Coronavirus: China warnt vor Mutationen

Während sich das neue Coronavirus über China hinaus verbreitet, warnt Peking vor Mutationen. Man will die Fehler von früher, wie bei Sars, vermeiden.

Von Redaktion

Inzwischen sind mehrere Hundert Fälle von Erkrankungen mit einem neuen Coronavirus bekannt, welches eine Lungenentzündung verursacht. Der Großteil davon in Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei. Dort sind bei mittlerweile 258 Erkrankungen 6 Todesfälle zu verzeichnen.

Die Viruserkrankung hat sich durch Auslandsreisen von Chinesen bereits in andere Länder ausgebreitet. Neben Japan, Thailand und den USA gibt es bereits einen Verdachtsfall in den Philippinen.

Inzwischen führen immer mehr Länder an den Flughäfen Sicherheitsmaßnahmen ein, um erkrankte Passagiere möglichst frühzeitig zu erkennen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will heute darüber entscheiden, ob die Krise ein öffentlicher Gesundheitsnotfall von internationalem Interesse ist oder nicht. Ein Etikett, das nur die komplexesten Pathologien mit dem Potenzial zum Überschreiten von Grenzen kennzeichnet. Die WHO könnte eine Einschränkung des Reiseverkehrs oder andere drastische Maßnahmen der globalen Regierungen empfehlen.

Angesichts der hohen Alarmbereitschaft der globalen Gesundheitsbehörden haben die lokalen Behörden in Wuhan angekündigt, dass in der Stadt 800 Krankenhausbetten in drei getrennten, ausgewiesenen Pflegekrankenhäusern bereitstehen und laut lokalen Medienberichten kurzfristig 1.200 vorbereitet werden sollen.

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Mit dem Beginn der chinesischen Neujahrsreise befürchten viele, dass Millionen von Chinesen, die ins Ausland oder in den Urlaub reisen, die Ausbreitung des Virus mit einer exponentiellen Geschwindigkeit unterstützen werden. Chinesische Gesundheitsbehörden haben die Möglichkeit dafür heruntergespielt. Sie sagen aber auch, dass sie es nicht unterschätzen wollen. Immerhin hat der letzte große Ausbruch, SARS im Jahr 2003, 800 Menschen getötet.

Chinesische Beamte haben inzwischen eine Pressekonferenz abgehalten, die alles andere als die übliche Erklärung von „Alles ist in Ordnung“ war. Die besonders bedrohliche Warnung, dass das Virus mutiert und sich verbreitet, ist möglicherweise auf den schlechten Umgang mit dem SARS-Ausbruch in den Jahren 2002/3 zurückzuführen, der durch Vertuschungen und die offizielle Zurückhaltung beim Informationsaustausch gekennzeichnet war.

Li Bin, stellvertretender Leiter der chinesischen Gesundheitskommission, bestätigte, dass es bei diesem neuen Ausbruch 440 bestätigte Coronavirus-Fälle gibt und dass 9 Menschen gestorben sind. Etwa 1.394 Patienten werden medizinisch überwacht.

Beamte bestätigten auch, dass der Flughafen Wuhan über Screening-Geräte verfügen wird (und die Bürger von Wuhan aufgefordert wurden, den Reiseverkehr zu beschränken) und ein landesweites Überwachungssystem eingerichtet wird. Schließlich sagten die Beamten, dass sie Informationen rechtzeitig und öffentlich veröffentlichen und ihr Bestes tun werden, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

Und all dies geschieht, während sich Hunderte von Millionen auf die Neujahrsfeier vorbereiten… Eine Zeit, in der viele Chinesen herumreisen und die Krankheit verbreiten können.

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