Uwe Junge, Landesvorsitzender der AfD Rheinland-Pfalz - Bild: Screenhot Youtube.com

Der Auftritt des AfD-Politikers Uwe Junge in der ARD-Talkshow „Hart aber fair“ hat die Medienwächter alarmiert.

Von Redaktion

Der WDR-Rundfunkrat wird sich in seiner nächsten Sitzung am Freitag im Wallraf-Richartz-Museum in Köln aller Voraussicht nach mit der vielfach kritisierten Einladung des Rechtspopulisten in Frank Plasbergs Show beschäftigen: „Ich gehe sehr stark davon aus, dass das Thema in der Sitzung angesprochen wird“, sagte Claudia Reischauer, die Geschäftsführerin des WDR-Kontrollgremiums, den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.

Auch WDR-Intendant Tom Buhrow werde an der Sitzung teilnehmen. Der Auftritt des AfD-Landesvorsitzenden in Rheinland-Pfalz in der Sendung am Montagabend hatte in Politik und sozialen Medien breite Kritik ausgelöst. Das Thema der Sendung lautete: „Aus Worten werden Schüsse: Wie gefährlich ist rechter Hass?“. Anlass war die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) am 2. Juni.

Der WDR-Rundfunkrat hatte sich zuletzt mehrfach kritisch über die beiden vom WDR verantworteten ARD-Talks „Maischberger“ und „Hart aber fair“ geäußert. Die Sendungen setzten „zu häufig auf populistische Reizthemen“. Weiter hieß es in einer Stellungnahme: „Der Programmausschuss kritisiert alarmistische Zuspitzungen sowohl in Titeln wie auch in der Moderation auf negative Erwartungen, Beunruhigung und Angst, weil dadurch Populismus und Vereinfachung gefördert werden.“

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Es dürfe „auf keinen Fall Anspruch an die Gäste sein, zu provozieren oder Skandale erwarten zu lassen“. Der WDR wies die Kritik an Junges Einladung zurück. Die zentrale Frage bei der Einladung von Gästen laute stets: „Wer hat Relevantes zu diesem Thema zu sagen?“, teilte eine WDR-Sprecherin dem „RND“ mit.

Beim aktuellen Thema sei „die größte Oppositionspartei im Bundestag von besonderer Relevanz“ gewesen. Junge wiederum sei „als Vorsitzender eines Landesverbands eine relevante Person innerhalb seiner Partei“, so die Sprecherin weiter. Die Redaktion hinterfrage alle Positionen mit derselben journalistischen Distanz.

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4 KOMMENTARE

  1. Herr Uwe Junge ist eine charismatische, redegewandte Person mit Wissen.

    Zur Erinnerung, er wurde 2016 von vier Personen (wahrscheinlich aus dem ANTIFA-Bereich) überfallen und verletzt.

    Da gefällt es den linksrotgrünen Politikern natürlich gar nicht, wenn sie neben einer solchen Person nur erbärmlich wirken und das auch noch übers Fernsehen ausgestrahlt wird. Schließlich sagen ihre Propagandalügen genau das Gegenteil.

    Da bleibt ihnen nur noch, in den sozialen Medien Schuldige, selbstverständlich außerhalb ihrer eigenen Person, zu suchen und hier ist es ausgerechnet, das von ihnen sonst so gelobte Fernsehen.

    Genauso funktioniert chronische Blödheit.

  2. Das WDR-Kontrollgremium wird sicherlich nach seiner Zusammenkunft feststellen, daß Rechtspopulisten doch nichts in einer „demokratischen“ Sendung zu suchen haben, wo dort doch die Wahrhaftigkeit, die Vernunft, die Weisheit und die Empathie nach draußen hoch verdichtet ist und das kann man doch als Verantwortliche nicht zulassen, dann lieber den Deckel drauf und Linksfaschismus ist dann allemal besser als diesen bösen Buben das Feld zu überlassen, wo man doch erwählt ist alles Rechte zu verhindern, für`s eigene linke Seelenheil, auch ganz im Sinne der Staatsratsvorsitzenden und ihren Satrappen im marxistischen Geiste.

  3. Zu dem Wirken der AfD Poitiker passt ein Spruch von Orsone Welles! Der geht so: Ich kämpfe den Kampf eines Riesen! In einem Universum von Zergen!

  4. Die AfD sollte komplett diese Talkshows meiden und sich nicht mehr als Buhmann missbrauchen lassen. Dann können sich die Fraktionen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) alleine in ihrer giftigen roten Gülle suhlen,bis es allen zu den Ohren heraus kommt.

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