General Haftar will sämtliche Kriegsschiffe und Kampfjets der Türkei in Libyen angreifen. Die Türkei droht mit Vergeltung.

Von Marco Maier

General Haftar könnte bald schon die Kontrolle über einen Großteil Libyens ausüben. Ein Sieg über die Truppen der von den UN unterstützten Einheitsregierung in Tripolis scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch diese erhält auch militärische Unterstützung aus der Türkei. Die jüngste Kampfansage Haftars (wir berichteten) sorgt nun für massive Spannungen.

Der türkische Verteidigungsminister, Hulusi Akar, warnte laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu Haftar bereits vor einem „großen Preis“, den er und dessen Truppen bezahlen müssten, sollten sie türkische Militärs attackieren. „Wir werden auf dem effektivsten und starken Weg Vergeltung üben“, warnte er. Es sei bekannt, dass die Türkei entsprechend auf „antagonistische Aktionen“ gegen das Land reagiere.

Nachdem die Libysche Nationale Armee (LNA) Haftars nun auch eine türkische Militärdrohne abgeschossen hat, droht die Lage zu eskalieren. Es ist zu erwarten, dass es zu weiteren militärischen Zusammenstößen kommen wird. Unter Umständen könnte dies sogar in einen ausgewachsenen Krieg ausarten.

Ob jedoch der NATO-Bündnisfall ausgerufen wird, ist fraglich. Haftar gilt unter anderem auch als CIA-Mann. Die CIA soll (über deren Schützling Fetullah Gülen) auch den Putschversuch gegen Präsident Erdogan mit arrangiert haben. Insofern stellt sich die Frage, ob diese Eskalation nicht ein Teil einer CIA-Operation ist, die Erdogan weiter schwächen soll.

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Immerhin gilt der türkische Präsident als Quertreiber, die die nationalen Sicherheitsinteressen über jene der USA stellt. Diese werden auch über die NATO vertreten, in der die Türkei ebenfalls Mitglied ist. Da fragt man sich: Was ist der Plan der CIA, wenn deren Mann in Libyen sich gerade die Türkei herauspickt und nicht auch die anderen militärischen Unterstützer der Einheitsregierung?

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4 thoughts on “Türkei-Libyen: Bricht ein Krieg aus?”

  1. Wem bitte schön soll denn so eine Auseinandersetzung nützen? Die Türken haben ja wahrlich genug Probleme vor ihrer eigenen Haustür und ein Nato-Fall wird es garantiert nicht, mal ganz von dem abgesehen wo die wirtschaftliche Lage in der Türkei mehr als schlecht ist und wo sollen sie denn das Geld her nehmen um so ein teueres Unterfangen zu finanzieren mit einem ungeheueren logistischem Aufwand, mit ungewissem Ergebnis und gleichzeitig einem Zweifrontenkrieg mit einem Gegner, der widerrum auch durch andere Interessen gestützt wird, das sollen sie mal die Finger weg lassen, das ist eine Nummer zu viel und sie unterschätzen sich doch ständig selbst, denn eine 800 TSD-Mann-Armee sagt doch garnichts, die sind in wenigen Stunden hinweggerafft und können nur noch schwächere Nachbarn beeindrucken, mehr aber nicht.

    1. So ergeht es aus, wenn man sein Land nicht beizeiten verteidigt.
      Die Begehrlichkeiten wachsen weiter, der Überfall wiederholt sich und die Diebe kehren wieder.
      Von meiner Seite kein Mitleid. Hatten alles, aber Gaddafi mußte weg.

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