F-35: Bald auch mit Laserwaffen?

Für den US-Stealth-Bomber F-35 Lightning II gibt es nun offenbar eine Modifizierung, welche die Anbringung von Strahlenwaffen ermöglicht.

Von Marco Maier

Erst am letzten Dienstag gab Pratt & Withney, eine Abteilung der United Technologies corp., bekannt, dass sie ein "Growth Option 2.0"-Upgrade für die F135-Antriebe entwickelten, welches die Leistungsfähigkeit und das Thermal-Management-System (PTMS) verbessert. Doch das ist nicht alles, was den Stealth-Bomber der fünften Generation der Vereinigten Staaten an Verbesserungen zugute kommt.

Denn mit "Growth Option 2.0", auch kurz GO2 genannt, verbraucht der Jet deutlich weniger Sprit und ist zusätzlich in der Lage, "directed energy weapon systems" – also Laserkanonen – abzufeuern. Das bedeutet aber auch, dass Russen, Chinesen & Co in diesem Feld nachziehen müssen, um in künftigen Luftkämpfen mithalten zu können.

lasersroadmap

Was bislang noch Teil von Science-Fiction-Streifen ist dürfte bald schon zumindest bei den modernen Kampfjets Realität werden: Laserwaffen im Kampf. Strahlen, die mit Lichtgeschwindigkeit durch die Luft schneiden und auf herkömmlichem Wege nicht abgewehrt werden können. Das ändert wohl bald schon die Spielregeln in der Luft.

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3 Kommentare

  1. SciFi pur, zumindest fuer weitere Jahzehnte und dann ist die F35 (uebrigends das zweitgroesste und zweitteuerste Desaster der US-Ruestungsindustrie) wohl nicht mehr im Dienst.

    1) Generatoren fuer heutige MASER (es handelt sich um Mikrowellen, nicht um Lichtwellen weil diese in einer Atmosphaere einer zu grossen Streuung unterliegen) sind immer noch zu gross und schwer als das sie in einen Jaeger eingebaut werden koennten ohne dabei auf Teile der wichtigen Merkmale wie Wendigkeit, TopSpeed, Beschleunigung, Manoevrierbarkeit und Reichweite sowie Raketenlast zu verzichten.
    Bodenbasierte Systeme haben Groesse und Gewicht eines LKW und das kann man nicht in einen Jaeger packen.
    Man muss hier beddenken das ein MASER mehr Wirkung hat je staerker er befeuert wird, also je mehr KW hinten reingehen um so mehr Hitze kommt in Form des Mikrowellenstrahles vorne raus. Die derzeitig aktuellen Bodensysteme haben etwa 80 bis 100 KW.

    2) Bodengestuetzte Systeme muessen ankommende Raketen  ca. 2 Sekunden lang beschiessen bis diese detonieren, 2 sec. mit nur geringer Varianz zu fliegen ist im Luftkampf eine Ewigkeit.

    3) Kann man die Strahlen eines MASERs nicht sehen und somit sieht der Pilot nicht ob er trifft, also ist die Zielerfassung vollautomatisch und besteht aus gekoppelter Radar/Hitzesensorik und Imageprocessing, das System verfolgt das Ziel also auch optisch denn die Hitze kann nicht immer geortet werden und der Radar kann gestoert werden.
    Das funktioniert gutr bei bodengestuetzten Systemen denn wenn der MASER selbst stillsteht und gegen ein eingehendes Ziel feuert dann ist die Auswertung nur 2-Dimensional (Die Entfernung interessiert in dem Augenblick nicht mehr), wenn aber ein Jaeger gegen ein anderes Luftziel feuert dann bewegen sich beide nit hohen Geschwindigkeiten und das System kommt mit dem Rechnen in 6 Achsen nicht hinterher denn Supercomputer kann man auch nicht in einen Jaeger packen.

  2. Laser können mit Sprühnebel und Spiegelungen (Lichtbrechung) abgewehrt werden und sind  damit weniger effektiv. Zumal sie einen hohen Energieverbrauch haben, der bei der Radarerfassung durch den Gegner nicht sehr hilfreich in punkto Tarnung sein wird.Der Strahl selbst ist nicht unendlich weit wirksam da die Streuung des Lichts ab einer gewissen Entfernug in Kraft tritt. Es ist einfach ein weiterer Gelddruckauftrag für die Militärlobby.

    1. Bei einem LASER ist die Streuung so enorm stark ds schon nach wenigen cm schluss ist.

      Man muss das sichtbare Spektrum verlassen und entweder kurzwelliger werden und mit harter Roentgenstrahlung bzw. Gammastrahlen arbeiten (weniger als ein Angstroem) und solche Strahung braucht seeehr viel mehr Energie und verseucht ausserdem die Umwelt, also geht man in den Bereich der Terahertz/Mikrowellen (nm/mm Bereich).
      Das Prinzip ist dasselbe wie beim Laser und auch schon genauso lange bekannt (Die Microwelle ist ein Abfallprodukt der MASER-Erforschung) aber eigentlich heisst es MASER (Microwave statt Light [Amplification by Stimulated Emission of Radiation]) aber das wissen die allermeisten Menschen heute nicht mehr. Man hat mal von Laser gehoert und heute ist eben alles Laser.

      Das ist wie mit dem WiFi in das sich alle mit ihrem Smartphone/Tablet einloggen… es ist ein Netzwerk und der echte Begriff ist WLAN (Wireless LAN) aber WiFi (Wireless Fidelity = Frequenz zur Uebertragung von Musik) ist einfacher auszusprechen und hat sich eingebuergert. Dabei eignet sich die WiFi Frequenz zur effizienten Datenuebertragung etwa so gut wie ein LASER innerhalb einer Atmosphaere zur Energieuebertragung, zu Deutsch gesagt voellig unbrauchbar.

      Aber begriffliche Genauigkeit interessiert ja nur noch wenn es um Political Correctness geht in der heutigen "das ist voll KackScheisse" Generation

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