IOM-Migrationslobbyismus ohne Verstand

Wenn die Internationale Organisation für Migration für mehr Migration wirbt, ist das Lobbyismus pur. Vor allem mangelt es an gesundem Menschenverstand.

Von Michael Steiner

In der „Welt“ darf die Internationale Organisation für Migration wieder einmal umfangreiche Lobbyismus-Arbeit leisten. Sie halte einen stärkeren Abbau von Grenzen für erstrebenswert, heißt es dort. Ach ne… Wäre es zu erwarten, dass sie das Gegenteil fordert?

„Es ist ein Mythos zu glauben, dass Grenzen Migration verhindern – sie verlagern sie nur in den illegalen Bereich“, sagte die Deutschlandchefin der IOM, Monica Goracci, der Springer-Zeitung. Die Menschen würden sich eben den Schleppern zuwenden, wenn es keine legalen Einwanderungsmöglichkeiten geben würde.

Nun ja, wenn die Zielländer der illegalen Migranten eine harte Linie fahren würden (was ja so gut wie nie geschieht), sänke auch die Bereitschaft Unsummen für Schlepper auszugeben. Wer Tausende an Euros für die kriminellen „Reisebüros“ und deren gefährlichen Reiserouten ausgibt und sich dann rasch wieder auf dem Flug zurück in die Heimat befindet, wird seine Landsleute vor solchen Abenteuern warnen.

Doch bei der IOM will man stattdessen einen anderen Weg gehen. Die Forderung der Organisation lautet „Barrieren abbauen“, indem man „legale Zuwanderungswege“ schaffe. Nun gut, faktisch jedes Land in Europa bietet bereits legale Wege einzuwandern, die eben oftmals mit bestimmten Anforderungen einhergehen. Der Abbau von diesen Barrieren hieße jedoch, die Anforderungen massivst zu reduzieren.

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Zwar betonte Goracci, dass jeder Staat das Recht habe, „selbst zu entscheiden, wer ins Land kommt“, doch diese Einschränkung soll möglichst aufgeweicht werden. Die Forderung, mit der Schaffung legaler Zuwanderungswege die illegale Zuwanderung reduzieren zu wollen ist jedoch völliger Schwachsinn. Im Grunde genommen kommt nämlich faktisch dasselbe Clientel ins Land – nur eben auf anderem Wege.

Bezeichnend ist aber, dass die IOM-Deutschlandchefin gleich auf den Arbeitskräftebedarf in der EU zu sprechen kommt. „Wir wissen, dass es einen Arbeitskräftebedarf in allen europäischen Ländern gibt“, sagte Goracci. So fänden sich in Deutschland oder Italien kaum Arbeitnehmer, die bereit seien, „auf den Feldern bei der Ernte zu helfen, Reinigungsarbeiten oder körperlich schwere Arbeiten auf dem Bau durchzuführen“, so die IOM-Deutschlandchefin weiter. Viele Migranten böten an, diese Arbeiten zu übernehmen.

Doch was bedeutet dies für die Migranten selbst? Harte Arbeit für kleines Geld – und auf den Feldern dazu noch nur saisonal. Und dann sollen beispielsweise afrikanische Arbeiter auf den italienischen Feldern jene Tomaten pflücken, die dann in Dosen verpackt nach Afrika verschifft werden und dort die Tomatenbauern um ihr Einkommen bringen. Warum? Weil die EU-Subventionen die italienischen Tomaten so billig machen, dass selbst die afrikanischen Bauern nicht damit mithalten können.

Wer aber nur Lobbyismus-Arbeit für eine stärkere Zuwanderung nach Europa betreibt, interessiert sich wohl kaum für solche Details. Hauptsache es kommen mehr und mehr Menschen aus Afrika und Westasien nach Europa. Die Auswirkungen (wie wir sie bereits in vielen Regionen des Kontinents – wie in Schweden oder den Vororten in Frankreich – sehen können) einer liberalen Migrationspolitik sind schon jetzt deutlich erkennbar. Soll sich das flächendeckend in ganz Europa ereignen?

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4 Kommentare

  1. Alles derlei Gebaren läuft auf eine Anarchie, jeder gegen jeden hinaus.
    Das Feld von morgen wird heute beackert.

    Es ist ein Irrtum zu glauben, wo wer ausgezogen, dort quartiert sich was Besseres ein.
    Das Niveau und alle damit einhergehend funktionierenden Garantien bewegen sich im damit Fall.

  2. Zitat: „Wer Tausende an Euros für die kriminellen „Reisebüros“ und deren gefährlichen Reiserouten ausgibt und sich dann rasch wieder auf dem Flug zurück in die Heimat befindet, wird seine Landsleute vor solchen Abenteuern warnen.“
    Dass die Goldstücke freiwillig in ein Flugzeug nach Hause steigen, ist wohl tiefste Hoffnung. Noch dazu in solchen Massen wie sie gekommen sind. Die würden an Bord randalieren, dass kein Pilot abhebt. Und wenn, dann ist noch nicht gesagt, dass er am Zielflughafen überhaupt landen darf, und die Fracht angenommen wird. Denn wer kommt als erstes? Diejenigen, die in ihrem Land Ärger haben. Also Kriminelle und Geistesgestörte. Die würden hier garnicht auffallen, haben wir doch selbst 75% Geistesgestörte, die die POlitiker, welche den Wahnsinn ermöglicht haben, mit Wahlkreuz gewünscht haben.

      1. Hihi, aber ich finde Frachtschiffe zweckmäßiger. Schlauchboote zur Landung gibt es sicher genug, und am Ziel wird mit dem Wasserwerfer klar Schiff gemacht. Die Italiener haben doch 10.000 in nur vier Tagen vor der Libyschen Küste gefunden. So viele Transportmaschinen sind in Deutschland garnicht einsatzbereit….

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