DIW-Chef Fratzscher sieht dringenden Handlungsbedarf beim Ehegattensplittling, beim Kindergeld und bei den Kinderfreibeträgen. Diese würden die soziale Ungleichheit nur noch weiter vorantreiben.

Von Redaktion/dts

Der Steuervorteil des Ehegattensplittings für verheiratete Paare muss nach Meinung eines der führenden deutschen Ökonomen deutlich reduziert werden, um die wachsende Ungleichheit in Deutschland zu bekämpfen: "Das Ehegattensplitting kann und sollte im Volumen deutlich reduziert werden. Denn es begünstigt überproportional Eheleute, die schon viel haben, und drängt vor allem Frauen aus dem Arbeitsmarkt", sagte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, der "Rheinischen Post".

"Im Moment führt das Ehegattensplitting zu Mindereinnahmen von über 20 Milliarden Euro im Jahr. Wenn wir es auf die reine Unterhaltspflicht für die Ehepartner begrenzen, würde es weniger als die Hälfte kosten", sagte Fratzscher. "Auch das Kindergeld und die Kinderfreibeträge für Besserverdienende sollten eingeschränkt werden, denn diese brauchen sie nicht", sagte der DIW-Präsident.

Fratzschner hatte erst kürzlich mit seinem neuen Buch "Verteilungskampf – Warum Deutschland immer ungleicher wird" die Verteilungsdiskussion in der Bundesrepublik erneut angestoßen. Dabei erntete er vor allem von den konservativen Ökonomen teils harsche Kritik.

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5 KOMMENTARE

  1. Marcel Fratzscher Ziehsohn amerikanischer Think Tanks, unverheiratet, was kann man von so einem erwarten? Wahrscheinlich nichts Gutes, wenn es um die Förderung Deutscher Familien geht. Wir werden uns den Namen merken, wenn es einmal anders kommt, ab in den Ruhestand, natürlich ohne Rente.  

  2. Der Spinner weiß nicht wo der Hammer hängt. Wir brauchen Steuern für Reiche und dazu einen Vertrag mit den USA!  Guatanamo könnte als Steuerfluchtoase ausgebaut werden!. Waterboarding für Mohn und Konsorten!

     

  3. Mal wieder ein Ökonom welcher industrielle Ansichten auf Kosten der Bürger vertritt.
    Eine Frechheit.
    Das Schäuble genug Überschüsse eingefahren hat, wird dabei ignoriert.
    Einen Staat haben wir nicht mehr, da ein Staat gemeinnützig ist und keine Gewinne oder Überschüsse einfahren darf.
    Funtioniert wie eine Fa. welche sich am Portemonnaie der Bürger haltlos und rigoros bedient.
    Speziell wird es Familen treffen.
    Gegenmittel dieser Vasallen ist dann die Migrationswaffe (Weapons of Mass Migration and forced Displacement von Kelly M. Greenhill) um dieses auszubügeln.
    Darüber darf nicht gesprochen werden, aber es wird so gemacht und damit Schluss.
    Jeglicher welcher diese offentsichtlichen Tatsachen auf den Punkt bringt wird als Verschwörungstheoretiker abgestempelt und ignoriert.
    Obwohl die Tatsachen und Praxis es eindeutig belegen.
    Manchmal bekommt man das Gefühl, als ob TTIP bereits umgesetzt wird.
    Das Internet oder Facebook wird von der Bertelsmann-Konzern-Tochter "Arvato" und nicht von einem Amt zensiert.
    Hier sieht man bereits deutlich wo unsere Rechte liegen.
    Politiker agieren nur noch über Hintertüren und geheim gegen die Menschen.
    Schließen völkerrechtlich bedenkliche und ungültige Verträge ab und mache es einfach.
    Gefragt wird Niemand!

    Auf einer geheimen TTIP-Veranstaltung fingen Protesters an zu singen:

    https://www.youtube.com/watch?v=UIEedOA3yPM

    Bei mir bleibt nur noch die Hoffnung, dass die Menschheit noch die Kurve kriegt!

  4. …um die wachsende Ungleichheit in Deutschland zu bekämpfen….ja sicher,deshalb soll der Mittelstand-der eh schon geschröpft wurde, noch weiter beraubt werden, damit es nur noch ein ganz unten und ein ganz oben gibt !!

    Die ,die ganz oben sind,werden natürlich wie immer in keinster Weise angetastet,mit denen legt sich Fratzscher natürlich nicht an!!

    Leute wie er sind einfach nur ekelerregende Karriere-Fuzzis !!

  5. Mehr kann man nicht falsch machen.

    Fakten: Das Ehegattensplitting beträgt bei den 2.800 € Brutto Durchschnittslohn ca 251 € an Lohnsteuerersparnis. Dafür wird ein ganzes Leben eines Erwachsenen bestritten. Arbeitet der zweite selbst ist der Vorteil durch die Steuerkalsse 5 ja ganz schnell dahin. Das kann man ja mal mit H4 vergleichen.

    Wie mag der Herr das halbieren?

    Das Kindergeld ist das steuerfreie Existenzminimum eines Menschen, das hat er auch nicht verstanden.

    Es scheint als hat die Elite verstanden, dass sie die wirtschaftsschädliche Ungleichheit nicht länger leugnen kann, dreckig wie sie ist wird nun wohl offensiv versucht das Problem in der Mittelschichtsfamilie zu suchen, da sind noch nicht alle auf H4 Niveau.

    Leider ist das Problem doppelt nicht verstanden worden, sowohl riesige Ungleichheit läßt  erlahmen weil ein Aufstieg nicht möglioch ist, als auch zu große Gleicheit und das fordert er. Eine Armutsgleichheit für 90%, alles wie bisher für 10%.

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