Präsident Erdogan droht mit dem raschen Einmarsch in Syrien. Das dürfte zu Zusammenstößen mit US-gedeckten kurdischen Kräften führen.

Von Redaktion

Nach wiederholten Drohungen in den letzten Wochen will die Türkei endlich ihre Drohung eines einseitigen Einmarsches in Syrien ausräumen, nachdem die Frist für die Vereinigten Staaten Ende September abgelaufen ist, um gemeinsam an der Errichtung einer „sicheren Zone“ mitzuwirken.

„Wir könnten eines Nachts plötzlich eintreffen“, sagte Erdogan am Dienstag nach einer Rede vor dem Parlament in Ankara gegenüber Reportern und verwies auf eine mögliche grenzüberschreitende Offensive im Nordosten Syriens. „Wir haben mit großer Geduld versucht, dieses Problem gemeinsam mit unseren Verbündeten zu lösen. Die Türkei hat in dieser Angelegenheit keinen Tag mehr zu verlieren“, sagte Erdogan

Die türkische Lira schwächte sich in den Nachrichten für den zweiten Tag vor der möglichen grenzüberschreitenden Offensive ab, die unweigerlich zu direkten Zusammenstößen mit US-Vertretern im Nordosten Syriens führen würde, insbesondere dem kurdischen YPG-Arm der syrischen Demokratischen Kräfte (SDF).

Letzte Woche präsentierte Präsident Erdogan auf der UN-Generalversammlung seinen Plan, eine riesige, rund 480 Kilometer lange „Sicherheitszone“ entlang der Grenze einzurichten, die fast 32 Kilometer tief ins syrische Territorium reichen soll, wo die Türkei mit internationaler Unterstützung bis zu 2 Millionen Flüchtlinge ansiedeln würde.

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Die Verbündeten und Feinde der Türkei haben jedoch sofort die wahrscheinliche ethnische Säuberung und den dramatischen demografischen Wandel erkannt, die sich im Rahmen des türkischen Plans entwickeln würden. Etwas, was übrigens bei der massenhaften „Umsiedlung“ von „Flüchtlingen“ nach Europa beim Establishment keine Sorgen auslöst.

Wie Reuters berichtet: „Die neue Ausrichtung der Türkei auf den Flüchtlingstransfer, der eine große Anzahl sunnitisch-arabischer Syrer in ein traditionell kurdisches Kernland führen würde, könnte jedoch auf Widerstand von Verbündeten stoßen, die sich gegen eine Veränderung des demografischen Gleichgewichts der Region aussprechen.“

Das von der Türkei und den Alliierten verwaltete Territorium wäre für die von den USA unterstützte YPG/SDF, die Ankara als Terrorarm der PKK ansieht, gesperrt, was für Washington nach wie vor ein wichtiger Deal-Breaker ist.

„Jemand versucht, uns durch Terrorismus und die Last der Flüchtlinge in die Knie zu zwingen“, fügte Erdogan während seiner Ausführungen am Dienstagabend hinzu. Er sagte, die Türkei werde niemals eine solche „vollendete Tatsache und Erpressung“ akzeptieren. Dabei war es Erdogan selbst, der kürzlich öffentliche Erpressungsdrohungen gegenüber den Europäern ausstellte.

Anfang letzten Monats warnte er, dass er Europa mit syrischen Flüchtlingen überschwemmen würde, wenn sein Plan nicht umgesetzt würde: „Wir werden gezwungen sein, die Tore zu öffnen. Wir können nicht gezwungen sein, die Last allein zu tragen“, sagte er und wiederholte dies danach mehrmals.

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One thought on “Erdogan droht mit rascher Syrien-Invasion und „sicherer Zone“”

  1. Die EU ist doch ein einziger Versager-Verein sowohl nach innen als auch nach außen, denn mit einer Wirtschaftsleistung von 16 Bill. USD und somit zweitgrößte Wirtschaftszone der Welt, lassen sie sich von Potentaten am Nasenring herum führen, anstatt mit entsprechenden Maßnahmen ihre eigenen Interessen zu sichern und wer da nicht mitspielen will, bleibt eben draußen und sollte dann deren Reaktion zu spüren bekommen aber da gehen sie lieber zum betteln hin und geben ein schreckliches Bild dabei ab und das ist nicht mehr zu überbieten und man kann nur noch mit dem Kopf schütteln bei solchen Versagern, das ist doch alles unerträglich.

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