F-22 "Raptor". Bild: Flickr / DVIDSHUB CC BY 2.0

Militäranalysten streiten sich um die Behauptungen Chinas, dass man jetzt US-Stealth-Flugzeuge mit Meterwellen-Radartechnologie verfolgen könne.

Es scheint unwahrscheinlich, dass Peking über eine solche Fähigkeit verfügt, aber es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden: Kann China den F-22 Raptor Stealth Fighter, Amerikas luftgetragene Speerpitze, verfolgen?

Laut der Global Times kann Chinas „Meterwellenradar auf Fahrzeugen, an Land und auf Kriegsschiffen eingesetzt werden, wodurch ein dichtes Netz entsteht, in dem sich feindliche Stealth-Flugzeuge nirgendwo verstecken können.“ Darüber hinaus fungiert es auch als Feuerleitradar, das Raketen auf heimliche Jets wie den F-35 Joint Strike Fighter lenken kann.

In einem Bericht von Michael Peck von The National Interest sagen chinesische Wissenschaftler, dass sie ein grundlegendes Dilemma gelöst haben, das dem Radar inhärent ist. Hochfrequenzradare, wie z. B. Mikrowellenradare, senden viele kurze Impulse aus, mit denen Waffen auf ein Ziel gelenkt werden können.

Niederfrequenzradare, die meterlange Wellen aussenden, eignen sich besser für die Suche in einem Gebiet, sind jedoch für die Feuerkontrolle nicht präzise genug. Das bedeutet, dass Hoch- und Niederfrequenzradare für Such- und Feuerkontrolle gepaart werden, heißt es in dem Bericht.

Stealth-Flugzeuge sind so geformt, dass sie nicht von Hochfrequenzstrahlen erfasst werden. „Meterwellenradare können Stealth-Flugzeuge erkennen, da moderne Stealth-Flugzeuge hauptsächlich darauf ausgelegt sind, die Erkennung durch Mikrowellenradar zu vermeiden, und für Meterwellenradare weniger stealth-fähig sind“, so Global Times.

„Analysten sagten jedoch zuvor, dass Messwellenradare aufgrund ihrer geringen Auflösung und Genauigkeit nur Warnungen über eingehende Bedrohungen senden können. Und selbst wenn Mikrowellenradare die Mängel der Meterwellenradare ausgleichen, können sie diese Mängel nicht vollständig beheben.“

Wu Jianqi, leitender Wissenschaftler bei der staatlichen China Electronics Technology Group Corporation, erklärte gegenüber den chinesischen Medien, dass sein Team dieses Dilemma gelöst habe.

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2 KOMMENTARE

  1. Es gibt doch bereits etliche Jahre Verfahren und Möglichkeiten, die Stealth-Objekte sichtbar zu machen.
    Die hier vorgeschlagene Lösung könnte die 6. bis 7. sein, vielleicht gibts aber noch paar geheime Varianten mehr….
    Man wird den Konkurrenten nicht alle neuen Tricks gleich verraten.
    Das Problem wird den chinesischen (?russischen) Militärs wenig oder kaum schlaflose Nächte bereiten.

  2. Was mich wundert: Kürzlich las ich irgendwo zu diesem Thema einen Kommentator, der meinte, daß ein Objekt wie ein Kampfflugzeug – und besonders bei den üblicheerweise hohen Geschwindigkeiten – doch in jedem Fall Luft verdrängen muß. Und ERHITZEN! Also müßte es doch möglich sein mittels Infrarot diese erhitzten Bereiche sichtbar zu machen. Und Raketen mit einem dafür konzipierten Detektor müßten doch auch der erhitzten Luftverdrängungsspur folgen können. Und da diese Flugzeuge natürlich nicht ‚unhörbar‘, sondern ausgesprochen ‚volltönend‘ sind, müßte eine Suchrakete doch auch mit einem entsprechenden Schalldetektor versehen, das Flugzeug verfolgen und … na ja, eben treffen können. Gut … nur so meine Meinung als Laie, aber … trotzdem. Wundert mich, daß ich da noch nie was in der Richtung gelesen habe. Ich meine … U-Boote sind doch auch mittels Schalldetektoren aufgespürt und dann mit Wasserbomben oder Torpedos vernichtet worden. Warum soll(te) das nicht auch bei Kampfflugzeugen möglich sein?

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