Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit in Deutschland nimmt ab

Die Pressefreiheit in Deutschland nimmt laut Reporter ohne Grenzen ab. Allerdings ist die Einschätzung auch etwas subjektiv, zumal die Einschränkungen in Deutschland vor allem über wirtschaftlichen Druck ausgeübt werden.

Von Redaktion/dts

Die Pressefreiheit in Deutschland hat nach Einschätzung von "Reporter ohne Grenzen" (ROG) im letzten Jahr abgenommen. Im internationalen Vergleich, der sogenannten "Rangliste der Pressefreiheit 2016", rutscht Deutschland von Platz zwölf auf Platz 16 ab und liegt damit hinter Ländern wie Costa Rica oder Jamaika. Als Grund wurde die in Deutschland stark gestiegene Zahl von Anfeindungen, Drohungen und gewalttätigen Übergriffen gegen Journalisten genannt.

Größter "Aufsteiger" ist Tunesien, wo sich die Situation für die Presse deutlich verbessert habe. Am deutlichsten verschlechtert habe sich die Lage hingegen in Tadschikistan, wo Kritiker mundtot gemacht würden, Brunei, wo die Scharia eingeführt werde und auch in Polen, wo die Eigenständigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien eingeschränkt worden sei, so ROG. Auf Rang eins der Rangliste ist weiterhin Finnland, in diesem Jahr vor den Niederlanden, Norwegen, Dänemark und Neuseeland. Auf den letzten sieben Rängen hat sich im letzten Jahr nach Ansicht von "Reporter ohne Grenzen" nichts verändert: Am schlimmsten ist die Lage für Journalisten weiterhin in Eritrea, direkt hinter Nordkorea, Turkmenistan, Syrien, China, Vietnam und dem Sudan.

Die Rangliste der Pressefreiheit soll am Mittwoch offiziell veröffentlicht werden. Grundlage ist ein Fragebogen, den unter anderem Hunderte Journalisten, Wissenschaftler, Juristen und Menschenrechtsverteidiger weltweit ausgefüllt haben. Nicht berücksichtigt werden hierbei jedoch wirtschaftliche Repressionen, wie sie politisch unliebsame Medien in Deutschland immer wieder erleben. Wer nicht auf der Mainstream-Welle mitschwimmt, sieht sich massiven finanziellen Nachteilen ausgesetzt.

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6 Kommentare

  1. ES gibt in Deutschland keine Pressefreiheit, keine Rundfunkfreiheit und keine Fersehfreiheit. Flüchtlings-oder Infiltrationsmanipulationen auf allen Fronten

  2. Klingt wieder ungemein "objektiv" und "freiheitlich", relativiert sich aber schnell, wenn man erfährt, wo das Geld der R.o.G.s herkommt:

    http://blauerbote.com/2015/08/02/le-monde-diplomatique-reporter-ohne-grenzen-werden-von-nedciaus-regierung-finanziert/

    Konsequent taucht dann Russland auf Platz 148 mit der Begründung auf:

    "Unter zunehmendem Druck stehen auch Nichtregierungsorganisationen, die sich für Medienfreiheit einsetzen."

    Preisfrage: Wer finanziert diese?

     

  3. Was für ein Quark! In den alles dominierenden CIA-Medien regiert die Schere im Kopf mit der Existenzvernichtungskeule darüber und nennt sich Pressefreiheit. Und die Meinungsfreiheit in den Kommentarspalten wurde in den letzten 2 Jahren nicht mehr nur wie sonst zensiert, sondern nahezu vollständig abgeschafft. Die Faschisierung ist mit dieser "Presse- und Meinungsfreiheit" in letzter Zeit deutlich vorangekommen.

  4. Keine freiheit ohne Pressefreiheit ? So ein Unsinn.

    Die Pressefreiheit gibt es doch eh schon lange nicht mehr, oder warum gibt es soviele regierungsnahe Medien,die nur über das berichten- was ihnen die Politik, die Eliten,Washington oder besser gesagt die großen Medien-Konzerne vorgeben -selbst recherieren ist doch schon lange ein Tabuthema bei den Massen Medien ? !

    Außerdem müßte es eh heißen : Keine Freiheit ohne MEINUNGSFREIHEIT und Pressefreiheit.

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