Trumps Wiederwahl steht auf der Kippe

Auch wenn Wahlumfragen in den Vereinigten Staaten so eine Sache sind, scheint es für Donald Trump eng zu werden. Selbst Fox News konstatiert Joe Biden einen wachsenden Vorsprung in der Wählergunst.

Von Marco Maier

In rund vier Monaten steht die US-Präsidentenwahl an. Der republikanische Amtsinhaber Donald Trump muss sich dem demokratischen Kandidaten Joe Biden stellen. Doch selbst der dem Präsidenten eher wohlwollend gegenüberstehende konservative TV-Sender Fox News sieht dessen Felle davonschwimmen.

In einer vor etwa einer Woche durchgeführten Umfrage unter registrierten Wählern gaben 50 Prozent der Befragten an, im November für Biden stimmen zu wollen. Für Trump wollten nur 38 Prozent stimmen. Noch einen Monat zuvor lag Biden mit 48 zu 40 Prozent deutlich weniger stark vor dem Amtsinhaber.

Als Grund wird vor allem Trumps Umgang mit den Protesten infolge des Todes von George Floyd in Polizeigewahrsam angeführt, die von Kriminellen zur Plünderung von Geschäften genutzt werden und in vielen Städten des Landes eine Spur der Verwüstung hinterließen. Der „law and order“-Ansatz des Präsidenten scheint in der Bevölkerung nicht so gut anzukommen.

Aber: Biden erhält seine Wähler nicht, weil die Menschen enthusiastisch hinter ihm stehen, sondern vielmehr, weil er gegenüber Trump als kleineres Übel angesehen wird. Laut Fox gaben 63 Prozent der Befragten an, für Biden stimmen zu wollen, damit Trump nicht wiedergewählt wird. Nur 31 wählen ihn aus Überzeugung. Ganz im Gegensatz zum Amtsinhaber, den 62 Prozent seiner Wählerschaft aus Enthusiasmus und Überzeugung wählen wollen.

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Das heißt aber auch, dass Trump mit einer stärkeren Mobilisierung von Wählern trotz allem noch eine Chance hat. Bis November kann sich noch viel ändern und schon bei der letzten Wahl haben sich die ganzen Pro-Clinton-Umfragen als falsch erwiesen. Dennoch wird es für Trump ein sehr schwieriges Rennen mit ungewissem Ausgang.

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