Dijon: Kleinkrieg zwischen Tschetschenen und Algeriern

In der französischen Stadt Dijon liefern sich Tschetschenen und Algerier heftige Auseinandersetzungen. Die Polizei erhält massive Verstärkung, um die Lage zu beruhigen.

Von Michael Steiner

Frankreich gilt als eines der Paradebeispiele dafür, wie die Massenzuwanderung aus verschiedenen Ländern für importierte gesellschaftliche Konflikte sorgt. Seit einigen Tagen gilt die Stadt Dijon als ein solcher „Hotspot“, in dem sich Tschetschenen und Algerier geradezu in einem Kleinkrieg befinden.

Mehr als 150 Tschetschenen, einige mit Kapuze und mit Messern und Waffen bewaffnet, versammelten sich am Montag in der Stadt, um einen mutmaßlichen Angriff auf einen tschetschenischen Teenager zu rächen, der von einem örtlichen Drogendealer durchgeführt worden sein muss, berichtet der britische Fernsehsender BBC.

Am Wochenende müssen dann mehrere Aktionen in der französischen Stadt Dijon stattgefunden haben, nachdem Tschetschenen über soziale Medien Rache gefordert hatten. Hunderte müssen aus dem restlichen Frankreich sowie aus Belgien und Deutschland angereist sein.

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Die Staatsanwaltschaft gibt an, dass am Freitagabend mindestens 10 Menschen schwer verletzt wurden und eine Person am Samstag Schussverletzungen erlitten hat. Am Sonntag haben sich laut Polizei mehr als 200 Menschen mit gewalttätiger Absicht dem Bezirk Gresilles angeschlossen.

Inzwischen wurden rund 150 Polizisten aus anderen Orten zur Unterstützung der lokalen Polizeikräfte entsendet. Diese sollen laut Bürgermeister François Rebsamen in der burgundischen Stadt für Sicherheit und Ordnung sorgen.

In der Nacht auf Samstag habe er rund hundert mit Baseballschlägern bewaffnete und teils vermummte Menschen im Stadtzentrum gesehen, sagte Rebsamen. Er sprach von „inakzeptablen und absolut beispiellosen Zuständen“, die es in einer funktionierenden Republik nicht geben dürfe, und klagte über den Mangel an Polizeiressourcen in französischen Provinzstädten.

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Doch das Problem ist nicht ein Mangel an Polizisten, sondern das jahrzehntelange Versagen der französischen Politik in Sachen Zuwanderung. Inzwischen gibt es in vielen französischen Städten Stadtteile, die mehr an irgendwelche Kalifate erinnern denn an Europa. Und wenn sich die diversen Zuwanderergruppen – wie in diesem aktuellen Fall – auch noch in die Haare bekommen, dann bleibt nur noch der Einsatz von Polizeigewalt.

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