Die konservative „Werte-Union“ gehöre nicht zur CDU und sei eine „Beleidigung für alle CDU-Mitglieder“, so Saarlands Ministerpräsident.

Von Michael Steiner

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat die Werte-Union, ein Zusammenschluss konservativer Kräfte in der Union, scharf angegriffen. „Ein Bekenntnis zur Werte-Union ist eine Beleidigung für alle CDU-Mitglieder“, sagte Hans der „Rheinischen Post“. Diese wurde von Michael Mitsch gegründet, um die Linkswende seiner Partei unter dem Vorsitz von Angela Merkel zu bekämpfen und die CDU als konservative Partei zu erhalten.

Die CDU mache Politik auf den Fundamenten ihrer Werte. „Es braucht keine Werte-Union“, unterstrich der CDU-Politiker. Dabei scheint es vielmehr so zu sein, dass der konservative Flügel der CDU in den letzten Jahren vom Merkel-Flügel massiv zusammengestutzt wurde. Und gerade deshalb ist sie auch ein innerparteiliches Korrektiv.

Eine Trennung von der Werte-Union stehe nicht zur Debatte. „Wir brauchen uns von nichts zu trennen, was nicht zu uns gehört“, erklärte Hans. Er forderte jeden in der Werte-Union auf, sich zu überlegen, ob sein Platz noch in der Union sei. „Wenn nicht, müsste er konsequenterweise sein Parteibuch zurückgeben“, verlangte der CDU-Politiker.

Da stellt sich die Frage, wer dem Provinzfürsten eines vergleichsweise unbedeutenden Bundeslandes überhaupt das Recht dazu gibt, eine solche Forderung in den Raum stellen zu können und dabei eine Gruppe von CDU-Mitgliedern dermaßen zu brüskieren, die doch eine nennenswerte Anzahl von Mitgliedern aufweist.

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One thought on “Saarlands Ministerpräsident attackiert „Werte-Union“”

  1. Da möchte also der Ministerpräsident der Dorfrepublik Saarland, die Sozis, in ihrem Sinkflug, noch überholen. Schön die eigenen Reihen spalten, das erleichtert den Weg in die Bedeutungslosigkeit.

    Na, denn man tau!

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