Der chinesische Zerstörer Shenyang. Bild: Flickr / Simon Yang CC BY-SA 2.0

Je schlechter die wirtschaftliche Lage in der Volksrepublik China, umso größer die Wahrscheinlichkeit einer Invasion in Taiwan. Davor warnt Taiwans Außenminister.

Von Redaktion

Während sich die globale synchronisierte Verlangsamung verschärft, warnt Taiwan nun, wenn Peking keine sanfte Landung in seiner Wirtschaft schaffen kann, würde die Gefahr einer chinesischen Invasion in Sicht sein.

Taiwans Außenminister Joseph Wu hat am Mittwoch in einem Reuters-Interview Alarm geschlagen, als er sagte, chinesische Beamte würden wahrscheinlich in das selbstverwaltete Taiwan eindringen, um vom wirtschaftlichen Druck im Inland abzulenken, wenn keine sanfte Landung erreicht werden könne.

„Wenn die interne Stabilität ein sehr ernstes Problem darstellt oder die wirtschaftliche Abkühlung für die führenden Politiker zu einem sehr ernsten Problem geworden ist, ist dies der Anlass, mit dem wir sehr vorsichtig umgehen müssen“, sagte Wu. „Wir müssen uns auf die schlimmstmögliche Situation vorbereiten… einen militärischen Konflikt“, warnte er.

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Chinas untragbare Schuldenlast und die daraus resultierende Unfähigkeit Pekings, den Kreditimpuls anzukurbeln, haben Wu sicherlich Angst gemacht. Wu weiß, dass der militärische Konflikt mit dem chinesischen Festland näher rückt, wenn Chinas Wirtschaft, die sich bereits einem 30-Jahrestief nähert, weiter implodiert.

Strategische Karte für eine mögliche Invasion Taiwans durch China.

Wu bemerkte, dass Chinas Wirtschaft im Moment wackelig ist, aber nichts, was auf einen bevorstehenden Konflikt hindeuten würde.

„Vielleicht wird Xi Jinping selbst in Frage gestellt, weil er nicht in der Lage ist, das Wachstum der chinesischen Wirtschaft aufrechtzuerhalten“, sagte Wu und bezog sich dabei auf den chinesischen Präsidenten.

„Dies ist ein Faktor, der die chinesischen Staats- und Regierungschefs veranlassen könnte, Maßnahmen nach außen zu ergreifen, um die Aufmerksamkeit des Landes abzulenken.“

Taiwan-Konflikt: Xi will ein deutliches Zeichen setzen

Chinas wachsende militärische Präsenz in der Taiwanstraße, dem Südchinesischen Meer, dem Ostchinesischen Meer und dem Philippinischen Meer sei „sehr ernst“ geworden, sagte Wu.

„Wir hoffen auf jeden Fall, dass Taiwan und China friedlich zusammenleben können, aber wir sehen auch, dass es Probleme gibt, die von China verursacht werden, und wir werden versuchen, damit umzugehen“, sagte er.

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Und um die Sache noch komplizierter zu machen, hat der Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des US-Repräsentantenhauses kürzlich einstimmig über einen neuen Gesetzesentwurf abgestimmt, der die Beziehungen zwischen Washington und Taipeh stärken soll.

„Spiel mit dem Feuer“ – Peking warnt Washington wegen Taiwan

Das Gesetz heißt Taiwan Allies International Protection and Enhancement Initiative und würde es den USA ermöglichen, Taiwan vor dem diplomatischen Druck Chinas zu schützen.

Die Trump-Regierung hat Taiwan um Milliarden von Dollar Kampfjets, Panzer und andere Militärwaffen verkauft, um die Verteidigung zu stärken, falls Peking versucht, eine Invasion auf der Insel zu starten.

Angesichts des weiterhin weltweit florierenden makroökonomischen Gegenwinds dürfte sich Chinas Wirtschaftswachstum bis 2020 verlangsamen. Jeder Rückgang des chinesischen BIP sollte mit der zunehmenden Wahrscheinlichkeit einer chinesischen Invasion in Taiwan korrelieren.

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1 KOMMENTAR

  1. Nachdem was der Außenminister Wu hier so von sich gibt muß der Mann ein geheimes Konto haben . Denn ohne ordentliche Bezahlung kann man solche Storys wohl kaum an die Öffentlichkeit bringen wollen .
    Den Präsident Xi wird das wohl kaum jucken der ist von den Amis inzwischen ja einiges gewohnt .
    Also mit der untragbaren Schuldenlast da komm ich immer durcheinander , sind’s jetzt die Chinesen oder die Amis oder beide ?

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