Trump und Erdogan. Bild: US-Botschaft in der Türkei.

Washington und Ankara haben ihre massiven Probleme miteinander. Viel böses Blut wurde geschaffen.

Es ist nicht zu leugnen, dass die bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren einen massiven Einbruch erlebt haben. Diese zeichnen sich heutzutage durch eine lange Liste von Widersprüchen aus, die Ankara mit dem Status eines NATO-Verbündeten unvereinbar machen.

Es ist kaum ein Geheimnis, dass die Beziehungen zwischen Washington und Ankara von der Entschlossenheit der Türkei getrieben wurden, ihren Status als NATO-Macht beizubehalten, als sie sich bereits 1952 der Organisation des Nordatlantikvertrags (NATO) anschloss.

Zunächst war der Westen ziemlich skeptisch gegenüber der Idee, eine größere muslimische Macht in das Bündnis aufzunehmen. US-Präsident Harry Truman konnte sowohl die breite Öffentlichkeit als auch die politischen Entscheidungsträger überzeugen, da er befürchtete, dass die Türkei unter den Einfluss der UdSSR fallen würde. Die Möglichkeit einer Annäherung zwischen Ankara und seinem unmittelbaren kommunistischen Nachbarn wurde in Washington als große Herausforderung angesehen, da die Türkei die volle Kontrolle über solche Meerengen wie den Bosporus und die Dardanellen ausübt, die für jedes Militärbündnis, das im Schwarzen Meer aktiv sein will, von größter Bedeutung sind.

Damals war die Teilnahme der Türkei am Koreakrieg auf Seiten der Vereinigten Staaten ein Schlüsselindikator für ihre Bereitschaft, zum Bündnis aufzusteigen, da sie Tausende von Soldaten für diesen Konflikt engagierte. Darüber hinaus erklärte sich die Türkei bereit, für die Dauer des Kalten Krieges ein „Wachposten“ an den Grenzen der UdSSR zu werden.

Die Zeiten ändern sich jedoch ebenso wie die Prioritäten der wichtigsten internationalen Akteure. Alles, was nach einer langen Liste von Beschwerden übrig bleibt, sind die antiamerikanischen Gefühle innerhalb der türkischen Gesellschaft, wobei einige ihrer Mitglieder ihre Frustration über die ständige US-Militärpräsenz in der Türkei auf den Straßen zeigen.

Der vollständige Premium-Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.

Bitte hier klicken und ein Abo (Werbefreiheit, Extras) 

bereits ab € 4,95/Monat abschließen!

Liebe Leser, wenn sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen sie per email: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für ihre Hilfe!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here