Strand in Antalya, Türkei.

Die Spannungen zwischen Ankara und Riadh wachsen weiter an. Inzwischen wird schon aktiv zum Boykott der Türkei aufgerufen.

Von Redaktion

Saudi-Arabische Bürger in der Türkei erhielten in weniger als einer Woche eine zweite Sicherheitswarnung. Diese deutet darauf hin, dass das Königreich aufgrund der Spannungen, die durch den grausamen Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi verursacht wurden, auf einen Boykott Ankaras drängt.

Die saudische Botschaft in Ankara warnte die Saudis, die die Türkei besuchen, ihre Habseligkeiten zu schützen. Sie behauptete, die Zahl der Fälle von Diebstahl saudischer Pässe in Istanbul sei gestiegen.

Reisewarnungen ausgegeben

Letzte Woche gab die Botschaft eine ähnliche Warnung heraus und behauptete, dass türkische Banden, die auf saudische Touristen abzielten, die Pässe von 165 saudischen Bürgern in den bei Touristen beliebten Vierteln von Istanbul gestohlen hätten.

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„Diebstähle und Taschendiebstähle sind nicht nur auf saudische Touristen beschränkt, sondern wir haben ähnliche Fälle bei arabischen Touristen gehört“, zitierte Meshary Al-Thyaby vom saudischen Konsulat in Istanbul der saudi-arabischen Zeitung Asharq al-Awsat.

Die Warnungen kommen, da sich Khashoggis Mord offenbar negativ auf Reisen von Saudis in die Türkei auswirkt, da in Riad immer mehr dazu aufgerufen wird, Ankara zu boykottieren.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Saudi-Arabien sind auf ein neues Tief gesunken, nachdem Khashoggi im vergangenen Oktober von einem Anschlagtrupp im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet worden war.

Die Regierung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan war die erste, die den Mord an Khashoggi meldete. Sie hat seitdem weiterhin auf Riad Druck ausgeübt, um Informationen über den Verbleib seines zerstückelten Körpers zu erhalten, der noch fehlt.

Die CIA hat in ihrer Einschätzung festgestellt, dass der Mord vom saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman angeordnet wurde.

Bei einem scheinbar verschleierten Angriff auf Erdogan warnte bin Salman letzten Monat davor, den Mord für politische Zwecke auszunutzen.

„Geh nicht in die Türkei“

Laut einer Studie des King Faisal Center for Research and Islamic Studies in Riad aus dem Jahr 2018 besuchen Hunderttausende saudischer Touristen die Türkei, wo sie durchschnittlich 500 US-Dollar (450 Euro) pro Tag ausgeben.

Diese Zahl ist jedoch rückläufig und Saudis, die ebenfalls zu den Top-Immobilienkäufern und -investoren in der Türkei zählen, werden von den Medien- und Social-Media-Nutzern aktiv dazu ermutigt, das Land als Reiseziel zu meiden.

In den letzten Monaten haben mehrere saudische Verkaufsstellen Artikel mit Titeln wie „Geh nicht in die Türkei“ und „Die Türkei ist nicht sicher“ veröffentlicht.

Die offiziellen Warnungen der saudischen Botschaft in Ankara wurden auch in verschiedenen Netzwerken, darunter Al Arabiya, weit verbreitet.

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2 KOMMENTARE

  1. ich glaub schoen langsam wird eng fuer den sultan, aber er kann ja seine 1000 zimmer auf airbnb vermieten, das wuerde die kuemmeltuerken in deutschland sicher anspornen urlaub bei ihrem fuehrer zu verbringen.

  2. Hihi, es geht immer noch etwas skurriler. Woher nimmt der Stamm der Saud und Freunde hunderttausende Kameltreiber, die es ausgerechnet in die Türkei zieht? Und denen wird dann bir, iki, ütsch….äääähh… uahet, idnän, dalata der Pass gemopst, weil die Türken selbst keinen Kalifen haben.

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