Das US-Kriegsschiff USS Fort Worth Nahe der Spratly Islands im Südchinesischen Meer. Im Hintergrund die chinesische Fregatte Yancheng. Bild: U.S. Navy / Mass Communication Specialist 2nd Class Conor Minto CC BY-SA 2.0

China hat einen Teil des Südchinesischen Meeres gesperrt um einen Test mit Anti-Schiff-Raketen durchzuführen. Washington zeigt sich „besorgt“.

Von Redaktion

In diesem Sommer stehen im Südchinesischen Meer noch gefährlichere Abfänge und Zwischenfälle bevor. Peking hat gerade bekannt gegeben, dass es einen Bereich des Meeres in der Nähe der Spratly-Inseln für eine fünftägige militärische Übung gesperrt hat, die am Wochenende begann.

NBC News bestätigte unter Berufung auf US-Verteidigungsbeamte auch, dass eine Reihe von Anti-Schiffs-Raketentests im Gange sind. Demzufolge wurde an diesem Wochenende mindestens eine Rakete über dem Meer abgefeuert. Weitere Tests sollen bis zum heutige 3. Juli durchgeführt werden. Ein US-Beamter sagte, die Übungen in den heiß umstrittenen Gewässern, die Schauplatz der jüngsten Zwischenfälle zwischen China, den USA und ihren Verbündeten wie den Philippinen gewesen waren, seien „besorgniserregend“.

Es ist nicht bekannt, ob die Volksbefreiungsarmee (People’s Liberation Army, PLA) Waffentests der nächsten Generation durchgeführt hat. Mehrere Berichte deuten jedoch darauf hin, dass die Marine der PLA in den Übungen versucht hat, feindliche Schiffe mit Schiffsabwehrraketen zu versenken.

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Umstrittene Inseln im Südchinesischen Meer

Beunruhigenderweise werden Teile des von der PLA abgegrenzten Gebiets tatsächlich von den Philippinen beansprucht. Die US-Marine führt zudem regelmäßig Navigationsfreiheitsübungen in der Region durch. Ein Beamter teilte NBC jedoch mit, dass amerikanische Marineschiffe derzeit nicht in der Nähe der Übungen sind.

Spannungen während des G20-Gipfels

Interessanterweise fanden die Raketentests und die Schließung des Seegebiets gleichzeitig mit dem Treffen der Präsidenten Trump und Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels in Osaka (Japan) statt, wo Xi Trump Berichten zufolge mitteilte, dass „die Beziehungen zwischen China und den USA derzeit auf einige Schwierigkeiten gestoßen sind, die nicht im beiderseitigen Interesse“ seien. „China und die USA sollten nicht in eine sogenannte Falle des Konflikts und der Konfrontation geraten, sondern sich gegenseitig fördern und gemeinsam entwickeln“, sagte Xi.

In den letzten Jahren haben die USA und ihre Verbündeten die Ausweitung der chinesischen Hoheitsrechte über einen Großteil des südchinesischen Meeres verurteilt. Diese Behauptungen wollte Peking durch eine Reihe künstlicher Inseln und ein begleitendes Netzwerk kleiner Militärstützpunkte stärken.

Ein in Hongkong ansässiger Militäranalytiker, der die Position der PLA wiederholte, sagte der South China Morning Post: „Länder außerhalb der Region schüren das Problem weiterhin durch sogenannte Navigationsfreiheit und enge Überwachungmaßnahmen und bedrohen die nationale Sicherheit Chinas.“ Er fügte hinzu: „Das chinesische Militär muss sich gegen diese Provokationen wehren.“

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