Bericht: Viele Supermärkte verkaufen verdorbenes Obst und Gemüse

In 15 von 17 getesteten Märkten wurde vergammeltes Obst und Gemüse angeboten, das ergab nun eine Recherche des NDR. Die Ware wurde teilweise noch am nächsten Tag als tagesfrisch angepriesen. Verbraucherschützer und Experten für Lebensmittelsicherheit warnen vor dem Verzehr solcher unsicheren Lebensmittel. 

Von Redaktion/dts

In vielen Supermärkten und Discountern wird Obst und Gemüse angeboten, das verdorben ist und nach den Anforderungen des Lebensmittelrechts nicht mehr verkauft werden dürfte. Das haben Recherchen des Verbraucher- und Wirtschaftsmagazins "Markt" im NDR Fernsehen ergeben. In 15 von 17 getesteten Märkten wurde demnach vergammelte Ware verkauft: In den Obst- und Gemüseabteilungen hätten viele gammelige oder schimmelige Paprika, Tomaten, Gurken, Auberginen, Mandarinen, Zitronen und Salat gelegen.

Die verdorbene Ware habe häufig den ganzen Tag in den Regalen gelegen, ohne ausgeräumt zu werden. Und selbst am darauffolgenden Tag seien in manchen Märkten dieselben nicht mehr verkehrsfähigen Produkte noch zum Verkauf angeboten worden, angeblich als tagesfrische Ware. Das Ergebnis alarmiert Experten für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschützer: "Dem Verbraucher werden `unsichere Lebensmittel` verkauft, die man auf keinen Fall verzehren sollte", sagte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Ein Verzehr solcher Produkte kann gesundheitliche Risiken haben. Die Märkte haben ihre Sorgfaltspflicht vernachlässigt, denn die Lebensmittel entsprechen nicht den Anforderungen des Lebensmittelrechts."

Die Expertin für Lebensmittelsicherheit Bianca Brauer kritisiert, dass die Ware nicht mehr verkehrsfähig sei. "Wir haben Marktverordnungen dafür, dass die Ware frei von Schimmelpilzen und Schaden und auch sauber sein muss und frei von Fremdstoffen. Also so etwas müsste unbedingt aussortiert werden." Bei manchen Produkten sei nicht auszuschließen, dass sich Schimmelpilzgifte entwickelt hätten, die krebserregend sein könnten und generell nicht verzehrt werden sollten.

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14 Kommentare

  1. In den 1990iger Jahren wurde in Berlin beobachtet das nicht mehr so ganz frisches Obst und Gemüse von Westberlin nach Ostberlin gakarrt wurde. Man sollte mal herausfinden ob diese Praxis in ähnlicher Form, von Supermärkten in reicheren Gegenden in ärmeren Gegenden stattfindet?

  2. Die hier geschilderten Zustände und deren Folgen sind bekannt. Hier ergibt sich der Frage, warum die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Behörden nicht tätig werden. Wollen, sollen oder dürfen die nicht? Auffällig ist auch, dass es sich in der Regel – wie oben beschrieben – um große Supermarkt-Ketten handelt. Die "Kleinen" werden da ganz anders ins Visier genommen!

    1. Hier ergibt sich der Frage, warum die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Behörden nicht tätig werden.

      Die haben kein Personal mehr..

      Die Kontrollinstanzen in Deutschöand werden seit Jahrzehnten ausgedünnt.

      1. Stimmt – das "Personal" wird jetzt für den Flüchtlings-Ringelpietz dringender gebraucht. Ist ja auch von erheblicher Wichtigkeit, dass die Neger ihre Krankeversicherungskarten bekommen, um sich ihre kariesgebräunten Gebisse richten zu lassen. 

  3. Ein Verzehr solcher Produkte kann gesundheitliche Risiken haben

    Klar! Wenn man eine faule Tomate oder eine verschimmelte Paprika entdeckt, isst man die ja auch. Wie blöd ist das denn…

    1. Die gesundheitlichen Schäden können bereits auftreten, wenn der Schimmel noch nicht sichtbar aber dennoch vorhanden ist. Man spricht nicht umsonst von "Mikro"-organismen.

      1. Was Sie sagen ist richtig. Und je weicher die Frucht – je mehr Wasser – desto schneller ist die ganze Frucht betroffen. Was man bei Äpfeln abschneiden kann, aber z.B. eine angefaulte Tomate (Zitrone auch) ist insgesamt verdorben.

        Mir ist trotzdem kein Mensch bekannt, der nicht erkennt, wann eine Frucht zum Verzehr nicht mehzr geeignet ist. So etwas lernt man einfach, als Mensch im tgl. Leben. Wenn man das nicht erkennt, sollte man vielleicht nochmal von vorne anfangen oder Dinge kaufen, die man besser kennt als Lebensmittel.

        Ich bin gerade am überlegen, wo man (also: ich) auf verdorbenes Obst/Gemüse hereinfallen kann. DAs ist doch eigentlich nur dann der Fall, wenn sich im Gebinde eine verdorbene Frucht befindet, die man von außen nicht erkennt. Im großen Gebinde ist das eigentlich oft der Fall. Habe schon mal darüber nachgedacht, ob das Absicht ist? Ich meine, wer bringt denn schon ein 5-Kg-Netz Kartoffeln zurück, wenn eine faule drin ist?

        Um zum thema zurückzukehren: Ich behalte meinen Standpunkt, dass man erkennt, wenn Obst/Gemüse verdorben ist. Worum es in dem Artikel geht (vielleicht sollte man das schreiben), ist die Haltbarkeitsdauer. Wenn die Ware schon im Markt am Ende ist, wird sie u Hause nicht besser.

  4. Da ist die Sachkenntnis und Kritikfähigkeit des Verbrauchers beim Einkauf gefragt. Ich habe schon manchen Marktleiter (bei Edeka oder Netto) gefragt, ob er Ware im oben beschriebenen Zustand selbst konsumieren würde, ihm (ihr) gleichzeitig ironisch zu verstehen gegeben, solche "Altware" würde er selbst auf meinem Kompost nicht finden. Das hat im Regelfall dazu geführt, in der folgenden Zeit frischere Ware vorzufinden. –  So recht nachvollziehen kann ich jedoch nicht, warum das Problem den verantwortlichen Behörden seitens NDR und Redaktion nicht unter die Nase gehalten wird. Ausschließlich im Versagen der Lebensmittelüberwachung sehe ich die Ursache. 

  5. jaja – das sichere und wohlhabende "deutschland", in dem es sich so gut leben lässt, ohne dass man sich um irgendwas einen kopf machen muss! ich habe phänomene dieser art seit 2004 ständig beobachten können, da die "faule tomate" nicht zwingend auch wie eine aussehen muss, mir auch ein-zwei mal den magen verdorben. 

    seit 2010 werden obst und gemüse nur noch aus türkischen und libanesischen läden gekauft – wenn ich denn mal in "deutschland" bin. 

  6. Vielleicht spritzen die Großagrarier Obst und Gemüse mit zu wenig Petrochemie? Dann sollte das am besten eingedost werden.

    Ich kaufe Obst und Gemüse beim Bauern. Das ist zwar nicht hochglanzpoliert, schmeckt aber besser.

    Verschimmeltes kriegen wir auch von den Parteigecken angeboten und wenn man sich die Tagesschau antut, dann richtet die ganze Wohnung muffig.

  7. Evtl. handelt es sich bei dem Obst und Gemüse um das von Ost nach West verbrachte.:-). In Punkto Lebensmittel besteht das Problem nicht nur aus unzureichender Frische denn wir haben eine grundsätzliche Fehlentwicklung. Zu einem großen Teil handelt es sich nicht mehr um Lebensmittel im eigentlichen Sinn sondern nur noch um Füllstoff versetzt mit Giften. Ein Volk mit vollem Bauch geht nicht auf die Straße. Eine Parallele bei den Inhaltsstoffen ergibt sich zu den Verschwörungstheorien wie Hooton, Kaufmann und Morgenthau Plan die nichts anderes bezwecken als die Umerziehung der Deutschen bis zum Volkstod. Wenn man nun die Lebensmittelzusätze genauer betrachtet wie u.a. Fluorid, Aspartam und Glutamat könnte man den Eindruck gewinnen das die Möglichkeit zur gesunden Ernährung überhaupt nicht gewollt ist. Sogar die Verpackungen sind teilweise hoch belastet, da sei nur mal Bisphenol A genannt und selbst wo Bio draufsteht ist nicht immer Bio drin. Im Ergebnis wird es immer schwerer sich gesund und Gehaltvoll zu ernähren, teilweise ist auch die Nahrung direkt beim Erzeuger gekauft mit Pestiziden hoch belastet. Einen Grund dafür sehe ich darin das, das natürliche Gleichgewicht durcheinander gebracht wurde und die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht. Die sinnvolle Anordnung von verschiedenen Pflanzen um so einen Natürlichen Insektenschutz zu erreichen oder die Teilung von Ackerflächen durch Hecken also die Nutzung der von der Natur gegebenen Möglichkeiten, ist in dem Industrieellen Anbau wie er heute betrieben wird nicht möglich da alles dem Profit unterworfen ist oder den Plänen von oben genannten Leuten. Allerdings besteht die Möglichkeit wenn man sich alternativ informiert, das Zeitgeschehen Vorurteils und wertfrei bewertet, sich über die Deutsche Geschichte ab ca. 1850 – 1900 unabhängig sowie in Ausländischen Archiven informiert das man feststellt; wir werden ständig ausgiebig belogen, sind einer Umfangreichen Propaganda unterworfen die wir zu allem Überfluss auch noch bezahlen müssen und werden von klein auf, auf das mieseste manipuliert. Somit ergeben plötzlich die Verschwörungstheorien, verschiedene Abläufe und Gegebenheiten in dieser Staatssimulation einen Sinn und lassen vieles überraschend in einem anderen Licht und erklärbar erscheinen bis hin zum aktuellen Verhalten der Politik und deren Schauspieler.

    1. Genau richtig, was Sie sagen. Danke.

      Wenn ich ein Volk vergiften will, muss ich PRIMÄR das hier vergften:

      1. Wasser
      2. Essen
      3. Luft

      Gesetzt dem Fall, könnte man dahingehend assoziieren:

      zu 1: Privatisierung der Wasserwerke (Käufer: US-Firmen)
      zu 2: a) Fleich <== Hormone, Antibiotika; b) Obst/Gemüse <== Roundup, Glyphosat
      zu 3: Diese dubiosen Chemtrails hätten damit eine Begründung

      1. Ich würde der Aufzählung noch die gezielte elektromagnetische, genetische und radioaktive Verseuchung hinzufügen., deren Auswirkungen in den uns umgebenen Medien (Luft, Wasser, Boden) unübersehbar geworden sind.

  8. Aus meiner Erinnerung gibt es allein in Berlin ca. 56.000 Lebensmittelführende Unternehmen, die man kontrollieren müsste. Also Produzenten (Fertiggerichthersteller, Säfte, Salate, Brotaufstrich, Getränkehersteller,…) und Händler (Großhändler mit eigenem Lager) und Verkaufsstellen (Dönerbude, Supermarkt, restaurant, Imbiß).

    Die Anzahl der Kontrolleure liegt bei ca. 300, wenn man dann mal die behördenüblichen Krankheitsquoten und Innendienstquoten annimmt und eine Kontrolle von 5 Betrieben pro Tag von den gesunden nicht auf Fortbildung sich befindenden Veterinären ansieht, dann stellt sich die Frage, wie man das bewerkstelligen will bzw. ob man es denn überhaupt will.

    Das Projekt mit der angedachten Transparenz wie man es mit dem Ampelsystem in Dänemakr macht und auch in einem Teil von Berlin durchzusetzen versuchte würde ich auch mal als halbherzig und gescheitert aufgrund von "juristischen" Bedenken ansehen. Wenn man sich damit mal intensiv beschäftigt wird man feststellen, daß durch das Ampfelsystem den Verbrauchern erst aufgefallen wäre, wie wenig tatsächlich kontrolliert wird.

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