Bild: Flickr.com/campact CC BY-NC 2.0

Was die Menschen in Europa wollen, das interessiert Schweitzer wenig, denn er ist der Mann der für die deutsche Wirtschaft eintritt – und diese fordert TTIP immer noch. Oder sollten wir der alten Kampagne "Geht es der Wirtschaft gut, geht es den Menschen gut" doch noch Glauben schenken dürfen?

Von Redaktion

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, hat dazu aufgerufen, die Verhandlungen über das amerikanisch-europäische Freihandelsabkommen TTIP wieder aufzunehmen. "Wenn die Entwicklungen nach der US-Wahl eins gezeigt haben, dann, dass wir TTIP mit vereinbarten Standards und Handelsbedingungen jetzt sehr gut gebrauchen könnten", sagte Schweitzer der "Rheinischen Post". "Ich wünsche mir daher auch von der nächsten Bundesregierung einen intensiven Einsatz für ein ausgewogenes TTIP und weitere Handelsabkommen", so der DIHK-Präsident.

In Europa habe man erfreulicherweise bereits freien Handel weitgehend ohne nationale Diskriminierungen. "Und diesem Binnenmarkt verdanken wir Europäer einen erheblichen Teil unseres Wohlstandes. Wir müssen diesen Geist auch wieder selbstbewusster in der Welt vertreten", sagte Schweitzer. Ihn beunruhige am meisten, dass nahezu überall auf der Welt protektionistische Tendenzen zunähmen. "Das ist eine wirtschaftsfeindliche Rolle rückwärts", sagte Schweitzer.

Hoffnung auf Einsicht bei Strafzöllen

Schweitzer hat sich auch hoffnungsfroh geäußert, dass US-Präsident Donald Trump auf Strafzölle gegen deutsche Unternehmen verzichten könnte. "Vielleicht hat der Präsident verstanden, dass sich solche Strafzölle in höheren Preisen für seine Wähler niederschlagen würden", sagte Schweitzer der "Rheinischen Post". "Daran kann er kein Interesse haben", so der DIHK-Chef. In Trumps ersten Plänen zum Beispiel für die Steuerreformen würden derlei Strafzölle nun zumindest nicht auftauchen. "Das lässt mich hoffen", sagte Schweitzer.

Zugleich betonte er, dass die deutschen Exporte in die USA im ersten Quartal des laufenden Jahres noch einmal um acht Prozent gestiegen seien. "Im gesamten Jahr geht unsere Prognose sogar von zehn Prozent Plus aus", sagte Schweitzer. Deutsche Unternehmen, die in den USA ansässig sind, würden an ihren Investitionen in den USA festhalten. "Damit bringt die deutsche Wirtschaft auch mehr Wertschöpfung nach Amerika", sagte Schweitzer. Er mahnte jedoch, die USA müssten insgesamt noch deutlich wettbewerbsfähiger werden – etwa bei Infrastruktur und Ausbildung.

8 KOMMENTARE

  1. Kapitalkonzentrationen und damit große Aktienunternehmen sind eine Gefahr für die Demokratie

    Das Kapital versucht immer wieder gegen die Demokratie zu putschen, entweder durch Bestechen von Politikern, durch Massenmedien oder durch solche Freihandelsverträge wie TTIP.

    Es ist das elementare Interesse der Gesellschaft, solche Kapitalkonzentrationen in ihrer Entstehung zu verhindern.

    Dazu sollten Privatbanken und Aktiengesellschaften verboten und Konzerne verstaatlicht werden.

    Das Kapital als Machtblock muß abgeschafft werden.

      • Der Adolf war, was die Entmachtung des Kapitals anbetrifft halb-konsequent.

        Er hat zwar die Konzerne unter das Diktat des Staates gezwungen, sie jedoch nicht als eigene Hirachie abgeschafft.

        Konsequenter wäre es, die Konzerne als eigenständigen Machtblock durch Verstaatlichung abzuschaffen. Dazu muß man ein neuartiges Konzept von Staatsbetrieb kreieren, was die Leistungsanreize erhält und damit den Betrieb leistungsfähig hält.

        Die Erträge aus der Automation kämen dann der Bevölkerung zugute und nicht nur einer Aktionärsminderheit. Mit diesem Geld könnte man dann Altersarmut und Arbeitslosigkeit beenden. Das wäre soziale Marktwirtschaft.

  2. buback ponto schleyer, der nächste war leider kein bayer.

    aber da haben wir noch ne ihk, da bettelt ein schweizer, völlig klar

  3. und mal ganz klar: der adolf , nachdem hier so viele schrein, war der , der mit amerikanischen kapital die nsdap aufgebaut, und deutschland in einen krieg trieb der niemals zu gewinnen war. und nach sowas schreit ihr? herr laß hirn regnen.

  4. Den Adolf lassen wir besser weg, den Rest der Forderung unterschreibe ich. Allerdings nicht in Form einer kommunistischen Staatsauffassung!

    Man sollte den Adolf dort lassen, wo er höchstwahrscheinlich ist. An einem sehr heißem Ort, zusammen mit Stalin, Roosevelt und Churchil und die Namen der anderen fiesen Mitläufer erspare ich mir mal!

    All das funktioniert nur bis zu einer bestimmten sozialen Größe eines Staates. In Monsterstaaten ist das alles nicht zu verwirklichen. Nur faschistoide Unterdrückungsstrukturen!

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