Als Vergeltung für die höheren Importzölle der USA haben mehrere Länder auch ihre Zölle auf Fleischimporte aus den USA erhöht. Der Fleischberg wächst nun auf einen Rekordstand.

Von Marco Maier

So wie auf Sanktionen oftmals Gegensanktionen folgen, sorgen Zollerhöhungen oftmals ebenso für höhere Zölle der Handelspartner. Donald Trumps "America First"-Zollerhöhungen auf Stahl, Aluminium und andere Waren sorgten für entsprechende Gegenreaktionen der betroffenen Länder. Diese begannen damit, höhere Zölle auf aus den Vereinigten Staaten importiertes Fleisch zu erheben, was jedoch vor allem jene Wählergruppen trifft, die überdurchschnittlich stark für Präsident Trump stimmten.

In den USA selbst gibt es inzwischen eine Rekordproduktion von Fleisch, doch im eigenen Land selbst kann die Nachfrage nach den tierischen Produkten nicht mithalten, weshalb die US-amerikanischen Fleischproduzenten auf Absatzmärkte im Ausland angewiesen sind. Vor allem Mexiko, China und Brasilien sind hierbei wichtige Importeure – und haben Vergeltungszölle auf US-Fleisch erhoben, um Washington so klar zu machen, dass entsprechende Reaktionen folgen.

Das führt nun dazu, dass sich in den US-amerikanischen Kühlhäusern das Fleisch stapelt. Inzwischen, so neue Statistiken, soll die dort gelagerte Menge laut dem "Wall Street Journal" auf ein Rekordniveau von 2,5 Milliarden Pfund (1,04 Milliarden Kilo) Fleisch von Rindern, Schweinen und Geflügel gestiegen sein. Doch da Fleisch auch in Kühlhäusern nicht ewig haltbar ist, dürfte auch immer mehr davon faktisch kompostiert werden müssen.

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