Die USA könnten ihre Position zur Verlängerung des New START-Vertrags ändern

US-Präsident Trump macht Andeutungen, dass er den New START-Vertrag nun vielleicht doch mit Russland abschließen will. China wird vorerst ausgeklammert.

Von Redaktion

Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, ein neues Atomwaffensperrabkommen mit Russland abzuschließen, sagte Donald Trump am 1. August. 2010 wurde der New START-Vertrag unterzeichnet und läuft 2021 aus, aber trotz des Wunsches Russlands hat Washington keine Absichten geäußert, ihn zu verlängern. Gleichzeitig schlug die US-Führung nachdrücklich vor, den neuen Vertrag in ein System trilateraler Beziehungen zu überführen und ihn mit China zu verbinden.

Diese Initiative wurde in Peking abgelehnt. Peking betonte, man wolle an solchen Abrüstungsgesprächen teilnehmen, wenn die USA und Russland ihr Atomwaffenarsenal einmal auf das chinesische Niveau reduziert haben.

Die von Wedomosti befragten Experten sind der Meinung, wenn Trump bereit ist, die Idee eines Beitritts Chinas zum Vertrag aufzugeben, erhöht dies die Chancen auf eine Verlängerung des Vertrags.

„Was Trumps jüngste Worte anders macht, ist, dass er sich nicht mehr so sehr für ein Abkommen mit China einsetzt. Er sagt, dass man zuerst ein Abkommen mit Russland und dann mit China abschließen kann“, sagte der Experte des russischen Rates für Internationale Angelegenheiten Alexander Jermakow der Zeitung. „In gewisser Weise ist dies eine Verschiebung, wenn sie die Beseitigung des grundlegendsten Hindernisses für die Verlängerung des New START-Vertrags bedeutet. Wenn Trump bereit ist, die Klausel über den Beitritt Chinas zum Vertrag ‚abzutreten‘, wird dies die Chance der Vertragsverlängerung erhöhen“, stellte der Experte fest.

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Laut einem Forscher des Instituts für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen an der Russischen Akademie der Wissenschaften Dmitri Stefanowitsch „sind für Trump die Begriffe ‚Nichtverbreitung‘, ‚Abrüstung‘ und ‚Rüstungskontrolle‘ austauschbar“.

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„Es scheint der Wunsch und die Bereitschaft zu bestehen, zumindest einige russisch-amerikanische strategische Fragen im traditionellen bilateralen Format mit der anschließenden Einbeziehung Chinas zu klären“, sagte er gegenüber Wedomosti.

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