Der US-Aktienmarkt steht unter Druck. Das Coronavirus verstärkt die Rezessionsängste in den Vereinigten Staaten.

Von Redaktion

Die Aktien der Wall Street wurden am Donnerstag erneut nach unten gedrückt, als die weitere Verbreitung des Coronavirus die Befürchtungen einer globalen Verlangsamung verschärfte und das Risiko einer US-Rezession erhöhte.

Der Dow Jones Industrial Average fiel um fast 1.200 Punkte oder 4,4 Prozent auf 25.766,64 Punkte. Das ist die schlechteste Sitzung seit mehr als zwei Jahren.

Der breit abgestützte S&P 500 fiel ebenfalls um 4,4 Prozent auf 2.978,76 Punkte – seinen ersten Schlusskurs unter 3.000 Punkten seit Oktober. Der technologiereiche Nasdaq Composite Index verlor 4,6 Prozent und endete bei 8.566,48 Zählern.

Die Verluste brachten die Wall Street auf das Tempo ihrer schlimmsten Woche seit der Finanzkrise von 2008, als die Anleger weiterhin aus Aktien in (vermeintlich) sicherere Anlagen wie US-Staatsanleihen und Gold flüchteten.

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Das Virus hat sich inzwischen in 50 Ländern verbreitet. Am letzten Tag wurden Fälle in den USA und in Spanien bestätigt, die anscheinend vor Ort verbreitet und nicht aus China „importiert“ wurden.

Der Dow war ein Meer aus Rot, und 3M war der einzige Gewinner aufgrund der starken Nachfrage nach Gesichtsmasken zum Schutz vor dem Virus.

Andere große Unternehmen wie Apple, Boeing, Microsoft und Procter & Gamble verloren mehr als fünf Prozent.

Die Märkte wurden durch die Aussicht erschüttert, dass Lockdown-Maßnahmen wie die in China angewandten weiter verbreitet werden, was das globale Wachstum bremst und einen „Nesting“-Impuls in der verbraucherorientierten US-Wirtschaft erzeugt. Insbesondere in einer Zeit, in der viele Volkswirtschaften bereits fragil sind, ist dies eine ernsthafte Gefahr für die amerikanische Wirtschaft.

Die Großbank Goldman Sachs gab zuletzt am Donnerstag eine Warnung heraus, und senkte ihre Prognose für 2020 für die US-Gewinne. Man schätzt, dass er nun für 2020 niedrige Gewinne und für 2021 ein geringeres Wachstum erwartet werden dürfen.

„Unsere reduzierten Prognosen weisen einen starken Rückgang der chinesischen Wirtschaftstätigkeit im (ersten Quartal), die geringere Endnachfrage nach US-Exporten, die Unterbrechung der Lieferkette, eine Verlangsamung der US-Wirtschaftstätigkeit und die erhöhte Unsicherheit zurück“, sagte Goldman.

Allerdings stellt sich die Frage, ob die Goldman-Analysten die Auswirkungen nicht etwas unterschätzen. Vor allem auch deshalb, weil noch gar nicht klar ist, wie lange die Ausbreitung des Virus anhalten wird und wie schwer sie vor allem die asiatischen Volkswirtschaften trifft.

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