Die Türkei fordert Waffen aus der Bronzezeit von Schweden zurück

Gemäß dem türkischen Antrag stammen die Äxte aus dem hethitischen Königreich in der heutigen Osttürkei und wurden 1910 illegal nach Schweden verkauft, nachdem ein türkisches Gesetz von 1906 den Verkauf von Kulturerbeobjekten ins Ausland verbot.

Von Redaktion

Ankara will, dass Schweden vier Bronzeäxte aus der Bronzezeit, die aus der heutigen Türkei stammen, zurückgibt. In einer offiziellen Anfrage an das schwedische Außenministerium forderte die Türkei die Rückgabe der Äxte, die aus dem hethitischen Königreich im heutigen Osten der Türkei stammen. Die Äxte sollen 1910 nach Schweden verkauft worden sein, d.h. nachdem ein türkisches Gesetz von 1906 den Verkauf von Kulturgütern ins Ausland verbot.

„Wir glauben, dass der Verkauf dieser Kulturgüter illegal war“, sagte Hüseyin Özen, zweiter Sekretär der türkischen Botschaft in Stockholm, gegenüber dem Schwedischen Rundfunk. Zugleich betonte er, dass dies keine Anklage gegen die schwedischen Behörden sei, sondern gegen den Antiquitätenhändler, der die Gegenstände verkauft hat.

Der Fall wird nun von den Staatlichen Historischen Museen bearbeitet. Laut der Leiterin der Abteilung, Elisabet Regner, gibt es ein etabliertes Verfahren, wie Schweden solche Anforderungen bewertet.

„Im Allgemeinen geht es darum, wie die Objekte in die Sammlungen gelangt sind, ob der Erwerb legal war, warum die Objekte für die Sammlung wichtig sind und ob sie in den Rahmen der Sammlungen der Museen fallen. Es gibt eine lange Liste von Fragen, die in einem Fall wie diesem untersucht werden“, sagte Elisabet Regner.

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Für die Türkei ist der Antrag Schwedens auf Rückgabe der Äxte aus der Bronzezeit Teil einer größeren Anstrengung zur Auffindung und Rückgewinnung von Kulturgütern.

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„In den letzten 15 Jahren sind über 4.000 Gegenstände an die Türkei zurückgegeben worden. Und auf die gleiche Weise gibt die Türkei Gegenstände zurück, die von uns zurückgegeben werden müssen, wenn es relevante Informationen über die Gegenstände gibt“, sagte Hüseyin Özen von der türkischen Botschaft in Stockholm.

Die Hethiter waren ein anatolisches, indogermanisch sprechendes Volk, das das hethitische Reich gründete, das seinen Höhepunkt in der späten Bronzezeit erreichte, als es sich über den größten Teil Anatoliens, Teile der nördlichen Levante und des oberen Mesopotamiens erstreckte. Die Ruinen seiner Hauptstadt Hattusa liegen in der Nähe der heutigen Boğazkale, Türkei. Ihre Sprache soll den Ursprung in der Kurgankultur aus der Region nördlich des Schwarzen Meeres stammen.

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Ein Kommentar

  1. Die lieben Türken – was habe sie selbst geschaffen im eroberten Kleinasien? Nichts, gar nichts!!! Siehe Hagia Sophia, siehe z.B. die Altstadt von Side mit dem Apollon-Tempel etc etc. Eigentlich sollten die Türken nach Mittelasien zurückkehren. Nochmals: medizinisch, technisch und naturwissenschaftlich ist ihr Beitrag doch null.

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