Die USA im Opiate-Rausch

Wer sich wundert, warum es in den USA keine wirklich großen Revolten gibt, braucht sich nur die Statistiken zum Opiate-Verbrauch anzusehen. Das Land ist doch völlig sediert.

Von Marco Maier

Noch bis vor kurzem haben die US-Amerikaner rund 80 Prozent der weltweit verkauften Opioid-Mittel konsumiert. Und das bei etwa 4,4 Prozent Anteil an der Weltbevölkerung. Offiziell gelten mindestens 2 Millionen US-Bürger als von Opiaten abhängig – die Dunkelziffer liegt weit darüber. Dies führte sogar dazu, dass sich die Zahl der Opioid-abhängig geborenen Säuglinge von 2000 bis 2012 auf 21.000 Kinder pro Jahr verfünffachte.

Besonders OxyContin und Oxycodon sind in den USA weit verbreitet. Ersteres Mittel verspricht eine Schmerzfreiheit von bis zu 12 Stunden und wird vor allem nach Operationen verschrieben. Hinzu kommt die lange angewendete freizügige Verschreibung solcher Schmerzmittel, nachdem – mittlerweile widerlegte – Studien besagten, dass die Gefahr einer Suchtentwicklung niedrig sei. Nachdem die Verschreibung eingeschränkt wurde, stiegen immer mehr US-Amerikaner auf Heroin um, welches deutlich billiger zu bekommen ist.

Angesichts dieser Tatsachen und dem Umstand, dass nebenbei noch eine geistige Verdummung mittels der Massenmedien stattfindet, braucht man sich über die weit verbreitete Lethargie der US-Bevölkerung nicht wundern. Medikamentös und medial sediert nimmt man deutlich mehr hin als man es sonst eigentlich tun würde. Der inzwischen angekündigte Kampf der US-Regierung gegen die Medikamentensucht dürfte hierbei in etwa genauso wirksam sein, wie der Krieg gegen die Drogen – nämlich gar nicht.

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4 Kommentare

  1. Die USA erleben bereits seit Jahren eine regelrechte Heroin-Epidemie, wen wundert's, halten  sie sich mit Afghanistan die wohl größte "Heroin_Plantage" des Planeten. Wenn sie zudem noch so mustergültig (von NATO-Truppen) bewacht wird, ist ein zig-Milliarden_Umsatz garantiert, den selbige machen, die auch den Kampf gegen Drogen (und Terror)  ausrufen.. In 2012 wurden in den USA 260 Millionen Rezepte für Schmerzmittel wie z.B. Oxycodon ausgestellt, langfristige Verschreibung solcher Mittel hat insbesondere bei 50-70jährigen  Abhängigkeiten entstehen lassen, die, nachdem das CDC 2013 die Ärzteschaft  diesbezüglich rügte und ein Einstellen dieser Praktiken forderte,  auf Heroin umgestiegen sind (H. ist billiger als Oxycodon).  Jetzt wird erneut ein "Kampf gegen Drogen ausgerufen, was in der jüngeren US-Geschichte schon einmal zu hören war, ausgerechnet von denen proklamiert, die, wie Fam.Bush seinerzeit, heftigst im Drogenhandel involviert ist . Wir leben in bewegten und verlogenen Zeiten  –.  Wenn genannte "Revolten" als ein Maßstab für eine kritische Gesellschaft gelten mögen, müsste die BRD-Gesellschaft als völlig sediert gelten.

    1. Danke für den Zynismus: Jeder bekommt, was er befürwortet? Jedenfalls in diesem Falle trifft es zu. Als Deutscher würde ich gerne noch eins draufsatteln: Der Griff in die "Heroin Plantage" ist historisch dokumentiert, geht zurück ins Mittelalter, und trifft inzwischen auch jene, die Tatsachen abstreiten wollten? Scheinbar hat man sich das ehrlich verdient?

      Nun  wünsche ich natürlich NIEMANDEN, daß man von Drogen abhängig wird! Aber unsere Gesellschaft weiß wirklich nicht, wovon man spricht, und worum es geht, wenn Menschen für die Erlösung (von Schmerzen!) fast jede Straftat begehen, und fast jedes Mittel gegen jegliche Bezahlung annehmen? So lange GELD fließt, wird fast jedes Mittel angeboten!

      Um nun zum Kern der Sache zu kommen, fehlt mir Zeit und Geduld: Es geht um die Ausbeutung rechtschaffener Bürger, die nur für Schmerzmittel ein VERMÖGEN bezahlen sollten!

      Das machen ÄLTERE im Altenheim auch? Ach, geh? Die Kassen SAHNEN ab?

  2. Was hier an Drogen in der BRD genommen wird und dabei denke ich nicht nur an Heroin, das muss gewaltig sein.

    Oh, es fängt ja schon in der Schule an, wo Kinder mit dem angeblichen Zappelphilip Syndrom eine Medikamentöse Ruhigstellung erfahren.Vielleicht ist die Gewöhnung dessen, nach der Schule, ein Wunsch dies mit anderen Mitteln fortzusetzen.

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