Bye bye Europa – Rette sich wer kann?

Europa erlebt seit einigen Jahren einen Transformationsprozess, der für viele Menschen auf diesem Kontinent eher unerfreuliche Zukunftsperspektiven bietet. Auswandern bietet sich für immer mehr Europäer als Alternative an.

Von Marco Maier

Europa mag zwar für Millionen von Menschen aus ärmeren Ländern sowie aus Krisen- und Kriegsregionen ein Wunschziel sein, doch für immer mehr Europäer selbst bietet der "alte Kontinent" immer weniger Perspektiven, was die Zukunft anbelangt. Wachsende Staatsschulden, eine desaströse demographische Entwicklung, die immer familienfeindlichere Politik, teils erschreckende Arbeitslosigkeit und die zunehmende Bevormundung durch einen immer autokratischer agierenden EU-Moloch lassen immer mehr Menschen von Lissabon bis Berlin, von Stockholm bis nach Athen an einer besseren Zukunft zweifeln.

Noch mögen Länder wie Deutschland, Österreich, Großbritannien oder Schweden eine gewisse Anziehungskraft besitzen – zumindest dann, wenn man aus ärmeren Ländern kommt. Doch man muss sich auch fragen, ob dies überhaupt noch lange funktioniert. Die Steuer- und Abgabenlast wächst immer weiter an und infolge der Flüchtlingskrise und der damit einhergehenden Massenzuwanderung fragen sich manche Menschen, ob damit nicht auch jene Zustände quasi importiert werden, vor denen diese Leute geflüchtet sind.

Wenn man sich in den sozialen Netzwerken und in diversen Auswandererforen umsieht, bemerkt man doch auch einen zunehmenden Wunsch der Menschen – auch aus Deutschland und Österreich – dieser Entwicklung zu entfliehen. Auf Facebook gibt es schon Gruppen mit teils hunderten Menschen die einen Umzug nach Russland angehen wollen. Die Spanier und Portugiesen beispielsweise fackeln da ohnehin nicht lange herum und haben sich teilweise schon auf nach Lateinamerika oder sogar (im Falle Letzterer) nach Angola oder Mosambik gemacht. Die Iren und Briten haben es in den englischsprachigen Ländern ohnehin schon leichter und nutzen dies auch.

In den nächsten 10 Jahren, wenn sich die bisherigen Entwicklungen in einer deutlicheren Form zeigen werden, dürfte die Auswanderwilligkeit noch stärker steigen. Gut ausgebildete Fachkräfte sind nämlich auch in anderen Ländern gefragt, nicht nur in Deutschland oder Österreich. Und so manch einer könnte auch damit klarkommen, zwar etwas weniger als bisher zu verdienen, doch der Familie dafür zumindest ein Leben mit einer Zukunft zu bieten. Auch wenn man dann ohne das sozialstaatliche Sicherheitsnetz klarkommen muss, welches man bisher gewohnt war. Doch dieses wird angesichts der aktuellen Entwicklungen ohnehin immer löchriger.

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Europa befindet sich auf einem absteigenden Ast. Dazu reichen ein Blick in die diversen Statistiken und ein Taschenrechner. So lange man als EU-Bürger noch die Möglichkeit dazu hat, recht einfach in andere Länder auszuwandern, sollte man diese Option ins Auge fassen. Denn wer weiß, ob dies in 10 oder 15 Jahren immer noch der Fall ist.

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37 Kommentare

  1. Ich lese immer nur die schlechten Nachrichten in Europa und sehe Videos auf Youtube und bin sehr froh, dass ich schon vor fast 9 Jahren nach Paraguay ausgewandert bin. Ich hatte immer irgendwie eine Ahnung, dass irgendwann mal etwas im Nahen Osten passiert und so ist es auch gekommen. Und die Katastrophe geht bis nach Europa …..

    Paraguay ist als Auswanderungsland zu empfehlen. Sehr einfache Einwanderungsbedingungen; günstige Häuser schon ab ca. 10.000 Euro; Zinsen bei Banken und Cooperativas zwischen 10 % und 16% (manchmal auch noch mehr).
    Ich werde auf jeden Fall hier bleiben und mir das Chaos in Deutschland nicht einmal mehr anschauen.

    1. Paraguay?
      Wo in Paraguay kann man denn sicher sein, dass einem nicht irgendwelche Milizen bei Nacht und Nebel das Fell abziehen, oder das Haus anzünden?

          1. Ein Blick auf das Datum wäre nicht schlecht

            Außerdem gibt solche Dinge in fast jedem Land auf diesem Planeten. In Paraguay hat man zwar nicht den selben 'Luxus' wie in Deutschland, aber immerhin wird man nicht von Fremden überrannt und vom Staat verarscht

          2. Habe keine Angst vor Terroristen. Einige sagen, ich sei selbst einer 🙂

            Viel wichtiger wäre für mich:
            Wenn ich lande:
            Stehen am Flughafen winkende Menschen mit Fahnen?
            Wird denn da auch so ein Plakat ausgerollt?
            „*Wellcome * Herr Jeh * Wellcome *“

          3. Hab zwar nirgendswo das Wort Terrorist benutzt, aber ok…

            Da ich nicht in Paraguay lebe, wird es etwas schwer werden am Flughafen von Asuncion mit ner Flagge zu stehen und irgendwelche Leute Willkommen zu heißen

      1. In Paraguay ist es auf jeden Fall sicherer als in Deutschland. Natürlich gibt es auch mal irgendwelche Einbrüche und Diebstähle, aber wo auf der Welt gibt es das nicht. Man sollte sich eben mal im Internet über Paraguay informieren. Dazu gibt es genügend Webseiten mit guten Informationen (in Foren steht oft zu viel Mist und vieles ist zu veraltet).

        Es leben auch schon zig Tausende deutschsprachige in Paraguay.

        1. Als ich in Paraguay war hatten die Deutschen bei der WM 2010 gerade Argentinien 4:0 geschlagen und und da man mir wohl ansah Deutscher zu sein lag ich ziehmlich weit vorn bei den Einheimischen. Diese haben mir allgemein sehr gut gefallen, auch wie sie das unglückliche Ausscheiden gegen Spanien im Viertelfinale weggesteckt haben – alle waren bestens gelaunt. Weitere Pluspunkte gab es für die Hauptstadt Asuncion und Iguazu, weniger gefallen haben die Landschaften mit dem Gran Chaco im Westen und den endlosen Graslandschaften im Osten.

    1. Auswandern ist durchaus eine Lösung. Die vielleicht 10-15 Millionen Deutsche die eine Änderung wollen sind nichts gegen die wohl rund 70 Millionen die sich mit den herrschenden Umständen abgefunden haben.

      1. Oh ja Marco, ich wandere nach Österreich aus. In Wien ist zwar nachts die U-Bahn auch nicht gerade mit Intelligenz gefüllt, aber im Gegensatz zu FFM nicht mit notorischen Schlägern. Verklärte, so komisch abwesende lächelnde Blicke, aber keine bösartigen Schläger wie z.B. i.d. S8/S9

        1. Wien? Hmm… wenn die „Grantler“ mal wieder zuschlagen. 😀 Hab mal am Bahnhof Hütteldorf gesehen, wie eine Frau (so um die 50-55) nem jungen Kerl ins Gesicht gespuckt und übelst beschimpft hat, weil er wohl was tat was ihr nicht passte. 😀

          1. auswandern ist bestenfalls ein schrauben an der symptomatik, die einen selbst stört. aber beim besten willen keine lösung! 

          2. @ Marco, wir Ösis freuen uns auf Verstärkung! Österreicher bewaffnen sich gerade massiv! Auswandern? Was'n Quatsch? Hasenfüsse! Heimat verteidigen, dass ist in Österreich angesagt Mädels. 

          3. Eine merkel- und internetfreie Höhle hätte ich gerne. Strom ist nicht erforderlich, nur frisches Wasser. Und es sollte schon etwas tiefer in den Berg gehen, um die Kälte im Winter hinter sich zu lassen. Also: Wer da einen Tipp hat, heeeeer damit 🙂 🙂 🙂

      2. Wohin…?

        vielleicht doch nach Wien…?!

        habe dort mal beruflich bedingt für drei Jahre gelebt und mich zehnmal sicherer gefühlt im Vergleich zu Deutschland. Deutschland ist ein gefährliches Land.

         

         

  2. Tja, dauerhaft auswandern ist nicht so einfach: In den meisten Urlaubsparadiesen braucht man 20-50 k aufm Konto als Nachweis, damit man sich überhaupt niederlassen kann. Und dann sollt man schon mindestens einen Tausender/Monat zur Verfügung haben, wenn man halbwegs bequem leben will.
    Asketen kommen z.B. in Kambodscha sicher mit 300/Monat durch, aber drunter gehts nicht.

  3. @HerrJeh 03.26 Uhr, ich würde die von BinLaden genutzten Höhlen in Afghanistan empfehlen, gesundes Klima, herrlicher Ausblick, der eine oder andere Bauer baut noch „schwarzen Afghan“ an (vorab konvertieren wäre empfehlenswert). – – – Der Gedanke an Republikflucht war noch nie so stark, wie in diesem Jahr. Im Herbst meiner Jugend (mit 64) würde ich mir vermutlich wie eine umgetopfte Pflanze vorkommen, die Mühe hat, Wurzeln zu schlagen. Doch noch bin ich bemüht, zu verstehen, was genau in unserem Land abläuft, denn was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr. Vor allem aber möchte ich noch erleben, das die Menschen im Lande anfangen, für ihre verbliebene Freiheit „aufzustehen“. Wenn ich das in den nächsten 6 Monaten nicht erlebe, dann wars das wohl.

    1. Ich wuerde auch so gerne im gastfreundlichen und wirtlichen Russland mit Gerard Depardieu einen heben gehen. Oder in Angola dem Chef eines Oelkonzerns die Schuhe putzen. Zu der Bande, die den Brasilianischen Ueberlandbus ueberfaellt sagen: bitte nicht zu hart zuschlagen, denn es soll mir ja nicht leid tun, dass ich aus dem boesen Europa ausgewandert bin, wo mir unertraeglich war, dass jetzt ein paar 100 Syrer in einer Turnhalle schlafen.

  4. Was fuer ein schwachsinniger Artikel. Herr Marco Maier war bestimmt noch nie laengere Zeit im Ausland. Und schon gar nicht in Angola oder Russland. Wir verzaertelten Europaeer sind weltfremde Realitaetsverweigerer geworden. Solidaritaet mit Schwaecheren ist dann zu schwierig fuer uns, wenn wir in den „Schwaecheren“ Konkurrenz und Den eigenen Niedergang fuerchten. Anstatt uns angesichts ein paar 1000 Fluechtlinge, die wohlgemerkt nichts mehr haben als ein paar Kleider am Leib u ihren Ueberlebenstrieb in die Hose machen anstatt sie zu unterstuetzen, dann haben wir s nicht anders verdient als von denen die noch Ehrgeiz und Antrieb haben, bei Nichts anzufangen und Schritt fuer Schritt ihren Kindern eine Zukunft zu ermoeglichen, abgeloest zu werden.

    1. Da irren Sie sich. Allein in den letzten 15 Jahren war ich nur einen Teil der Zeit in Österreich. Was Angola betrifft: Fragen Sie doch mal die Portugiesen (ich bin seit einigen Monaten in Portugal unterwegs), wie viele Leute sie kennen die nach Angola, Mosambik oder nach Brasilien gegangen sind.

      Ob es leicht ist? Eher nicht. Aber wenn ich mir mal ein paar Länder mit einer noch intakten demographischen Entwicklung ansehe, ist die Zukunftsfähigkeit dort eher gegeben als hier in Europa, wo selbst eine umfangreiche Einwanderung von jungen Menschen das System nicht mehr retten kann.

      1. Die Sache hat nur einen Haken!

        Die "intakte demographische Entwicklung" in Angola und Brasilien wird vom gleichen Minusmenschentum getragen, welches derzeit millionenfach in die BRDDR einfällt!

      2. Wir werden am Besten unser Scheiß Land verlassen. Können dann aus dem Ausland beobachten, wie die Bereicherer und die taube Regierung Deutschland innerhalb von einem Jahr auf Entwicklungslandstatus wie Griechenland und schlimmer bringen. Danke BRD GmbH. 

    2. Da irren Sie sich. Sehr naiv! Dahinter steht Geld, Öl, Waffen, reiche islamische Staaten und Europa läßt sich kaufen. Diese Realität über die Sie reden, ist aufgezwungen.

  5. “ So lange man als EU-Bürger noch die Möglichkeit dazu hat, recht einfach in andere Länder auszuwandern, sollte man diese Option ins Auge fassen. Denn wer weiß, ob dies in 10 oder 15 Jahren immer noch der Fall ist.“

    Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!
    Ehrenwort von IM Erika und IM Larve!

  6. Keinen Defaitismus bitte – wir holen uns unser Land zurück Meine Heimat ist keine Hure, die ich verlasse, wenn sie in Nöten ist, wie es unsere „Syrer“ mit ihren Familien machen.

    Allerdings wird es mit jedem gutausgebildeten Auswanderer schwerer.

    Wer auswandern will, bedenke eines : Zunächst mal lachen sich die Profiteure ihrer Auswanderung einen Ast, und zweitens kommen die Nachfahren der Auswanderer in ein, zwei Generationen zurück – als feindliche Soldaten.

    So war es immer schon – was glaubt ihr, wie viele Deutschstämmige in den amerikanischen Bombern die deutschen Städte verbrannt haben, mit dem Wunsch, alle ihre Verwandten umzubringen?

    Das ist übrigens eine Geschichte, die noch ihrer Aufarbeitung harrt.

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