Sonntagspanorama #32

Liebe Leserinnen und Leser,

man wundert sich schon ein bisschen, dass die regierende AK-Partei des türkischen Präsidenten Erdogan mit knapp 50 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit im türkischen Parlament zurückerobert hat. – Bei all seiner bekannten Schlechtigkeit und Bösartigkeit.

Die Deutschen sind allerdings nicht besser: Laut des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap sind 49 Prozent der Deutschen mit der Arbeit der maximal-desaströsen Bundeskanzlerin Angela Merkel zufrieden.

Auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der den palästinensischen Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin Al-Husseini, für den Holocaust an den Juden verantwortlich machte, erfährt viel Unterstützung in der jüdisch-israelischen Öffentlichkeit. Der israelische Soziologe Moshe Zuckermann schreibt in der jungen Welt: „Benjamin Netanjahu war sich sicher, dass er die öffentliche Meinung auf seiner Seite haben würde. Und es ist in der Tat verblüffend, wie viel Unterstützer er in den sozialen Netzwerken hat. Diese haben nämlich kein Problem mit dem inhaltlichen Mist, den Netanjahu von sich gegeben hat, sondern reagieren vor allem auf die gegen diesen Mist geübte Kritik, die sie primär als Kritik von Linken deuten. Und nichts wird in der hiesigen Politkultur gegenwärtig mehr verachtet als das Linke. Netanjahu wusste, dass er im eigenen Land darauf wird zählen dürfen.“

Der Fisch stinkt nicht immer vom Kopf her, manchmal ist der Knackpunkt auch die hymnische Verehrung durch die Wähler.

1. Szene

„Der US-Bomber attackiert die Isis-Stellung. Die Bombe explodiert keine hundert Meter von uns. Wir jubeln mit den PKK-Kämpfern. IS-Leute, wütend über den Luftangriff, schießen auf die Stellungen der PKK. Kugeln surren über unsere Köpfe hinweg. Wir rennen zurück in unser Lager. Dort herrscht dicke Luft. Die US-Bombe hat ihr Ziel verfehlt und ihre Druckwelle hat die Wände des Lagers wackeln lassen. Ein PKK-Kämpfer schlägt wütend mit der Faust auf ein verstaubtes Sofapolster: ‚Seit drei Tagen versuchen die Amerikaner, diese IS-Stellung zu zerstören. Seit drei Tagen schießen sie daneben. Die Amerikaner können nicht zielen. Die sollen Isis treffen, nicht uns.‘“ Quelle: Reportagen

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Aber Putin hat es jetzt drauf. Seine Präzisionsbomben fallen den Terroristen (alle Syrer außer Assad?) immer direkt auf die Birne. Nach UN-Angaben sind allerdings allein im Oktober mindestens 124.000 Syrer aus ihren Häusern in den Provinzen Aleppo, Hama und Idlib vor Putins Bomben geflüchtet.
Eine Bekannte aus Russland informiert mich immer über die dortige Medienlandschaft. Die russische Intelligenz hält Putin wohl für wahnsinnig.

Flüchtlinge Karikatur

Mit freundlicher Genehmigung von Greser & Lenz.

2. Szene

„Sie kommen ohne Ankündigung ins Dorf – und sie verhandeln nicht. In wenigen Minuten zerstören rund 700 Soldaten die Siedlung Sungai Beruang im indonesischen Regenwald. Eine Chance zur Gegenwehr haben die Dorfbewohner gegen die mit Gewehren und Bulldozern ausgerüsteten Angreifer nicht: Die Truppe macht von einer Sekunde zur anderen 100 Menschen vom Volk der Suku Anak Dalam obdach- und heimatlos, illegal vertrieben von dem Land, auf dem sie seit Generationen leben.“

https://www.youtube.com/watch?v=gnxuR-GEOmI

„Doch anders als im Fall von Syrien oder dem Irak sind die Kriege der Weltmacht Food um Neuland nur selten Thema in den Nachrichten. Denn die Expansion zeigt sich vor allem in Asien, Afrika und Südamerika: Fast alle der über 900 seit dem Jahr 2000 verzeichneten großen Landnahmen – das heißt, wenn 200 Hektar oder mehr auf einmal den Besitzer wechseln – fanden in nur 32 Ländern der Erde statt, die meist klimatisch begünstigt in der Nähe des Äquators liegen. Akzeptieren die Bewohner nicht freiwillig ihre neue ‚Staatsbürgerschaft‘, erscheinen oft, wie in Indonesien, die Räumkommandos und Brandrodungstruppen, um Fakten zu schaffen.

Die großen Landnahmen seit dem Jahr 2000 hätten das Potential, eine Milliarde Menschen zu ernähren, also ein Siebtel der Weltbevölkerung. Doch davon kann keine Rede sein: Zwei Drittel der neuen Eigentümer beabsichtigen, ausschließlich für den Export zu produzieren – unabhängig davon, ob die lokale Bevölkerung auf die Lebensmittel angewiesen ist.“ Quelle: tv hören und sehen

Das schwarze Schaf der Woche

Schwarzes Schaf„Die Leute kommen ja, sie lassen sich nicht aufhalten. Zur Not machen sie sich allein auf den Weg und suchen gewaltsam Chancen für ein besseres Leben.“
Ulrich Lilie, der Präsident der Diakonie Deutschland, befürwortet in einem Gespräch mit chrismon Gewalt von Einwanderern bei der Durchsetzung des angeblichen Menschenrechts auf Asyl ohne Obergrenze in Deutschland.

Dabei regelt unser Grundgesetz, dass derjenige, der aus sicheren Drittstaaten (z.B. Schweiz, Österreich) kommt, kein Asyl erhält: „Personen, die über sichere Drittstaaten eingereist sind, können sich nach Art. 16a Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz in Verbindung mit § 26a Abs. 1 AsylG in der Regel nicht auf das Asylrecht nach Art. 16a Grundgesetz berufen, da nach dem Willen des Gesetzgebers schon in dem sicheren Drittstaat die Möglichkeit bestand, Asyl zu beantragen, womit keine Notwendigkeit einer Asylbeantragung in Deutschland mehr gegeben sei. Ist der sichere Drittstaat, über den die Einreise erfolgte, bekannt, so kann die betreffende Person sofort dorthin abgeschoben werden.“ Quelle: Wikipedia

Die Exekutive in Deutschland, an der Spitze Bundeskanzlerin Angela Merkel, handelt hochkriminell, indem sie tausendfach am Tag die eigene Verfassung bricht. Stünde die Exekutive auf der Seite des Rechts, würde sie potentielle Einwanderer mit dem Zauberwort Asyl im Gepäck durch eine bewachte Grenzanlage an unserer Staatsgrenze abweisen.

Das weise Schaf der Woche

Weißes Schaf„Würde Franz Josef Strauß glauben, wir leben in einem Gottesstaat, in dem ein protestantischer Pastor aus der ehemaligen DDR Bundespräsident ist und eine FDJ Funktionärin und Pastorentochter Bundeskanzlerin.“
Sylvia Boher vom CSU-Ortsverband Zorneding äußert sich in dem Parteiblatt ZornedingReport kritisch zur Masseneinwanderung.  

Die Süddeutsche Zeitung sieht in dem Kommentar rassistische Hetze gegen Flüchtlinge. Außerdem sei die CSU-Ortsvorsitzende über Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck hergezogen. Auch Olivier Ndjimbi-Tshiende, Pfarrer in der katholischen Pfarrei Sankt Martin in Zorneding, wirft Boher  Beleidigung der Kanzlerin und des Bundespräsidenten vor. Der Pfarrgemeinderat Zornedings konstatiert ganz einfach eine braune Gedankenwelt hinter dem Artikel Bohers.
Sylvia Boher ist mitlerweile als CSU-Ortsvorsitzende zurückgetreten, „um den Weg für einen Neuanfang freizumachen und weiteren Schaden für die CSU abzuwenden.“
Schade, mir hat ihr Artikel sehr gut gefallen. Doch lesen Sie selbst Kritisch angemerkt auf Seite 3.

Mein Lektüretipp der Woche:

Einwanderer essen – Deutsche hungern

Claus Folger
Frankfurt am Main

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Ein Kommentar

  1. Werte Contra-Redaktion! Verschonen sie uns doch in Zukunft mit Meinungsumfragen. Ich denke, sie haben kaum noch einen Aussagewert. T-online hatte letzten Sonntag die Frage ins Netz gestellt: Wen würden Sie wählen, wenn…..? 59,7% wollten die AfD wählen, etwa 9!!!% die CDU/CSU, weniger als 9% die SPD, 1,9% die Grünen, FDP 7,2%, ähnlich sah es mit der Linken Partei aus. 165000 Online-Besucher hatten um 16.30 Uhr ihre Stimme abgegeben. – Starten Sie eine Umfrage in einer mit Flüchtlingen vollgestopften Region und das Ergebnis sieht völlig anders aus als z.B in unserer ländlichen Region des bräsigen Wohlstands, die noch nicht einmal nach dem letzten Krieg Not leiden musste. Hier würden garantiert 60-70 % die Regierung bestätigen. – Wenn Infratest für die genannte Studie einen Auftraggeber hatte, wird der wohl auch besonderen Wert auf ein ihm genehmes Ergebnis gehabt haben.

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