Syrische Flüchtlinge. Bild: Flickr / EU-Kommission CC-BY-ND 2.0

Das UNHCR kooperiert mit Moskau und Damaskus, um eine geordnete Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien zu ermöglichen. Es gibt noch viel zu tun.

Von Redaktion

Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) erleichtert in Zusammenarbeit mit Moskau und Damaskus die sichere Rückkehr syrischer Flüchtlinge. Dies sagte der UNHCR-Regionalkoordinator für den Nahen Osten und Nordafrika, Mohamed Amin Awad Abubakir, TASS in einem Interview.

„UNHCR setzt sein Engagement mit der syrischen Regierung, der Russischen Föderation und allen anderen Interessengruppen fort, um sicherzustellen, dass alle die internationalen Standards für die Rückkehrplanung kennen und anwenden“, sagte Abubakir.

„Auch wenn das UNHCR die Rückkehr von Flüchtlingen zu diesem Zeitpunkt noch nicht organisiert, arbeitet das UNHCR mit allen Parteien zusammen, um Hindernisse für die Rückkehr zu beseitigen, unter anderem durch die Erörterung eines rechtlichen Rahmens mit der syrischen Regierung, die Beseitigung von Lücken in der zivilen Dokumentation und dem rechtlichen Status bei gleichzeitiger Ausweitung Operationen und humanitäre Programme an Orten der Rückkehr. Das UNHCR plädiert für die Anwendung internationaler Standards, um sicherzustellen, dass die Rückkehr sicher und würdig ist und dass niemand gezwungen wird, vorzeitig zurückzukehren „, fügte er hinzu.

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„Das UNHCR hat immer noch nicht vollen Zugang zu allen Gebieten in Syrien. Da die Rückkehr spontan erfolgt, ist es schwierig, Zugang zu allen Rückkehrern zu erhalten. Wenn das UNHCR Büros und Zugang hat, trifft sich das UNHCR mit den Rückkehrern, um ihre Dringlichkeit zu beurteilen. Unterstützungs- und Schutzdienste werden auf Bedarfsbasis bereitgestellt, und Rückkehrer profitieren, wenn sie die festgelegten Zulassungskriterien erfüllen, da die Rückkehrer durch die regelmäßigen Programme des UNHCR unterstützt werden“, erklärte der Koordinator.

„Es ist wichtig, physische, rechtliche und materielle Hindernisse für eine freiwillige, sichere und würdige Rückkehr zu beseitigen. Wenn sich die Situation verbessert, werden sich mehr Flüchtlinge für eine Rückkehr entscheiden. Wenn Flüchtlinge eine freie Entscheidung treffen, respektiert das UNHCR ihre Entscheidung und versucht sie zu unterstützen, damit ihre Rückkehr würdig und nachhaltig ist „, schloss er.

„Das UNHCR begrüßt Ideen und Initiativen zur Unterstützung syrischer Flüchtlinge und zur Suche nach Lösungen“, sagte Abubakir. „Es ist wichtig sicherzustellen, dass alle internationalen Bemühungen greifbare Ergebnisse für syrische Flüchtlinge haben und sich auf sie auswirken“, fügte er hinzu.

„Das UNHCR führt weiterhin einen Dialog mit den Regierungen Russlands und Syriens sowie mit Asylländern und anderen Mitgliedstaaten, um die internationale Zusammenarbeit im Hinblick auf Lösungen für syrische Flüchtlinge zu verbessern.“

„Bis jetzt im Jahr 2019 (bis zur ersten Aprilhälfte) hat das UNHCR die Rückkehr von 25.476 syrischen Flüchtlingen aus Jordanien, dem Libanon, dem Irak, der Türkei und Ägypten bestätigt“, fügte Abubakir hinzu, dass „im Jahr 2018 56.066 Flüchtlinge und im Jahr 2017 50.896 Flüchtlinge zurückkehrten.“ „Diese Zahlen sind nur diejenigen, die vom UNHCR überprüft oder überwacht wurden, und spiegeln nicht die Gesamtzahl der Rückgaben wider, die möglicherweise erheblich höher sind“, stellte er fest.

Der Koordinator fügte hinzu, dass „1,4 Millionen Syrer, die innerhalb ihres Landes vertrieben wurden, 2018 in ihre Häuser zurückkehrten.“ „Aber es gibt in Syrien immer noch 6,2 Millionen Menschen, die vertrieben wurden. Es gibt 5,6 syrische Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens: Irak, Jordanien, Libanon, Türkei und Ägypten“, sagte Abubakir.

„Allerdings leben weniger als 10 Prozent dieser Flüchtlinge in offiziellen Flüchtlingslagern. Der Rest lebt in städtischen Gebieten und inoffiziellen Siedlungen“, fügte er hinzu. Abubakir bemerkte auch, dass „die meisten Nachbarländer inzwischen strenge Maßnahmen getroffen haben, um ihre Grenzen angesichts neuer Flüchtlinge aus Syrien effektiv zu schließen“.

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2 KOMMENTARE

  1. Eine effektive Maßnahme seitens der Deutschen wäre dazu, Syrien zu einem sicheren Herkunftsland zu erklären. Vor allem aber endlich das bösartige Handwerk der Kriegstreiber zu beenden.

  2. „Es ist wichtig, physische, rechtliche und materielle Hindernisse für eine freiwillige, sichere und würdige Rückkehr zu beseitigen.“

    Daraus ergibt sich die Gegenfrage: hat ihnen wer den roten Teppich ausgelegt beim Abhauen?
    Das selbe Ticket, wie das der Ausreise steht jedem Rückkehrer bei der Heimreise zu.
    Kann unsereiner beim UNHCR anfragen um ein Ticket für eine Weltreise?
    Es gibt genügend Leute, die hätten auch ihre Gründe.

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