Illustration Laserkanone. Bild: Defense One

In China gibt es offenbar eine Anlage die dazu dient, im Ernstfall feindliche Satelliten mit Lasern abzuschießen. Aufnahmen zufolge sind die Chinesen deutlich weiter als gedacht.

Von Marco Maier

Ein bekannter Satellitenbildanalytiker und China-Spezialist hat Fotos zur Verfügung gestellt, die zeigen, was eine hoch entwickelte Anti-Satelliten-Laserbasis im Westen Chinas zu sein scheint. Die Satellitenbilder wurden vom Oberst der indischen Armee, Vinayak Bhat, veröffentlicht, dessen Fachwissen häufig in westlichen Medienberichten häufig zitiert wird. Sie zeigen eine Basis mit fortschrittlichen Satellitenortungsfähigkeiten und Einrichtungen, die große Laser beherbergen. Die Anlage befindet sich etwa 145 km südlich von Urumqi, der Hauptstadt der Provinz Xinjiang.

Ein vollständiger Bericht mit Satellitenbildern wurde vom „Washington Free Beacon“ veröffentlicht, der alarmierend folgerte: „China verfolgt wahrscheinlich den Bau von Laserwaffen, um Satelliten und deren Sensoren zu stören, zu schwächen oder zu beschädigen.

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In der Analyse heißt es:

„Die Xinjiang-Basis ist eine dieser Laser-Basen, zu der vier Hauptgebäude mit Schiebedächern gehören, die laut Bhat hochleistungsfähige chemische Laser enthalten, die mit Neodym angetrieben werden.

Bhat schätzt, dass der kleinere Schuppen mit dem Schiebedach ein Lasertracker ist. Zusammen können die Chinesen einen bis drei der Laser gegen einen umlaufenden Satelliten abfeuern, den China zu stören sucht.“

Die Analyse bestätigt weitestgehend die Prognose der US-amerikanischen Defense Intelligence Agency (DIA), die erst vor zwei Monaten davor warnte, dass China bereits im kommenden Jahr eine bodengestützte Laserkanone fertiggestellt haben könnte, die zur Bekämpfung von Satelliten dient. Und mehr noch: offenbar sind die Chinesen diesbezüglich bereits weiter als gedacht.

Peking könnte mit solchen Waffen den Himmel über dem eigenen Land von Satelliten befreien und so auch viele Systeme schädigen. Egal ob Überwachungssatelliten, Nachrichtensatelliten oder auch kommerzielle Satelliten – sie alle könnten im Falle eines größeren Konflikts zum Ziel dieser neuen Waffen werden.

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2 KOMMENTARE

  1. Diejenige deren Aufregung darüber in noch höhere Rüstungskosten gipfelt,sollten sich Göthes“Zauberlehrling“
    durchlesen.Die Geister die ich rief!!!!!

  2. Dann sind die Chinesen doch auf einem guten Weg. Könnte übermütige Schläger ausbremsen…,
    so ein gezielter Tritt gg. das Schienbein. Notwehrrecht halt.
    Oder wollen Maos Enkel gar analog der SDI-Rüstungsspirale (damals gg. SU) mit ihrer wirtschaftlichen Potenz / Finanzmacht den US-Falken die Flügel stutzen? Damit ein Hüpfadler also, äähh, böse Ironie…
    Wie niederträchtig aber auch, sich gegen die Guten zu wehren, und die (CNn) haben sich alle früheren Sauereien auch noch gemerkt….Die RAND-Corporation lag mit den Ergebnissen aus ihren Kriegsspielen wohl doch richtig? Wer hatte doch gleich die Globalisierung / den freien Welthandel so vehement gefordert? Und wie war das, mit dem Sturz in die Grube?

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