waren bei der Teilung Koreas die treibende Kraft nach dem 2. Weltkrieg und das geteilte Land wurde dann sofort in den nächsten Krieg gestürzt. Südkorea zusammen mit den USA und UN-Truppen gegen Nordkorea und China. In diesem Ringen war es das Ziel Nordkoreas, das Land wieder zu vereinigen. Der Krieg wurde zum Stellungskrieg am berühmten 38. Breitengrad. Er forderte 4 Millionen Tote. Die chinesischen Truppen blieben bis 1958 im Land. Wie es nach dem 2. Weltkrieg auch bei uns der Fall ist, blieben Teile der amerikanischen Armee bis heute.

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Fast hatte es so geschienen als seien Trump und Kim Jong-un bereit ein neues Kapitel aufzuschlagen. Die jetzigen Worte des nordkoreanischen Führers sind aus der Erfahrung mit den USA gewachsen. Trump hatte keine Möglichkeit gegen den Deep State im eigenen Land. Jedoch konnte keine Wirtschaftsblockade Kim Jong-un in die Knie zwingen. Er stammt aus einer Kriegerdynastie in der die Staatsführung bei jedem Generationswechsel auf den Sohn übergeht. Mit 26 wurde Jong-un General und ist seit dem Tod seines Vaters „Oberster Führer der Partei und des Militärs“.

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Biden ist nicht aus dem Holz eines Trump, so dass er dem Koreaner begegnen könnte.

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Ein Kommentar

  1. „In diesem Ringen war es das Ziel Nordkoreas, das Land wieder zu vereinigen.“

    Nun, da kommt mir die sogenannte Wiedervereinigung D.tschlands in den Sinn, von der die D.utschen das Ende der s.zialistisch-k.mmunistischen D.ktatur erhofften, erwarteten, das dann auch scheinbar !!! zunächst eingetreten war.

    Jetzt müssen wir leider feststellen, dass nicht die B.D die D.R geschluckt hat, sondern umgekehrt und dies nun erst richtig in Richtung orw.llschen s.zialistisch-k.mmunistisch-s.t.nistische Weltd.ktatur mit Vollgas gesteuert wird.

    Daher kann ich mir nur vorstellen, dass eine Wiedervereinigung von Süd- und Nordkorea ebenfalls darauf hinauslaufen soll nach Wunsch der S.zialisten/K.mmunisten/S.t.nisten. – Daher wäre meines Erachtens davon eher abzusehen bzw. aus der d.utschen Erfahrung heraus mindestens höchste Vorsicht walten zu lassen.

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