Syrien: Israelischer Luftangriff am helllichten Tag

Nachdem hunderte "Weißhelme" über den Golan nach Israel und dann weiter nach Jordanien evakuiert wurden, flog die israelische Luftwaffe am helllichten Tag einen Angriff auf eine syrische Chemiefabrik.

Von Marco Maier

Erst am Samstag evakuierten die Israelischen Selbstverteidigungskräfte (IDF) hunderte Mitglieder der al-Kaida-Rettungs- und Propagandaorganisation "Weißhelme" und deren Familien über den Golan und brachten diese "in ein Nachbarland". Dem Vernehmen nach soll es sich hierbei um rund 800 Personen handeln, die nach Jordanien gebracht wurden, von wo aus sie in Länder wie Großbritannien, Kanada und Deutschland umgesiedelt werden sollen (wir berichteten).

Nun flog die israelische Luftwaffe anstatt wie sonst zumeist üblich nachts einen Luftangriff am helllichten Tag auf eine staatliche Chemiefabrik in Masyaf in der syrischen Provinz Hama. Dabei wurden laut Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur SANA keine Menschen verwundet oder getötet. Israelische Medien behaupten, die Anlage diene der Produktion und Lagerung von chemischen Waffen.

IDF Luftangriff Masyaf

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Wie viele Raketen abgeschossen wurden, ist jedoch unklar. Manche sprechen von fünf, andere von mehr als zehn, wobei einige von der syrischen Luftabwehr abgeschossen worden seien. Bis zu sechs Raketen hätten demnach die Anlage getroffen, die sich nur rund sieben Kilometer von den russischen S-400-Luftabwehrbatterien befindet.

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Während Israels Premierminister Benjamin Netanyahu weiterhin davon spricht, vor allem iranische Ziele und jene der Schiitenmiliz Hisbollah in Syrien anzugreifen, gibt es jedoch in der Region um Masyaf keine iranischen Kräfte und auch keine Hisbollah-Stellungen.

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