Erdogans Albtraum: 3 türkische Drohnen über Syrien und Libyen abgeschossen

Innerhalb von nur 24 Stunden wurden über Syrien und Libyen gleich 3 türkische Kampfdrohnen abgeschossen. Das sind herbe Verluste für die türkische Luftwaffe – und der Albtraum für Präsident Erdogan.

Von Redaktion

Die türkische Luftwaffe hatte in den letzten 24 Stunden ein sehr schlechtes Ergebnis und verlor Berichten zufolge insgesamt drei unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) über Syrien und Libyen. Damit löst sich der Traum des türkischen Präsidenten, eine moderne Drohnenstaffel aufzubauen, in Luft auf.

Zunächst wurde am Dienstag eine große türkische Militärdrohne über Süd-Idlib abgeschossen. Die Syrian Arab News Agency (SANA) berichtete: „Eine Einheit der Armee hat eine Drohne der türkischen Regimetruppen in der Region Dadekh im Südosten von Idlib abgeschossen.“

Eine große türkische Drohne wurde am Dienstag von der syrischen Armee in der Landschaft von Süd-Idlib abgeschossen:

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Stunden später gaben pro-Haftar-Truppen in Libyen bekannt, dass sie ein türkisches Fluggerät abgeschossen hatten, das vom internationalen Flughafen Mitiga in Tripolis gestartet war, und veröffentlichten auch ein Video der Absturzstelle.

Am folgenden Morgen des Mittwochs berichteten unabhängige libysche Nachrichtenquellen, Haftars libysche Nationalarmee (LNA) habe ein weiteres türkisches UAV über Tripolis abgeschossen und damit das dritte abgestürzte türkische Fluggerät zwischen den Konfliktländern Syrien und Libyen markiert.

Pro-LNA-Accounts nutzten die Gelegenheit, um das türkische Militär zu verspotten, das in Libyen eine tiefere Präsenz hat und die Regierung von Tripolis (GNA) verteidigte.

„Das kurze Leben eines türkischen UAV. Der schlechteste Rekord aller UAV in der Militärgeschichte“, sagte ein prominenter LNA-Militärbericht, begleitet von einem früheren Foto des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, der seine Unterschrift auf eine mehrere teure Millionen Dollar Drohne schrieb – ähnlich dem Typ, der abgeschossen wurde.

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Ein photoshopptes Bild von Erdogan, der niederkniet, um die neu abgestürzte Drohne zu „unterschreiben“, wurde neben dem Originalfoto im Social-Media-Beitrag platziert.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Türkei sowohl in Idlib als auch in Libyen unter dem Verlust von Truppen leidet. In seltenen Aussagen gab Erdogan am Dienstag gegenüber Reportern zu: „Wir haben dort zwei Märtyrer in Libyen.“

Veröffentlichtes Material der zweiten türkischen Drohne, die am Mittwoch in Libyen abgeschossen wurde:

Internationale Berichte deuten jedoch darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer viel höher sein könnte. Haftars LNA behauptet, mindestens 16 türkische Soldaten seien bei Kämpfen getötet worden.

Auch in Idlib in Syrien sind türkische Opfer zu verzeichnen. Obwohl die Zahlen umstritten sind, haben türkische Medien mindestens ein Dutzend Tote angeführt.

Unterdessen gab Erdogan am Mittwoch syrischen und russischen Streitkräften eine weitere Drohung und ein Ultimatum. „Wir werden in Idlib nicht zurückweichen. Wir sind nicht die Gäste in diesem Gebiet, wir sind die Gastgeber“, sagte er am Mittwoch zu einem Treffen seiner AK-Partei.

Inmitten früherer Drohungen, die türkische Militärpräsenz in der nordwestsyrischen Provinz zu verstärken, die Pro-Assad-Streitkräfte versuchen, sich von Al-Qaida-Fraktionen zurückzuerobern, die die Region seit Jahren besetzt haben, sagte Erdogan, dass die Assad-Streitkräfte bis „Ende des Monats“ Zeit haben um abzuziehen.

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Offenbar sollen so sukzessive neue Fakten geschaffen werden, welche schlussendlich zu einer Annektion Nordsyriens durch die Türkei führen könnten. Wer sich als „Gastgeber“ auf fremdem Territorium bezeichnet, erhebt damit Anspruch auf diese Gebiete.

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